Darf das Arbeitsamt mich zu Vollzeitarbeit zwingen?

5 Antworten

um dich in vollzeitarbeit zu zwingen zu können, würdest du doch erstmal eine stelle brauchen, die dich vollzeit einstellt. bewirb dich weiterhin um vollzeitarbeit und falls dich einer zum vorstellungsgespräch einlädt, dann antwortest du eben etwas verpeilt. es wird doch sowieso schwierig sein, für genau 3 monate eine arbeit zu finden.

du kannst ergänzende leistungen bei der arbeitsagentur beantragen, die du aber später zurückzahlen musst (sonst wäre die kürzung keine strafe).

ps: leistungen vom arbeitsamt kann man nur kriegen, wenn man dem arbeitsmarkt zur verfügung steht; wenn du in der zeit sport machen willst/ musst, ist das eben nicht der fall und daher kannst du keine leistung bekommen.

Das Arbeitsamt hat Halbtagsstellen zu vergeben in Jobbörse, diese wollen sie mir aber nicht vermitteln, sonder mir nur so Zeitarbeitsjobs auf den Rücken binden. Und diese sind nun ja, eben die größten Sch***jobs die es gibt.

@Aeffle88

die halbtags-jobs kannst du dir doch selber suchen, jeder hat zugriff auf die jobbörse. die job-vermittlung kann man doch sowieso vergessen.

@Schokolinda

Ja, aber ich bekomme nur Absagen! Natürlich nehmen mich so Zeitarbeitsmüll die mir das Arbeitsamt vermittelt sofort

@Aeffle88

dem zeitarbeitsmüll kannst du ja auch sagen, dass du nur für halbtags vermittelt werden willst. dann bist du auch raus aus der geschichte mit dem arbeitsamt.

@Schokolinda

Ja das ist es ja! genau das habe ich ja gemacht. Dann rufen diese Firmen beim Arbeitsamt an und sagen, dass ich nicht Kooperativ war und nach Teilzeit gefragt habe. Genau aus dem Grund wird mir ja das Arbeitslosengeld gestrichen...dass ist es ja was ich absolut nicht verstehe!!!!

@Aeffle88

wenn die bewerbung für einen vollzeitjob war und gerade kein teilzeitjob zu haben ist, dann wäre das ja quasi eine ablehung deinerseits, wenn du sagst, dass vollzeit nicht geht. und eine von der jobagentur vorgeschlagene stelle darf man in der regel nicht ablehnen, sonst kürzen sie das geld.

ein Halbtagsjob mit knapp 600 € pro Monat Lohn macht mich doch auch unabhängig vom Arbeitsamt zur überbrückung bis 1. August,

DAS verstehe ich jetzt gerade nicht... Wenn Du unabhängig bist und kein Geld mehr vom Jobcenter bekommst, dann kann es Dir doch eigentlich egal sein, was die sagen, oder?

Ansonsten ist das, was Du schilderst, nur entweder mit dem Sachbearbeiter oder mit Hilfe des Sozialgerichtes zu klären. "Vorbereitung auf einen Job" kommt nämlich bei den Gründen, warum man einen Job ablehnen darf, nicht vor. Auf der anderen Seite kann so etwas - wenn es wirklich begründet ist - tatsächlich einen wichtigen Grund darstellen. Allerdings schreibst Du nichts dazu, WARUM das Jobcenter mit Deiner Haltung nicht einverstanden ist.

Ich bewerbe mich für einen Halbtagsjob, habe bisher aber keine zusagen bekommen. Das Arbeitsamt hätte Stellen will mir die aber nicht vermitteln. Die wollen das ich Zeitarbeit leiste, also die größten Sch***jobs mache!

@Aeffle88

Naja, die ART des Jobs kannst Du Dir nun nicht aussuchen. Du kannst höchstens berechtigte Gründe haben, die Dich daran hindern, mehr Stunden als nur Teilzeit zu arbeiten.

MIR würde im Übrigen kein Job einfallen, für den man im Vorfeld jeden Tag mehrere Stunden trainieren muss. Es sei denn, Du wirst Profisportler.

@skyfly71

Richtig! Es geht um die Aufnahme in die Sportfördergruppe der Bundeswehr

@Aeffle88

Und die Bundeswehr nimmt Dich nicht, wenn Du nicht in die Sportfördergruppe kommst?

Nur mal grundsätzlich: Mit Hartz IV mußt Du alles tun, um Deinen Hilfebedarf zu beenden. Da bist Du nicht bei Wünschdirwas. Wenn es wirklich die einzige Beschäftigungsmöglichkeit für Dich ist, wäre die Zuhilfenahme eines Fachanwalts für Sozialrecht ggf. ganz sinnvoll. Dazu solltest Du vorher beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen, damit das für Dich kostenfrei ist.

@skyfly71

Und abgesehen davon: Wenn die Anstellung gar nicht sicher ist, sondern DU erst mal einen Test bestehen mußt, auf den Du Dich vorbereiten willst - Du aber trotzdem theoretisch durchfallen kannst - dann ist das kein Grund Arbeitsangebote abzulehnen und auf das Training zu verweisen.

@skyfly71

Ja doch die Bundeswehr nimmt mich so oder so! Nur will ich ja in die Sportfördergruppe, aber das ist eben noch nicht unter Dach und Fach!

Mal angenommen, ich schaffe es nicht in die Sportfördergruppe, dann gehe ich trotzdem am 1. August zum Bund zu den Gebirgsjägern.

Aber auch diese Tatsache will das Arbeitsamt nicht einsehen.

@Aeffle88
Aber auch diese Tatsache will das Arbeitsamt nicht einsehen.

Nun, dann verzichte doch einfach auf deine Leistungen nach dem SGB. Dann lässt das Arbeitsamt dich in Ruhe und du kannst dich in aller Ruhe vorbereiten...

@Aeffle88

Doch, das sehen die bestimmt ein. Was die hingegen (zurecht) NICHT einsehen ist, dass Du 3 Monate lang noch arbeiten und Deinen Lebensunterhalt sichern könntest und das nicht tust - Dich stattdessen auf Sozialleistungen ausruhst. Bei Hartz IV gibt's nun mal keine "Übergangszeit".

Wenn du das alles schon schriftlich hast,also das du so oder so ab dem 01.08.2014 zum Bund gehst,egal ob du deinen Test bestehst oder nicht,dann wird dich kein AG - für diese noch nicht mal mehr 2 Monate einstellen,zumindest keine Zeitarbeitsfirma,da ist der Aufwand viel zu hoch !

Also nimm doch einfach diese Stellenangebote vom Jobcenter an und bewerbe dich dort oder stelle dich vor. Du musst dann nur deutlich machen,das du ab dem 01.08.2014 eine feste Zusage hast und das du da zum Bund gehst,damit sollte sich die Einstellung erledigt haben.

Dann hast du genügend Zeit,dich auf deinen Test vorzubereiten !

Du willst eine Leistung vom Arbeitsamt. Dafür musst du ja auch arbeitssuchend sein. Und das bedeutet, das du die Arbeit auch annehmen würdest - selbst für eine kurze Zeit.

Und es ist wohl absolut möglich, dass man auch nach einem Arbeitstag noch sich sportlich betätigt, um sich für eine Fitnessprüfung vorzubereiten.

Die Allgemeinheit ist nicht dafür zuständig, dass sie dir deinen Sport noch voll finanziert.

Naja Fitnessüberprüfung ist bei mir untertrieben. Ich möchte nur nicht zu Genau ins Deatil gehen aus Datenschutzgründen. Wenn ich sage um was es geht, kann man mich googlen. Sagen wir es mal so, es geht um die Einstellung in einer Sportfördergruppe beim Staat

SGB II § 10 Zumutbarkeit

"(1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist [...]

5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht."

Nun ist es aber kein wichtiger Grund, Job A im Juni abzulehnen, weil man im August Job B haben könnte, für den man im Juni und im Juli noch trainieren oder lernen möchte oder müsste.

Denn wenn man ALG (I oder II) haben möchte für eine Zeit, in der man sich auf einen Job vorbereitet, dann muss man dies eigens beantragen - dann wird man auch freigestellt von Arbeit und Arbeits-Bemühungen.

Dazu stelle man einen Antrag auf SGB III § 45 Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, dann gibt es extra Geld - oder einfach nur das ALG weiter gezahlt. Bezieht man ALG II, geht das in Verbindung mit SGB II § 16 Absatz 1.

Aber das sind alles "Kann"-Bestimmungen, die nur in begründeten Ausnahmen angewendet werden dürfen - etwa, wenn der Arbeitsmarkt sonst wie vernagelt erscheint.

Gruß aus Berlin, Gerd

Was möchtest Du wissen?