Chef verbietet Nebenjob während der Ausbildung?

5 Antworten

Verheimlichen würde ich das nicht. Ich würde aber auch mal behaubten das das nein des Chefs nicht ernsthaft begründet ist. Du wirst ja keinen Job machen der ein höheres Verletzungsrisiko mit sich bringt als dein üblicher Alltag. Und ohne begründetes Interesse darf er eigentlich nicht Nein sagen.

Ggf hast du ja einen Ansprechpartner der dir, auch rechtlich weiterhelfen kann z.B. ein Berufsschullehrer oder dein Ausbilder sofern du den nicht mit Chef meintest.

https://www.igmetall.de/recht-so-23500.htm

Mein Ausbilder ist auch mein Chef!!! ^^

@Lakuno

Dann rede mit deinem Lehrer und ggf dem Betriebsrat wenn ihr einen habt.

Und ohne begründetes Interesse darf er eigentlich nicht Nein sagen.

Nicht nur "eigentlich" nicht!

Der Arbeitgeber darf eine Nebentätigkeit (auch während einer Ausbildung) nur dann verbieten, wenn diese Nebentätigkeit

> gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen würde (Arbeitszeitgesetz),

> eine Konkurrenztätigkeit darstellen würde (alleine Arbeit in einem Konkurrenzbetrieb reicht nicht zum Verbot) und/oder

> die Haupttätigkeit/Ausbildung tatsächlich beeinträchtigen würde (z.B. wegen Übermüdung); eine bloße Befürchtung des Arbeitgebers, dass solche Beeinträchtigungen eintreten könnten, reicht für ein Verbot nicht aus.

Laut Azubivertrag, muss ich meinem Chef, bevor ich einen Nebenjob anfangen möchte ihn in Kenntnis setzen.

Das muss man auch machen.

Er ist damit nicht einverstanden und begründet sein "Nein" damit das er Angst hat das ich mich verletzen könnte und in meinem Ausbildungsbetrieb dann ausfalle.

Kann er nicht verbieten solange Deine Ausbildung nicht darunter leidet;  es sei denn es wäre eine Tätigkeit die in Konkurrenz mit dem Ausbildungsbetrieb liegt.

Eines vorweg:

Ich bin mittlerweile echt am überlegen ob ich nicht einfach den Nebenjob annehme und hoffe das es nicht raus kommt.

das würde ich mir reiflich überlegen, denn wenn es rauskommt, hast Du ein massives Problem weil das Ausbildungsverhältnis u.U. gekündigt werden könnte (dazu muss es aber im Widerspruch zur Ausbildung stehen und ist somit ein absoluter Ausnahmefall und hängt zudem von Deiner Probezeit ab)

Grundsätzlich kann man Dir den Nebenjob nicht verbieten. Wenn das Dein Ausbilder möchte, dann muss er es begründen. Die Begründung "Du könntest Dich verletzen" ist eher zweifelhaft. Treibst Du in der Freizeit Sport, wäre die Gefahr dabei möglicherweise größer.

Leider schreibst Du nicht um welchen Nebenjob es geht, daher kann man es nicht beurteilen. Vielleicht hilft nochmal ein klärendes Gespräch und der Hinweis auf das niedrige Gefahrenpotenzial Deines Nebenjobs

Die Tätigkeit wäre als Bühnenarbeiter. Ich war in dieser Firma schon tätig und könnte dort sofort anfangen. Auf der einen Seite brauche ich das Geld und auf der anderen Seite steht das "Nein" vom Chef.

@Lakuno
auf der anderen Seite steht das "Nein" vom Chef

Dazu ist Dein Arbeitgeber nicht berechtigt.

Bloße Annahmen und Befürchtungen reichen nicht aus zur Begründung eines Verbotes, wenn sie nicht durch Tatsachen untermauert werden!

Der Arbeitgeber darf eine Nebentätigkeit (auch während einer Ausbildung) nur dann verbieten, wenn diese Nebentätigkeit

> gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen würde (Arbeitszeitgesetz),

> eine Konkurrenztätigkeit darstellen würde (alleine Arbeit in einem Konkurrenzbetrieb reicht nicht zum Verbot) und/oder

> die Haupttätigkeit/Ausbildung tatsächlich beeinträchtigen würde (z.B. wegen Übermüdung); eine bloße Befürchtung des Arbeitgebers, dass solche Beeinträchtigungen eintreten könnten, reicht für ein Verbot nicht aus.

Die Tätigkeit wäre als Bühnenarbeiter. Ich war in dieser Firma schon tätig und könnte dort sofort anfangen. Auf der einen Seite brauche ich das Geld und auf der anderen Seite steht das "Nein" vom Chef.

Ein generelles Verbot von Nebenbeschäftigungen ist, auch vertraglich vereinbart unwirksam.

Du darfst also in deiner Freizeit machen was du willst (auch arbeiten wo du willst)

Ausnahmen:

Treuepflichten verletzt - gerade in Ausbildung wichtig (Müdigkeit am Arbeitsplatz oder in Berufsschule, schlechte Noten, unentschuldigtes Fehlen)

Höchstarbeitszeit pro Tag 8 Stunden überschritten (10 bei Ausnahmefällen) (ArbZG)

Mehr als sechs Arbeitstage die Woche (ArbZG)

Ruhezeit zwischen den Tätigkeiten beachten (ArbZG)

Wettbewerbsverbot - also nicht bei der Konkurrenz arbeiten (am besten gar nicht in der gleichen Branche)

evtl. Branchen/Betriebsabhängig in Tarifvereinbarung o.ä. geregelt

Genau daran halte ich mich auch!!! Ich hab ja immer noch den Sonntag als Ruhezeit das würde ja reichen.

Sobald die Prüfungszeit losgeht schraube ich das mit dem Nebnjob natürlich etwas runter. Ich möchte ja schließlich die Ausblidung auch gut abschließen.

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