Darf der Arbeitgeber die Auszahlung von Überstunden und Resturlaub im Mutterschutz verweigern?

3 Antworten

Hey, Überstunden muss er auszahlen, Urlaub auch falls er aus betrieblichen Gründen nicht genommen werden kann. Feststellungsklage beim Arbeitsgericht stellen, falls er nicht zählt. Kannst du in der Geschäftsstelle deines Arbeitsgerichtes selbst machen ohne Anwalt, falls du keine Rechtsschutzversicherung hast. Richter sehen dies objektiv, habt gute Chancen. Würde dem Arbeitgeber noch eine Frist setzen zwei Wochen und dann Klagen!

Urlaub darf nur in einem einzigen Fall ausgezahlt werden, naemlich wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhaeltnisses nicht mehr genommen werden kann. Der Arbeitgeber DARF den Urlaub zum gegenwaertigen Zeitpunkt also gar nicht auszahlen!

Bei den Ueberstunden kommt es auf die diese betreffende Regelung im jeweiligen Betrieb bzw. auf entsprechende arbeits- oder taifvertragliche Regelungen an. Sofern diese ueberhaupt zu bezahlen sind. Hier wird deine Frau ggf. also auch warten muessen, bis das Arbeitsverhaeltnis beendet ist.

Überstunden muss er auszahlen, Resturlaub nicht, denn kannst du ja rechtzeitig nehmen

Die Freistellung kam ein wenig "plötzlich", so dass der Resturlaub nicht mehr genommen werden konnte. Der Arbeitgeber bot aber an, dass der Urlaub nach der Elternzeit genommen werden könnte.

@DeejotHH

Der Arbeitgeber bot aber an, dass der Urlaub nach der Elternzeit genommen werden könnte.

Da liegt er absolut richtig! Nur wenn der Urlaub dann nicht mehr genommen werden kann (z.B. weil deine Frau "passend" kuendigt), muss der Urlaub ausgezahlt werden. Vorher darf der Arbeitgeber das gar nicht.

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