Buchungssatz zu Privatentnahme?

5 Antworten

Privatentnahme            100,00

Telefvongebühren          400,00

Vorsteuer                         95,00

                     an Bank                   595,00


Begründung:

595 => werden von der Bank abgebucht, entsprechen 119 % und Bank

Vorsteuer sind 19 % und Privatentnahem + Telefongebüren zusammmen 100%

Also 595 * 19 / 119 = Vorsteuer

595 * 100 / 119 = Privatentnahme  + Telefongebühren (500)

500- 100 (wg. Telefongebühre) = Privatennahme

Achtung - Das ist 'keine reine Privatentnahme' - Das ist Eigenverbrauch. Da hat das UStG eine klare Meinung. Also keine Korrektur der Vorsteuer, sondern ein eigener umsatzsteuerlicher Vorgang.

Unter 'keine reine Privatentnahme' will ich Dir zu verstehen geben, dass mehr dahinter steht als nur Privatentnahme an Kasse/Bank.

Die erste Buchung lautet daher im Zeitpunkt des Bankeinzugs:

500 € Telefon

95 € Vorsteuer

an 595 € Bank

Dann kommt die Leistungsentnahme:

119€ Privatentnahme

an 100 € Eigenverbrauch

an 19 € Umsatzsteuer

[hoffe die Zeilenumbrüche bleiben verständlich]

Nach dem Grundsatz - Jede Buchung ein Beleg kann man sich dafür auch merken, dass der Beleg - also die Telefonrechnung so zu buchen ist. Also auch mit den Beträgen. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, dass bereits bei 10 Buchungen auf Konten die Fehlersuche schon doof werden kann. Also wo ist jetzt welcher Betrag und wo kommt er her? Wer dann noch die Beträge saldiert, was sowieso verboten ist, der hat in der Realität keine Chance mehr.

Außerdem soll die Buchführung ein möglichst genaues Bild über das Unternehmen spiegeln. Die Kosten sind nachgewiesen. Es ist so auch gar nicht erkennbar ob die sich verändern würden, wenn der Eigenverbrauch wegfallen würde. Daher bleiben die Kosten in nachgewiesener Höhe erhalten.

Und umgekehrt - die private Leistungsentnahme, die ist ja eine Schätzung. Vielleicht haben sich da Steuerpflichtiger und Finanzamt bereits über die Ermittlung geeinigt oder auch nicht. Aber die Zahl hat einen anderen Rechtsgrund. Telefonkosten entstehen wegen eines Nutzungsvertrages zwischen Unternehmen und einem Telefonanbieter. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite ist die Leistungsentnahme oder die eingeräumte Möglichkeit dazu, ein neu zu beurteilender Geschäftsvorfall.

Und damit verbunden noch eine Bitte an alle: Es gibt keine Geschäftsfälle im Bereich Rechnungswesen. Die Dinger heißen GeschäftsVORFÄLLE.

Der Buchungssatz ist soweit korrekt. Einen Vorsteuerabzug gibt es nur bei dem betrieblichen Anteil an Telefonkosten, in diesem Fall also :

Privat 100, Telefongeb. 415,97 VSt 79,03 an Bank 595,-

Vermutlich ist gemeint, dass von den reinen Telefon:gebühren 100 privat sind. Dann: Telefon 400 und Privat 119 und Vorsteuer 76 an Bank 595

495 ist betrieblich. Daher 416 € auf Telefon. 79 € auf Vorsteuer. 100 auf Privatentnahme.

Was möchtest Du wissen?