Bundesweiten Einsatz als Zeitarbeiter ablehnen?

5 Antworten

Der bundesweite Einsatz ist in vielen Arbeitsverträgen festgeschrieben - das gilt zumeist für die Großfilialisten, die eben bundesweit aufgestellt sind. Regionale Unternehmen (z. B. nur in Hamburg tätig) hätten von einer solchen Formulierung keinen Nutzen.

In der Theorie bedeutet "bundesweiter Einsatz", dass bei Zustandekommen des Vertrages tatsächlich deutschlandweit gearbeitet werden muss.

Kommen wir nun zur Praxis: Auch in Zeitarbeitsunternehmen arbeiten Menschen, die wissen (sollten), was sie anderen zumuten können und was nicht. Hilfskräfte, die ein äußerst geringes Gehalt haben und keinen PKW, wird man normalerweise nicht bundesweit einsetzen. In der Praxis werden Fahrstrecken per ÖPNV von maximal 1 Stunde als vertretbar angesehen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Anders sieht es jedoch z. B. bei Höher- und Hochqualifizierten aus. Ein durchaus hervorragend entlohnter Ingenieur sollte mit einem bundesweiten Einsatz rechnen.

Das ist wie in anderen Branchen der Wirtschaft: je höher der Aufgaben- und Verantwortungsbereich und damit das Gehalt ist, desto mehr Flexibilität erwartet der Arbeitgeber von seinem Mitarbeiter.

Es ist in der Tat unglücklich, dass in den meisten Arbeitsverträgen nicht unterschieden wird, sondern diese Klausel allgemein gültig ist.

ZeitarbeitCheck

Arbeitet man schon bei der Zeitarbeitsfirma und soll dann auf Montage, kann man das ablehnen, es sei denn, Montagetätigkeiten sind gleich im Arbeitsvertrag vereinbart. Hat man sich bei dem Zeitarbeitsunternehmen erst vorgestellt und ist dort noch nicht beschäftigt, kann man dies ablehnen. Dabei wird der Begriff "Montage" sehr unterschiedlich ausgelegt. Montage im eigentlichen Sinne heisst ja, arbeiten und übernachten auswärts ohne tägliche Heimfahrt. Das muss man echt nicht annehmen. Wenn man schon bei dem Zeitarbeitsunternehmen arbeitet, deutet dieses Angebot darauf hin, dass das Zeitarbeitsunternehmen augenblicklich in der Nähe keinen Einsatz anbieten kann. Da es den Mitarbeiter aber halten will, bietet es ihm Montagetätigkeit an. Dies ist meist vorübergehend. Ich würde es dann annehmen. Ist noch keine Einstellung erfolgt, hat man sich auf eine bestimmte Stellenbeschreibung beworben. Ein Stellenvorschlag vom Arbeitsamt könnte es nicht sein, da im Bewerberprofil bei der Arbeitsagentur gleich hinterlegt ist, ob man montagebereit ist oder nicht. Für eine Nahmontage mit täglicher Heimfahrt liegt die Zumutbarkeitsgrenze bei ca. 70 km. Man sollte auch daran denken, dass es auf das Jahresende zugeht und die ZA-Firmen viele Mitarbeiter, die firmenbedingt ab Weihnachten abgemeldet werden, zum 23.12. entlassen.

Sie können es ablehnen, bundesweit eingesetzt zu werden, es ist allerdings möglich dass die Firma Sie dann nicht einstellt. Wenn die bundesweite Einsetzbarkeit im Arbeitsvertrag steht, und Sie unterschreiben diesen, dann haben Sie Pech gehabt. Es bleibt Ihnen dann nur übrig sich eine andere Arbeit zu suchen und diese Firma zu verlassen. Peter Kleinsorge

zwischen einer zeitarbeitsfirma und einem auftragnehmer wird ein zivilrechtlicher vertrag geschlossen, in dem beide parteien ihre wünsche äussern koennen. niemand ist verpflichtet ein angebot anzunehmen, das er nicht mag.
darum prüfe wer sich ewig binde, ob er nicht was besseres finde...

Kommt drauf an, was arbeits- oder tarifvertraglich dazu vereinbart ist.

Urlaubsanspruch Zeitarbeitsfirma

Hallo,

ich bin seit über 2 Jahren bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt. Ich habe einen unbefristeten Vertrag. In diesen 2 Jahren habe ich nur einmal, nämlich an Weihnachten/Sylvester 2012/2013 14 Tage am Stück Urlaub bekommen, dass auch nur, weil im Einsatzbetrieb Betriebsruhe war. Jedoch musste ich auch hier 1 Tag unbezahlten Urlaub nehmen, da mein Urlaub für 2013 nicht für die 3 Tage Urlaub, die ich benötigte, ausreichten. Resturlaub hatte ich keinen mehr (siehe Problematik unten).

Meine Disponentin beharrt stets darauf, dass ich pro Monat nur über 2 Tage Urlaub verfügen kann. Das heißt, im Januar 2 Tage , Februar 2 Tage etc. Länger Urlaub darf ich nur nehmen, wenn ich entsprechend die Tage angesammelt habe. Dies kommt jedoch kaum zustande, da ich JEDESMAL, wenn ich im "Nichteinsatz" war, genötigt wurde, Urlaub zu nehmen, soviel momentan zur Verfügung war, da ich ja kaum Stunden im Zeitkonto hätte (ca. 20 Stunden). Soweit ich weiß, ist das nicht rechtens, dass ich Urlaub nehmen muss für Nicht-Einsatz-Zeiten, denn ich würde ja meine Arbeitskraft zur Verfügung stellen?

Weiterhin ist es doch, wenn ich richtig informiert bin, so, dass mir ein Anspruch auf 14 Tage UNUNTERBROCHENEN Erholungsurlaub pro Jahr zusteht? Wie kann ich meine Ansprüche gegenüber der ZAF durchsetzen? Ich arbeite nun 2 Jahre dort und bin ausgebrannt und erledigt, körperlich schon stark angegriffen, werde immer wieder krank (auch längerfristig...).

Vielen Dank für Eure Hilfe!

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