Chef will mich nach 40 Jahren Firmenzugehörigkeit loswerden

5 Antworten

Wenn er dich raus haben will, bekommt er dich raus. Ich würde dir eine Abfertigung raten. Versuch das höhst Möglichste rauszuholen. Du bist da ja schon 40 Jahre beschäftigt, dass gibt schon ein Batzen. Kannst ja irgendwo ein MiniJob anmelden, oder evtl. dich mit deiner Abfertigung bzw. Abfindung selbstständig machen.

Ich würde ihn Persönlich darauf Ansprechen, und ihm sagen, dass wenn er etwas gegen dich hat, dass wie Erwachsene zu Lösen, oder dann mit Anwälten, denn so ein Verhalten ist Unakzeptabel für einen Unternehmer. Oder du behälst einen Kühlen Kopf, Ignorierst ihn, und gibst ihm keinen Grund dich zu Feuern.

Mfg

Ich lese nur Deine Schilderung, die ganz natürlich Deine Sichtweise ist. Die Deines Arbeitgebers werden sich vermutlich gänzlich anders anhören. Die Angebote sind fair, über die Höhe der Abfindung kann man unterschiedlicher Meinung sein, es gibt auf dem Markt auch höhere und auch Unterstützungen bei der Arbeitssuche etc. Ebenso gibt es in manchen Firmen auch Altersteilzeit-Programme. Das nur so als Stichworte. Näheres solltest Du mal mit einem, auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt besprechen. Das zunächst nur, um sich zu orientieren und nicht gleich "zu klagen". Denn ich empfehle, professionell miteinander zu sprechen, und es nicht auf die emotionale Schiene abgleiten zu lassen. Denn klar, ich sage auch "ich habe die Firma mit aufgebaut", während "mein Chef" sagen würde "ja, dafür hat er auch Geld bekommen und Bonus und xyz" oder "ihn haben wir auch in schlechten Zeiten durchgefüttert, oder behalten, als wir zahlreiche neue, junge, innovative Leute einstellen konnten" oder auch "naja, jeder trägt etwas Schuld daran, wie es um uns heute steht" - die Argumente gibt es immer auf beiden Seiten.

Neutrale, professionelle Beratung und anschliessend nochmals das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Und vielleicht auch mal versuchen, sich in die Lage oder in die Denkweise der neuen Firmenleitung versetzen.

Ich würde mir in diesem Alter überlegen, ob es für mich infrage kommen könnte, mich selbständig zu machen. Das heb ich auch gemacht, als ich in diesem Alter war und die Firma ihre Pforten schloss. Das hat super gut funktioniert und meine Firma floriert bestens.

Wenn du das nicht möchtest, sprich mit dem Chef und sage ihm, dass du als Abfindung ein Jahresgehalt haben möchtest und zwar netto. Die Abzüge soll der Chef tragen.

Denn bei einem Jahresgehalt fallen soviele Abzüge an, dass da am Ende viel weniger übrigbleibt, als du denkst.

Hallo,

zunächst einmal ganz ruhig bleiben und dem Arbeitgeber keinen Grund zur Beanstandung Deiner Leistung liefern - das ist zunächst das allerwichtigste! Lasse Dich überhaupt nicht provozieren, bleibe höflich und freundlich.

Wenn der Jr.-Chef wieder mit mündlichen Forderungen kommt, sage ihm, er soll Dir alles schriftlich anbieten bzw. bestätigen und Du wirst sehen, wie vorsichtig er plötzlich wird.

Wichtige Fragen sind hier: wie viele Mitarbeiter hat der Betrieb, gibt es einen Betriebsrat und / oder bist Du in der Gewerkschaft (wenn nein, sofort eintreten, das ist sehr wichtig!!!)?

Vorsicht ist jedoch bei der Berechnung der Abfindungen angesagt, das ist alles nur Wunschdenken. Denn ein Recht auf Abfindung ist nirgends rechtlich verankert! Dies alles sind immer freiwillige Vereinbarungen. Zudem entscheidet jeder Arbeitsrichter anders. Denke vor Gericht immer dran: Recht hat, wenn er vor Gericht Recht bekommen hat! Alle Richter vermeiden möglichst ein Urteil zu sprechen und raten immer zu einem Vergleich!

Weiter ist wichtig, in Deinem Alter und mit 40 Jahren Betriebszugehörigkeit bist Du normalerweise unkündbar! Gebe keinen Anlass zur Abmahnung und wenn je eine kommen sollte benötigst Du einen Anwalt oder die Gewerkschaft (ebenfalls mit Anwalt).

Wenn ich konkrete Angaben zu Absatz 3 habe, kann ich Dir auch weitere Ratschläge geben. Kannst mich auch gerne direkt anschreiben!

Zunächst Danke für die Antwort. Was unseren Betrieb betrifft,bin ich nur mit dem Juniorchef zusammen in ein und denselben Geschäft. Bei uns gab es nie einen Betriebsrat (Firma zu klein). Den Vorschlag alles schriftlich bestätigen zu lassen finde ich für sehr gut. Vor ein paar Tagen hat er nun die Putzfrau gekündigt und stellt mir jeden Tag provokant den Staubsager vor die Nase..

Was möchtest Du wissen?