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3 Antworten

Ach Untouchabel studierst Du denn überhaupt Wirtschaft? Oder was treibst Du so?


Eine Bilanz ist doch nur eine in regelmäßigen Abständen (der Einfachheit halber meistens im Kalenderjahresrythmus) zusammengefaßte Darstellung der Finanzbuchhaltung (FiBu).


Hast Du in der FiBuchhaltung schon einmal Sicherheiten gebucht? Sicher nicht, aber vielleicht hast Du in einer Nebenbuchhaltung, einer sogenannten statistischen Buchhaltung, eine Bürgschaftsbuchhaltung gesehen oder gar erstellt? Die findest Du zB häufig in Bauunternehmen (immer aber bei Banken - aber Vorsicht: eine Bankbilanz ist etwas ganz anderes im Aufbau als die Bilanz eines regulären, also Nichtbankenunternehmens), da die sehr viel mit erhaltenen und zu leistenden Bürgschaften zu tun haben. Aber Du wirst Sicherheiten nie in der normalen Finanzbuchhaltung entdecken. Also hast Du Deine Antwort. Denn aus einer Bilanz erkennst Du nie irgendwelche gestellten oder erhaltenen Sicherheiten. Ist ein Unternehmen sehr viele Sicherheitsrisiken eingegangen, dann schreibt man unter die Bilanz die Höhe der Eventualverbindlichkeiten.


Aber meine Frage an Dich: was meinst Du wozu es einen Anhang und einen Lagebericht zum Jahresabschluß (also nicht nur der Bilanz!!! und was ist ein Jahresabschluß??) - inzwischen zwingend - gibt?

Weil die Bewertungsvorschriften nach Steuer- und Handelsrecht auf Verkehrswerte keine Rücksicht nehmen.

Gebäude-AK abzügl. AfA = buchmäßiger RW

Dahinter kann sich eine geerbte Jugendstil-Villa verbergen (Stichwort: Fortgeführte AK/HK) mit RW = 1 Euro

Oder eine Teilwertabschreibung konnte zwar nicht gemacht werden, würde aber das Wirtschaftsgut verkauft, dann wäre es nur einen Bruchteil wert.

In ganz seltenen Leasingfällen ist eine Maschine beim Leasingnehmer zu aktivieren, könnte also nicht veräußert werden, weil zivilrechtlich nie im Eigentum des Inhabers.

Dann aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn durch Pfandverwertung der Unternehmenszweck nicht mehr erfüllt werden kann, dann wäre die Bude dicht. Das kann aus der Sicht von Kreditgeber oder -Nehmer extrem ungewollt sein.

Ganz konkrete Beispiele, die Realität bringt allein in diesen Bereichen noch unendlich viele Möglichkeiten.

U.a., weil sie schon zur Sicherheit übereignet worden sind. Dabei bleibt der Schuldner ja Besitzer.

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