Darf der Arbeitgeber den Lohn kürzen wenn man krank ist?

12 Antworten

§ 3 Abs.1 EFZG : Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen.

§ 4 Abs.1 EFZG : Für den in § 3 Abs.1 bezeichneten Zeitraum ist dem Arbeitnehmer das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit entstehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen.

Der Lohn darf bei einer ordnungsgemäßen Krankschreibung nicht gekürzt werden, es sei denn man ist länger als 6 Wochen krank geschrieben, dann übernimmt die Krankenkasse die Lohnauszahlung ..."Es beträgt 70 Prozent des letzten vollen monatlichen Brutto–, aber höchstens 90 Prozent des letzten vollen monatlichen Nettoeinkommens..." (Quelle:Wikipedia/Krankengeld)

Zur Info der genaue Gesetzestext:

http://dejure.org/gesetze/EntgFG

Entgeltfortzahlungsgesetz (Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall) Artikel 53 des Gesetzes vom 26.05.1994 (BGBl. I S. 1014), in Kraft getreten am 01.06.1994

zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.12.2003 (BGBl. I S. 2848) m.W.v. 01.01.2004

Solange Dein Vater einen festen Arbeitsvertrag mit einem festen, monatlichen Gehalt hat, ist der Arbeitgeber zur "Lohnfortzahlung im Krankheitsfall" gesetzlich verpflichtet. Bis zu 6 Wochen am Stück mit der gleichen Krankheit (Krankschreibung vom Arzt vorausgesetzt). Danach gibt es Krankengeld. Der Arbeitgeber darf also nicht mal so eben das Gehalt kürzen, insofern die o.g. Beschäftigungsbedingungen erfüllt sind.

Der Chef muss zahlen, was im Vertrag steht. Dein Vater braucht also keine Angst zu haben.

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