Chef fordert Überstunden...

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Die bisherigen Antworten sind falsch - und es ist nichts mit "Aber in der "Regel" Darf er das machen."!

Erstens kann ein Arbeitgeber Überstunden nur dann anordnen (lassen wir einmal besondere Regelungen durch Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag einfach außen vor), wenn die betriebliche Umstände sie wirklich zwingend erfordern: ein Notfall (Kühllager muss wegen Ausfalls geräumt werden); ein äußerst wichtiger Auftrag kann ohne sie nicht fertig gestellt werden; ein Produktionsprozess würde ohne Überstunden unterbrochen mit unverhältnismäßig hohe Kosten usw.

Einfach nur personelle Engpässe oder "es ist wichtig" - das reicht zur Begründung von Überstunden nicht aus.

Zweitens muss Mehrarbeit (von aktuten Notfällen natürlich einmal abgesehen) "rechtzeitig" angeordnet werden, damit sich Arbeitnehmer darauf einstellen können - was immer auch "rechtzeitig" heißen mag. Das Arbeitsgericht hat in einem Urteil (Az.: 7 Ca 3154/04) von einem "Vorlauf" von mindestens 4 Tagen gesprochen - was natürlich - wie schon gesagt - für notwendige Mehrarbeit in einem akuten Problemfall nicht gilt.

In der von Dir geschilderten Situation - Anordnung von Mehrarbeit 10 Minuten vor Feierabend - war der Arbeitgebern jedenfalls nicht zu dieser Anordnung berechtigt!

naja, wenn noch viel arbeit da ist, die dringend noch am selben tag erledigt werden muss, dann ist das so. klar ist das ärgerlich, aber ich glaub nicht, dass der arbeitgeber da frühzeitig bescheidgeben muss oo

nein, muss er soweit ich mich entsinne nicht.

wenn du zb leistungsbezogen bezahlt wirst und eine gewisse menge schaffen musst und das schaffst du nicht bis zum offiziellen feierabend, dann weißt du auch erst zum feierabend, dass du länger machen musst. kommt aufs gleiche raus.

Kann ein Arbeitgeber ein nebenberufliches Praktikum / Ehrenamt verbieten?

Hallo, ich bin Erzieherin und bin in Teilzeit (31Std) in einer Kindertagesstätte beschäftigt. Ich studiere nebenberuflich Soziale Arbeit. Um meine Fähigkeiten zu erweitern habe ich nach einem Praktikum bzw. Ehrenamt gesucht und heute eine Zusage erhalten.

Nun steht folgendes in meinem Arbeitsvertrag, den ich mit dem Träger der Einrichtung abgeschlossen habe: "Während der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist jede Nebenbeschäftigung untersagt, die geeignet ist, die Arbeitsleistung der Arbeitnehmerin oder die Interessen der Kindertagesstätte zu beeinträchtigen. Die Arbeitnehmerin ist verpflichtet, den Arbeitgeber vor jeder Aufnahme einer Nebentätigkeit zu informieren und seine Zustimmung einzuholen."

-Trifft das auch auf ein Praktikum zu? Wäre dann 2x die Woche für ein paar Stunden, die ich mir flexibel einteilen kann. - Bzw. ist ein Praktikum eine Nebentätigkeit die ich meinem Arbeitgeber mitteilen muss oder für die ich die Zustimmung bräuchte?

Es ist so das ich dann natürlich nicht mehr so flexibel in meiner Freizeit bin, so dass es mir schlechter möglich ist auf Anforderung Überstunden zu machen. In "rechtliche Grundlagen" meine ich aber gehört zu haben das der Arbeitgeber von Teilzeitkräften nur (o. gar nicht) in Ausnahmefällen Überstunden verlangen darf, weil der Gesetzgeber davon ausgeht das die Teilzeitkraft einen triftigen Grund hat, weshalb sie sich nur in Teilzeit zur Verfügung stellt.

Wegen den Überstunden usw. wollte ich so oder so meinen Arbeitgeber über das Praktikum informieren. Andererseits weiß ich nicht ob ich mir damit mehr Steine in den Weg lege, weil es eine Beschäftigung ist die nicht meine Fachkompetenzen für den Kita-Bereich erweitern. Das ich die Zustimmung evtl brauche war mir bis eben gar nicht klar... fraglich ob ich die bekommen würde.

Würde mich freuen hier auf Leute zu stoßen, die mir weiterhelfen können. Vielen Dank schon mal im Voraus!

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