Darf der Makler bei Zwangsversteigerung Provision verlangen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Provision von 50%?

Na, das ist ja ein lustiges Kerlchen....

Was können sie tun um dagegen vorzugehen

"Der Makler hat nur dann einen Provisionsanspruch bei Erwerb im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens, wenn es mit den Auftraggeber eine zusätzliche Provisionsabsprache außerhalb der Allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt."

https://www.sz-immo.de/ratgeber/recht/maklerprovision-bei-zwangsversteigerung-166.html

Diese Provisionshöhe haben Deine Eltern ja wohl kaum so vereinbart, oder?

Und falls es die Bank als Auftraggeber getan haben sollte - was ich mir nicht vorstellen kann - dann zahlt die auch die Provision

Ich habe die Bank angerufen und die waren es nicht. Und obwohl der Makler der Finanzberater/Steuerhelfer meiner Eltern ist, haben sie Ihn nicht als Makler beauftragt.

Ich konnte meine Eltern jetzt überzeugen sich einen Anwalt zu nehmen. Bei den Kosten werde dann wohl ich einspringen.

@Gehtsonicht

Das ist auf jeden Fall der richtige Weg - und die Anwaltskosten kriegst Du zurück, da bin ich sicher

Nicht vollständig informiert? Stellt sich also die Frage: was und wie hat der Makler die Eltern hier beraten?

Wenn ich mal davon ausgehe, dass eine Versteigerung meist von einem Gläubiger betrieben wird: versuche ich rechtzeitig das Objekt selbst zu verkaufen, ohne mir noch die Kosten eines Maklers aufzulasten.

Also wäre es denkbar, dass die Bank den Makler eingeschaltet hat, vielleicht hilft dies dann weiter

https://www.ra-kotz.de/zwangsversteigerung_maklerkosten.htm/

Die Provision wird sich, falls rechtmäßig auch aus dem Zuschlag berechnen und nicht nur aus dem Teil, was evtl noch an Guthaben für deine Eltern über geblieben ist.

Was kannst du tun? Evtl deine Eltern überzeugen mit allen Unterlagen ein Beratungsgespräch beim Anwalt zu suchen.

Ich würde eine Strafanzeige wegen Betrugs empfehlen und gleichzeitig die IKH informieren.

Eine Versteigerung ist kein Verkauf und eine Vertrag mit dem Makler besteht auch nicht. Der Makler ist eher ein Witzbold.

Im Zweifel kann man dessen Brief auch wegschmeissen.

Mir hat gut geholfen Schutzgemeinschaft für Bank- und Sparkassenkunden eV

Keiner hier weiß worauf sich der Makler beruft. Also kann dir hört sich niemand eine wirklich passende Antwort geben.

Auch wenn es teuer wird, wendet euch besser an einen Anwalt. Der kann euch am besten sagen was ihr tun müsst.

https://www.ldm-law.de/maklerprovision-bei-erwerb-im-wege-der-zwangsversteigerung/

Zitat aus der Quelle :

OLG Naumburg, Beschluss vom 12.06.2008 – 9 U 16/08, § 652 BGB

Die Entscheidung ist richtig. Grundsätzlich müssen für die Entstehung des Maklerprovisionsanspruchs stets vier Voraussetzungen vorliegen: 1. Es muss ein wirksamer Maklervertrag (Provisionsvereinbarung) abgeschlossen worden sein. 2. Der Makler muss eine in § 652 BGB beschriebene Tätigkeit (Nachweis- und/oder Vermittlungstätigkeit) erbracht haben. 3. Der nachgewiesene oder vermittelte Hauptvertrag muss abgeschlossen worden sein. 4. Die Maklertätigkeit muss für den Abschluss des Hauptvertrages ursächlich gewesen sein.

Immobilienmakler - ab wann Provision?

Hallo zusammen! Ich möchte folgenden Fall schildern: Mein Mann und ich sind schon seit längerem auf der Suche nach einem geeigneten Haus für uns zum Kauf. Vor etwa eineinhalb Jahren sind wir im Internet über eine Immobilie gestolpert, die offensichtlich von privat veräußert werden sollte (es war keine Makleradresse hinterlegt sondern nur eine Telefonnummer.) Dieses Objekt schien uns einigermaßen interessant. Im Expose stand die volle Adresse des Hauses, sodass wir unverbindlich vorbeifahren konnten, um es erst einmal von außen zu betrachten. Da wir zu diesem Zeitpunkt erst noch etwas "den Markt" sichten wollten, nahmen wir zunächst Abstand davon. Etwa 8 Wochen später haben wir in der Zeitung eine Suchannonce geschaltet, auf die sich ein Makler meldete und uns eben die selbe Immobilie anbot. Da wir aufgrund der Adressdaten wussten, dass es sich um eben dieses Objekt handelt, haben wir nicht darauf reagiert, aber ich habe die Telefonnummer des Maklers zu dem Expose aus dem Internet gelegt und abgeheftet. Jetzt - eineinhalb Jahre später haben wir immer noch kein besseres (für uns passenderes Haus) gefunden und haben die alten Exposes nochmal hervorgekramt. Ich habe die Telefonnummer, die ich zu dem Expose gelegt hatte, angerufen und einen Besichtigungstermin vereinbart. Schlussendlich ist es so, dass wir nun doch nach reiflichem Überlegen das Haus kaufen möchten. In einem Gespräch mit dem Eigentümer wurde uns mitgeteilt, dass der Eigentümer mit dem Makler keinen Vermittlungsvertrag hat (er hat es ohne Vertrag in seinen Vermittlungspool aufgenommen). Auch wir haben mit dem Makler keinen Vertrag. Das alte Expose von vor eineinhalb Jahren hatte der Eigentümer selbst inseriert. Der Makler möchte allerdings von uns jetzt eine Provision von 5,67% des Kaufpreises, mit der Begründung, dass er das Objekt ja in der Werbung habe. Nun meine Frage: Kann ein Makler eine Vermittlungsgebühr verlangen, obwohl weder der Eigentümer noch wir einen Vertrag mit dem Makler vereinbart haben, zumal wir nicht mal ein Expose vom Makler bekommen haben, indem die Konditionen erläutert sind? Vielen Dank fürs Lesen dieses langen Textes :)

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Wieso, weshalb, warum und woher, bekommt der Makler/Vermittler Immobilienobjekte VOR DER ZWANGSVERSTEIGERUNG?

Guten Abend liebe Ratgeber-Community,

da ich mir dieses Jahr ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage zulegen möchte, habe ich folgende Situation erlebt.

Ich habe mich auf eine Anzeige in der Zeitung gemeldet. Diese lautete ungf. so:"Mehrfamilienhäuser als Kapitalanlage mit 7- 9% Rendite vor Zwangsversteigerung zu verkaufen."

Ich rief unter der angegeben Nr. an und vereinbarte einen "Kennenlerntermin". Bei dem Termin sagte der Herr, dass er mit mehreren Zwangsverwaltern zusammen arbeite und er mir einige Objekte weit vor der Versteigerung anbieten kann, die natürlich günstiger sind.Weiterhin bemerkte er, dass die Nebenkosten, Courtage, Rücklagen etc. mit einberechnet wurden. Unterm Strich hätte ich bei allen "seiner" Objekte einen monatl. Überschuss nach Zins u. Tilgung. Außerdem kommt hinzu, dass ein Arbeitskollege zu mir sagte:"Ein Kollege verkauft auch solche Immobilien und der steckt sich da zwischen 10 - 20 % vom Kaufpreis ein." Auf die Bitte diesen mal zu fragen wie das denn geht, sagte er schließlich:"Über Beziehungen zu versch. Banken und Bänkern".

Frage ist nun: Wie komme ich evtl. an solche Angebot dran, wenn ich weiß der Makler/Vermittler packt nochmal 10-20 % oben drauf, bzw. versteckt seine Courtage/Provision in den Nebenkosten. Ein Zwangsverwalter bzw. Amtsgerecht, darf wie ich gelesen habe keine Auskünfte erteilen. Das ganze kommt mir ein bisschen komisch und unseriös vor. Weil warum sollte ein "Makler" oder wie sich so einer auch nennen mag, für ein Objekt soviel verdienen wie andere in einem Jahr ?? Da kann ich doch besser selber suchen und Beziehungen aufbauen, wenn der "Makler" sowieso einfach nur selbstständig ist (+Er hat noch nicht einmal eine Homepage).

Ich hoffe Ihr versteht in etwa wie ich das meine und könnt mir dementsprechend eine Hilfe sein.

Schönen Abend

Asksth

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