BU-Rente während Zahlung von Übergangsgeld von der DRV?

2 Antworten

Wenn diese Umschulung aus gesundheitlichen Gründen erfolgt wäre es möglich. Allerdings hat die private BU-versicherung andere Kriterien zur Leistung. Du müsstest schon einen Antrag stellen. Wenn sich eine BU von mindestens 50 % ergibt, hättest du während dieser Umschulung Leistungsanspruch.

Hallo tinichen63,

Sie schreiben:

ich werde demnächst eine 12monatige Weiterbildung beginnen und erhalte in dieser Zeit Übergangsgeld von der DRV. Leistet während dieser Zeit die Berufsunfähigkeitsversicherung und erhalte ich die BU-Rente?<

Für eine zuverlässige Beantwortung Ihrer Frage reichen Ihre eingestellten Angaben auf keinen Fall aus, denn jeder Einzelfall ist anders!

Zunächst ist klarzustellen, daß es seit dem 31.12.2000 seitens der deutschen Rentenversicherung keine Berufsunfähigkeitsrente mehr gibt!

Ausnahme:

Altfälle vor dem 31.12.2000 bleiben davon unberührt.

Ab dem 1.1.2001 gibt es als Ersatz die teilweise und die volle Erwerbsminderungsrente!

Der richtige Anprechpartner in Ihrem speziellen Fall ist in jedem Fall Ihre zuständige Rentenversicherung, denn nur dort liegen alle Fakten zu Ihrem Fall vor!

Am Besten vereinbaren Sie mit Ihrer zuständigen Rentenstelle einen Gesprächstermin oder Sie rufen dort an.

Da Ihre Akte dort unter Ihrer Versicherungsnummer geführt wird kann man Ihnen bestimmt bereits telefonisch hilfreiche Antwort erteilen!

Alternativ richten Sie eine formlose, schriftliche Anfrage an Ihre zuständige Rentenversicherung, (Immer die Versicherungsnummer angeben) falls die nächtsgelegene Rentenstelle weit von Ihrem Wohnort entfernt ist.

Weitere Infos zu diesem sehr komplexen und divisilen Thema können Sie auch der Broschüre der deutschen Rentenversicherung unter dem folgenden Link entnehmen:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB9_52R5.1

In dieser Broschüre finden Sie unter anderem mehrere Fallbeispiele, welche die Komplexität Ihres Anliegens aufzeigen.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Danke für die Antwort. Aber ich glaube, ich hab mich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte meine private Berufsunfähigkeitsversicherung! Noch zur Info, ich bin nicht krank geschrieben, gehe also aus voller Berufsfähigkeit in die berufliche Reha!

Martina

@tinichen63

Hallo tinichen63,

Sie schreiben nun:

Danke für die Antwort. Aber ich glaube, ich hab mich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte meine private Berufsunfähigkeitsversicherung! Noch zur Info, ich bin nicht krank geschrieben, gehe also aus voller Berufsfähigkeit in die berufliche Reha! <

In der Tat trägt Ihre erste Frage etwas zur Verwirrung bei und auch Ihre jetzige Formulierung beinhaltet einen gravierenden Widerspruch in sich!!

Aber kein Problem, denn die Materie ist ja auch wirklich komplex!

Sie erhalten also keine Rentenleistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern Sie hatten vorgesorgt und in eine private Berufsunfähigkeitszusatzversicherung einbezahlt!

Wenn dem so ist, erhalten Sie derzeit noch immer eine private Berufsunfähigkeitsrente von Ihrer privaten Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, obwohl Sie laut eigener Aussage voll berufsfähig sind!??

Ihre Aussage lautet:

Noch zur Info, ich bin nicht krank geschrieben, gehe also aus voller Berufsfähigkeit in die berufliche Reha!<

Dies liest sich aber so, daß Sie eine private Berufsunfähigkeitsrente beziehen obwohl Sie voll "Berufsfähig" sind!

Hier begeben Sie sich aufs Glatteis:

Bitte nehmen Sie sich Ihre Unterlagen und Bewilligungsbescheide betreffs der privaten Berufsunfähigkeitsrente zur Hand und lesen Sie die Passagen genau durch!

In der Regel sind Sie als Leistungsempfänger ausdrücklich dazu verpflichtet, Änderungen in all Ihren gesundheitlichen Belangen sofort Ihrer Versicherung anzuzeigen!

Unterlassen Sie diese Meldung an Ihre BUZ-Versicherung, so setzen Sie sich der Gefahr aus, daß Sie zu Unrecht Leistungen von Ihrer Versicherung beziehen.

Dadurch laufen Sie ggf. große Gefahr, daß Sie Ihren Versicherungsschutz wegen mangelnder Mitwirkung aufs Spiel setzen!

Dies ist die eine Seite der Medaille!

Unabhängig davon ist noch immer die grundsätzliche Frage offen, in wieweit der Bezug der privaten Berufsunfähigkeitsrente Auswirkungen auf Ihr Übergangsgeld hat.

Hier habe ich weiter recherchiert und bin bei der Broschüre des VDR (Verband Deutscher Rentenversicherungsträger) gelandet.

Siehe unter dem folgenden Link:

http://www.deutsche-sozialversicherung.de/de/rentenversicherung/dokumente/Rehabilitation_Rente.pdf

Die Entwickler dieser Broschüre schreiben unter Punkt 5.2.3

Anrechnung von Einkommen auf das Übergangsgeld

Erhält der Versicherte während des Bezuges von Übergangsgeld Arbeitsentgelt, so ist das Übergangsgeld um das um die gesetzlichen Abzüge verminderte Arbeitsentgelt zu kürzen.

Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt sowie Leistungen des Arbeitgebers zum Übergangsgeld, soweit sie zusammen mit dem Übergangsgeld das vor der Arbeitsunfähigkeit oder med./sonstigen Leistung erzielte, um die gesetzlichen Abzüge verminderte Arbeitsentgelt nicht übersteigen, bleiben außer Ansatz.

Darüber hinaus sind auf das Übergangsgeld anzurechnen:

• ein um 20 Prozent vermindertes Arbeitseinkommen eines Selbständigen,

• Geldleistungen, die eine öffentlich-rechtliche Stelle im Zusammenhang mit einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation erbringt,

• Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sowie Verletztenrenten (teilweise), wenn dem Übergangsgeld ein vor Beginn der Rentengewährung erzieltes
Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zugrunde liegt oder zur Vermeidung einer unbilligen Doppelleistung,

• unter bestimmten Voraussetzungen Rente bzw. Teilrente wegen Alters sowie Verletztengeld.

Der Bezug einer privaten Berufsunfähigkeitsrente wird hier mit keinem Wort berücksichtigt.

Damit Sie da keinen Fehler machen und sich nicht ins Unrecht setzen, sollten Sie wie bereits in der ersten Anwtort vermerkt, direkt bei Ihrer zuständigen Rentenstelle unter Angabe Ihrer VersNummer nachfragen.

Außerdem sollten Sie, falls noch nicht geschehen, einen kompetenten Rechtsbeistand konsultieren, damit Sie sich auf juristisch einwandfreiem Boden bewegen und sich nicht durch ein leichtfertiges Fehlverhalten strafbar machen.

Denn es gilt:

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe!!!!!

Kompetenten Rechtsbeistand finden Sie z.B. beim VDK!

Sie können als Laie unmöglich alle Fallen aufdecken, welche da überall lauern.

Schlußendlich geht es ja auch um Ihre soziale Existenz und da sollte man keine halben Sachen machen!

Beste Grüße, viel Erfolg bei all Ihren Bemühungen und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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