Darf das Stammkapital bei der MiniGmbh (UG) ausgegeben werden?

5 Antworten

Hast du sie schon gegründet oder bist du noch dabei? Dann solltest du die Gründe für die Einführung dieser UG mal betrachten. Ziel ist es die UG in eine "normale" GmbH zu führen. Zwar hast du dafür unendlich viel Zeit aber die Idee der 25%-tigen Rücklage aus dem Jahresgewinn läuft genau darauf hinaus. D.h. unter normalen Umständen kein wirtschaften mit den Rücklagen, denn zu diesen bist du gesetzlich verpflichtet. Grüße vimariaa

Zusätzlich empfehle ich dir die Einbindung eines Steuerberaters. Der kostet zwar etwas, kann dir aber auch viel Ärger und Kosten ersparen. Denn die UG hat weit mehr Pflichten als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Such dir einen mit dem du über den Stundensatz verhandeln kannst oder der dir eine akzeptable Pauschale anbietet. Frage auch deine Bank nach aktuellen Fördermitteln, denn diese stehen dir bei der Gründung einer UG in vollem Maße zu, Eignung vorausgesetzt. Grüße vimariaa

Hast du sie schon gegründet oder bist du noch dabei? Dann solltest du die Gründe für die Einführung dieser UG mal betrachten. Ziel ist es die UG in eine "normale" GmbH zu führen. Zwar hast du dafür unendlich viel Zeit aber die Idee der 25%-tigen Rücklage aus dem Jahresgewinn läuft genau darauf hinaus. D.h. unter normalen Umständen kein wirtschaften mit den Rücklagen, denn zu diesen bist du gesetzlich verpflichtet. Grüße vimariaa

Hey, Danke für die Rückmeldung! Ich habe noch nicht gegründet. Klar kann ich mit einem Euro Gründen, aber bekomme ich da nicht direkt Liquiditätsprobleme? Oder gibt es einen Unterschied zwischen Stammkapital und Gesellschaftereinlage?

Dass ich die 25% ab Jahresabschluss nicht verwenden darf, weiß ich. Aber das ist ja auch nur der Jahresüberschuss, also Reingewinn. Mir geht es darum, wie das direkt nach der Gründung aussieht..

@temporary

Lass es mich mal so formulieren: Die UG kann selbstverständlich nur in dem Umfang wirtschaftlich tätig werden, wie die Gesellschafter die UG mit Einlagen in die Lage versetzen. Wo das Geld her kommt ist egal, Fördermittel der Bundesanstalt oder Kredite oder Privateinlagen. Handelt die Gesellschaft, sprich der Geschäftsführer, vorsätzlich gegen diesen Grundsatz, dann entfällt die beschränkte Haftung und er wird wohl mit seinem Privatvermögen zur Rechenschaft gezogen. D.h. also: Gib nur soviel Geld aus wie du auch hast oder bis zum Zeitpunkt der Rechnungstellung vorweisen kannst, sonst ist die UG im Minus, den Rest kannst du dir ja vorstellen. grüße vimariaa

@temporary

Schreib mir mal eine E-Mail an arabaci@minalo.de

Ich kann dir das wenn du möchtest telefonisch erklären und deie Fragen beantworten soweit es mir möglich ist.

Ich habe mal schnell im Netz gesucht und folgendes für dich gefunden http://www.unternehmenswelt.de/mini-gmbh-grundwissen-der-unternehmergesellschaft-1-euro-gmbh.html Weiterführend findest du auf der rechten Seite die Links zu diesem Set. Ich wünsche viel Spaß und viel Glück beim Einstieg in die Selbstständigkeit. Grüße vimariaa

Super! Vielen lieben Dank! Das Internet ist einfach sooo groß und hat sooooviele Informationen ;)

Man kann mit 1 Euro gründen. Aber das ist halt nicht zu empfehlen. Weil überall wo man HR schicken muss sehen die das. Das kommt nicht gut rüber.

Ich habe das Problem selbst schon mal gehabt. Die Größhändler überprüfen das etwas genauer. Ich habe mit einer Stammkapital von 200 Euro angefangen. Die Großhänlder beliefern mich auf Rechnung nur bis 200 Euro was total bescheuert ist eigendlich.

Seitdem ich Stammkapital auf 1000 Euro gesetz habe geht es mir bisschen besser. Änderung der Stammkapital kostet zirka 90 Euro (in Berlin).

UG gründen, Probleme mit Geschäftsführer wegen Schufa und EV?

Hallo Zusammen !

Folgende fiktive Fragestellung:

Herr A hat eine Geschäftsidee, die er mit seinem Freund und zukünftigem Geschäftspartner Herr B am verwirklichen ist. Herr A hat die Idee und erstmal einige Arbeit vor sich, während Herr B. zunächst nur Geldgeber ist.

Herr A hat keinerlei Kapital und wegen Altschulden im letzten Jahr eine eidesstattliche Versicherung abgeben müssen und er bezahlt diese Schulden derzeit nur mit einer kleinen Rate. Deshalb stellt sich die Frage, ob und wie man nun am besten vorgeht.

Herr A soll nämlich Geschäftsführer der neu zu gründenden UG werden, während Herr B als Geldgeber alleiniger oder mehrheitlicher Gesellschafter werden soll. Warum überhaupt UG? Es ist zwar für den Start ein ausreichendes Kapital durch Herrn B vorhanden, aber nicht noch zusätzlich 25.000 Euro, um gleich eine GmbH zu gründen. Man geht im übrigen von einem schnellen Wachstum aus und davon, dass die Geschäftsidee von Erfolg gekrönt ist, und daher nach 1-2 Jahren die erforderliche Summe für die Umwandlung in eine GmbH vorhanden ist.

Soweit, so gut !? Nun die Fragen:

  • Kann Herr A überhaupt Geschäftsführer werden wegen der abgegebenen EV und schlechten Schufa?

  • Können die Gläubiger von Herrn A irgendwie den Aufbau der Firma in Gefahr bringen? Durch Pfändungen gegen A (obwohl A keine Anteile an der UG hat)? A bekäme in der Anfangsphase nur ein geringes oder kein Gehalt, aber sobald die Umsätze steigen, soll das erhöht werden. A möchte nämlich definitiv seine Schulden abzahlen (Insolvenz kommt nicht in Frage für A)

  • Zur Eintragung der UG im Handelsregister muss meines Wissens erst das Haftungskapital (min. 1 Euro ?) eingezahlt werden. Wie im Internet zu lesen ist, eröffnen die allerwenigsten Banken Geschäftskonten für UGs (warum auch immer). Wie soll das dann funktionieren? Zumal hier ja noch die negative Schufa-Auskunft des Geschäftsführers dazu käme.. Gibt es noch Banken, die UG-Konten eröffnen ohne Schufa-Abfragen? Es wird im Übrigen nur ein Konto auf Guthabenbasis benötigt, keinerlei Kredite. Falls jemand einen Tipp hat: Bitte nur Banken mit gutem Filialnetz, da häufig Bareinzahlungen zu tätigen wären.

  • Weiterhin ist zu lesen, dass die Banken nur ein Konto eröffnen, wenn die Firma bereits im Handelsregister eingetragen ist. Aber wo zahlt man denn dann für die Eintragung vorher das Haftungskapital ein, so ganz ohne Konto? In eine fiktive "Kasse"?

  • Gäbe es bessere Lösungen als die jetzt von A und B angedachte?

  • Letzte Frage: Ein Bekannter des Herrn A. , selber Anwalt in einer Steuerkanzlei, rät A von der Gründung einer UG ab, da diese einen ähnlich schlechten Ruf wie die britische Ltd. hätte. Hat er Recht? Und spielt das in unserem Fall eine Rolle? Wir brauchen weder Bank- noch Händlerkredite, sämtliche Wareneinkäufe sollen in bar bezahlt werden, und investiert/expandiert wird nur, wenn genügend Gewinn vorhanden ist.

Danke fürs Lesen und hoffentlich hilfreiche Beiträge !

Es grüßt, Herr A.

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