Buchhaltung: Betriebsausgaben aus privatem Portemonnaie und Privatkonto

4 Antworten

Wenn ich deine Fragen lese, kann ich dir nur den Tipp geben, lass deine Buchführung von einem Fachmann, also Steuerberater erledigen und konzentriere dich auf dein Kerngeschäft, das spart dir Zeit und somit Geld. Außerdem bist du so aus der Haftung, da ein Steuerberater für seine Beratungstätigkeit einer so genannte Vermögensschadenhaftpflichtversicherung hat, welche in einem Schadensfall eintritt und den Schaden begleicht. Außerdem haben die Leute einfach länger studiert, Praxis und Erfahrungen gesammelt, so dass der etwas höheren Geldbetrag auch gerechtfertigt ist, den sie berechnen. Du musst dich aber in keinerlei steuerliche Angelegenheiten einarbeiten, und kannst dein Hauptgeschäft erledigen.

Fragen zum Thema Steuern, Recht und Buchführungs, auch Betriebsausgaben kannst du unserem Steuerberater unter http://www.betriebsausgabe.de/forum/

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Es kommt nicht darauf an, wie eine Betriebsausgabe finanziert wird. Es kommt auf das Wirtschaftsgut oder die Dienstleistung für die Klassifizierung an. Dann wird geguckt, von wo das Geld kam. Aus dem betrieblichen oder dem privaten Bereich.

Natürlich macht ein Kassenbuch Sinn. Weil Du nämlich so mehr Informationen über deine betriebliche Liquidität erhälst. Wenn du immer wieder betriebliche Vorgänge mit betrieblichem Geld bezahlst, dann bekommst du später die Information, wenn es negativ um Deine Liquidität steht. Die hat auch mit Deiner Ertragslage nur bedingt was zu tun, da es sich ja da auch um Abschreibungen, Eigenverbrauch u.ä. handelt. Ein fiktives Kassenbuch macht also auch keinen Sinn.

Buchhaltung macht man nicht nur, um seinen gesetzlichen Vorschriften zu folgen. Buchhaltung ist ein ganz wichtiges Ding um unternehmerische handeln zu können. Sie ist zum Beispiel auch Grundlage oder Ausgangspunkt für Planungen. Wieviel Geld brauche ich in der nächsten Zeit? Welche Ausgaben kommen noch? Was hab ich schon bezahlt für ein Projekt und was muss ich noch bezahlen. Wann sind in welcher Größenordnung Einnahmen? Bitte um Entschuldigung für die ganz einfache Darstellung - Im Prinzip ist es auch nicht schwerer.

Bilanz oder E/Ü muss jeder für sich entscheiden. Sicher kann man aus der Bilanz mehr Informationen entnehmen, kann bestimmte Ausgaben - die kommen werden - schon geltend machen. Dafür sind u.U. auch schon Einnahmen zu berücksichtigen, die den E/Ü-Rechner noch gar nicht interessieren. Soviel nur als nicht abschließende Hinweise zur Wahl der Gewinnermittlungsart.

Vielen Dank für die ausführliche Anwort. Eine Entschuldigung Ihrerseits war auch absolut nicht notwendig. Ich begutheiße es jederzeit, wenn andere versuchen zu helfen.

Die Wahl der Gewinnermittlungsart hab ich schon getroffen. Bislang habe ich mehr oder weniger nur mit wenigen Konten gearbeitet (also die, die für das FA notwendig waren).

Die einzige Unsicherheit, die ich hatte war genau diese: Wenn ich eine Betriebsausgabe, welche ich aus dem Geschäftskonto bezahlt habe, buche ich ganz normal auf das Aufwandskonto im Soll und die Bank im Haben. Wenn ich aber nun diese Betriebsausgabe über ein privates Konto bezahlt habe, stellt sich für mich die Frage welche Buchungsvorgänge ich vornehmen soll.

Anderen Helfern konnte ich entnehmen, dass ich eine Privateinlage buchen soll. Wenn ich das richtig verstehe müssten die Buchungen dann wie folgt aussehen.

Nehmen wir an mein privates und mein geschäftliches Konto steht für dieses Beispiel auf 1000 EUR. Ich bezahle 500 EUR von meinem privaten Konto. Bislang ist also kein Zahlungsverkehr auf dem Geschäftskonto zu erkennen. Nun trage ich zwei Buchungen ein, ist das korrekt? Eine Buchung für die Betriebsausgabe zwischen Geschäftskonto (Haben) und einem Aufwandskonto (Soll). Nun ist das Aufwandskonto beispielsweise 500 EUR im Soll und das Geschäftskonto (also die Bank) bei nur noch 500 EUR (vorher ja 1000). Dann würde ich eine zweite Buchung vornehmen, die das Geld dann wieder ins Geschäftskonto bringt. Von "Privateinlage" (Haben) 500 EUR nach Geschäftskonto (Soll).

Mach ich das richtig oder buche ich jetzt etwas zuviel oder gar falsch? Vielen lieben Dank im Voraus.

Einen schönen vierten Advent!

@sebastianrs

Die Antwort darauf steht oben im ersten Absatz. Handelt es sich um eine Betriebsausgabe? Dann Aufwandskonto und Vorsteuer beide im Soll und im Haben dann die Mittelherkunft buchen, z.B. Privateinlage oder Finanzkonto [in Deinem Fall Finanzkonto = Bank]

mit dem Geldbeutel kansnt Du beim Finanzamt nicht anfangen, es sei denn, Du kannst für jede Ausgabe eine richte Rechnung/Quittung vorweisen. Siehe auch http://www.kostenlos.com/kostenloses_privatkonto.html

Bei Fehlbuchung von Betriebsausgaben vom Privatkonto einfach regulär in die Ausgaben fürs Geschäft buchen und einen Vermerk dazu "irrtümlich vom falschen Konto, genaue Angabe...abgebucht"

Zu Deiner ersten Frage Du hast eine Betriebsausgabe von Deinem Privatkonto getätigt, überweise den Betrag vom Geschäftskonto auf Dein Privatkonto. In diesem Fall buchst Du auf Betriebsausgaben im Soll gegen Bank Gesch.Kto. im Haben, und fügst den Beleg bei, da unterschiedliche Daten darauf sind bitte einen Vermerk auf dem Privatkonto machen. Es ist sinnvoll ein Kassenbuch zu führen aber bitte nicht aus dem privaten Portemonnaie. trenne hier sauber. Mach eine Privateinlage in die Kasse. Also Kasse Soll an Privateinlage Haben. Dann kannst Du den Beleg in der Kasse führen. LG

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