Bürgschaft von der bank?

5 Antworten

Es ist grundsätzlich schon möglich, eine Bürgschaft von einer Bank zu bekommen. Aber das liegt im Ermessen deiner Hausbank. Es gibt keine allgemeine Empfehlung, wo du hin gehen kannst. Du musst einfach mal bei den Banken bei dir vor Ort konkret nachfragen.

Wenn das keinen Erfolg bringt, wirst du die Wohnung nict bekommen. Denn wenn der Vermieter eine Bürgschaft zum Bedingung macht, dann gibt es keine andere Möglichkeit.

Übrigens ist es falsch, dass eine Kautionsbürgschaft von den Kautionskassen, die man im Internet findet, nur für die Beschädigungen am Mietende aufkommen. Die bezahlen natürlich auch bei Mietausfall, denn auch dafür ist die Kaution unter anderem vorgesehen. Aber die zahlen nur bis max. der gesetzlichen Kautionshöhe, also 3 Monatsmieten.

Wußtest du, dass dem Vermieter nicht zusteht, zusätzlich zur Bürgschaft noch eine Kaution in Form von Geld zusteht? Das wäre eine doppelte Absicherung und das ist nicht zulässig.

§551 Satz1 und Satz 4 BGB:

Satz 1 sinngemäß: Wenn eine Sicherheit zu stellen ist, darf diese nicht mehr als 3 Monatskaltmieten betragen

Satz 4 sinngemäß: Eine Vereinbarung zum Nachteil des Mieters ist ungültig.

Was bedeutet das:

Der Vermieter will bestimmt von Dir eine Kaution in Höhe von 2 oder 3 Monatsmieten. Darüber hinaus will er jemand, der unbegrenzt bürgt.

Angenommen, Du findest jemand, der sich als Bürge zur Verfügung stellt und Du hast zwei Monatsmieten Kaution zu zahlen: Der Bürge bürgt also höchstens für eine weitere Kaltmiete.

Hast Du 3 Monatsmieten an Kaution zu stellen, ist es für jeden privaten Bürgen völlig ungefährlich. Ist im Schadensfall oder bei Mietausfall die Kaution aufgezehrt, weil der offene Betrag die Kautionssumme übersteigt, kann der Bürge auf die Obergrenze verweisen, die sich aus dem Gesetz ergibt und kann nicht weiter in Anspruch genommen werden.

Somit könntest Du jede Privatperson aus Deinem Umfeld bitten, für Dich völlig gefahrlos zu bürgen. Solltest Du das doch noch machen, würde ich aber dringend empfehlen, Dich noch bei einem Rechtsanwalt rück zu versichern, dass meine Einschätzung auch wirklich so von den Gerichten geteilt wird, denn ich bin kein Rechtsanwalt und darf Dir somit auch keinen Rat geben, der Dir oder Deinem Bürgen Schaden zufügen würde. Es ist nur eine Einschätzung, die Du prüfen könntest.

Aber:

Der Vermieter wird das auch wissen. Er wird nirgendwo schriftlich von Dir einen Bürgen verlangen. Wenn Du aber einen Bürgen bringst, der freiwillig erklärt, ohne dass das ausdrücklich im Mietvertrag steht, auch für alle über die Kaution hinaus gehenden Beträge zu bürgen, dürfte das mit der o. g. Begrenzung auch wegfallen.

Es ist Deine erste eigene Wohnung. Darf ich annehmen, dass Du zu Hause Eltern hast, die vielleicht sogar froh sind, wenn Du ausziehst? Dann frag doch Vater oder Mutter, ob sie nicht als Mieter in den Mietvertrag mit rein gehen würden.

Sofern eine gute Bonität vorhanden ist, wäre das die beste Absicherung für den Vermieter, denn ihr würdet beide mit dem gesamten Privatvermögen für alles haften, was ihr aus dem Mietverhältnis raus, dem Vermieter gegenüber an Schulden aufbaut. Eine bessere Absicherung für den Vermieter gibt es gar nicht und Deine Aussichten, tatsächlich eine Wohnung zu bekommen steigen deutlich an.

Wenn aber Deine Eltern nicht wollen oder wenn sie kein eigenes Einkommen haben, sondern z. B. von Hartz4 leben, kannst Du das auch vergessen.

Verständlicher: Der VM darf Mietvertragsschluss von einer freiwilligen Bürgschaft zusätzlich zu der weiter zu erbringenden Mietsicherheitsleistung von bis zu 3 Monatsmieten abhängig machen; § 551 BGB geht hier ins Leere.

Genau das ist hier der Fall und üblich, wenn der M keine ausreichenden Einkünfte oder Mietschuldenfreiheitsbescheinigungen aus Vormietverhältnissen beibringen kann.


@imager761

Mit einer Einschränkung: Wenn das in den Mietvertrag aufgenommen wird, dass der Mieter zusätzlich zur Kaution eine Bürgschaft zu stellen hat, geht das ins Leere. Hier greift der Satz, wonach der Mieter nicht benachteiligt werden darf.

Wenn es aber einen Dritten gibt, der dem Vermieter eine Bürgschaftserklärung übergibt, ohne dass dies irgendwo ausdrücklich verlangt wird, kann man diesen natürlich nicht daran hindern, seinem Freund oder Familienangehörigen auf diese Weise zu helfen. Da hat Imager dann wirklich recht und so hatte ich das auch gemeint.

Es geht um meine erste eigene Wohnung.

Glückwunsch!

Der Vermieter möchte dass Ich einen Bürgen vorweisen kann.

Ja, das ist bei privaten Vermietungen üblich; insbesondere dann, wenn der Mieter selbst noch nicht sehr lange in einem festen Angestelltenverhältnis steht.

Da ich keinen privaten Bürgen habe wollte ich dies bei der Bank machen.

Keine Chance. Eine Bankbürgschaft gibt es zwar, jedoch in keinem Fall für private Zwecke, sondern de facto ausschießlich für Ansprüche Dritter gegen gewerbliche Kunden zum Zweck der Absicherung. Das fängt aber erst bei Beträgen ab € 50000.-- aufwärts an, denn darunter lohnt sich das nicht.

Und wenn nicht wer macht es dann ?

Probiere es mal damit:

https://www.mietbuergschaft24.de/vergleich/

Wie gesagt ein privater Bürge ist keine Option

Wenn der VM keine Kautionsbürgschaft akzeptieren will, wird es dann mit der Wohnung wohl nichts.

Ich kenne eine Bankbürgschaft so:

Der Betrag, für den die Bank bürgen soll wird auf ein separates Konto einbezahlt und dort verwahrt. Für dieses Konto übernimmt die Bank dann auch die Bürgschaft, womit sie sich ja leicht tut, da du keinen Zugriff darauf hast und die Bank damit kein Risiko trägt.

Ob das für Mieten auch geht, ist mir unklar. Es müsste halt ein fixer Betrag sein, keine fortlaufende Miete. Im Zweifel mal bei der Bank fragen.

Banken stellen Mietkautionsbürgschaften für Mieter sonst in diesem Zusammenhang nichts Weitergehendes!

Ohne eine Bürgen mit nachhaltigem Einkommen dürfte das bei dem scheinbar vernunftbegabten Vermieter wohl nichts werden.

Ob eine Bank Ihnen eine Kautionsbürgschft stellen würde scheint eher fraglch!

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