Bruder Müll abgekauft. Geld gefunden muss er es rechtlich gesehen zurückgeben.

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie sich das rechtlich verhält, kann ich dir nicht sagen. Mein Bauchgefühl sagt mir, verkauft ist verkauft. Die jungen Leute wollten ja ursprünglich die Sachen auf den Sperrmüll geben, womit sie zum Ausdruck brachten, daß sie kein Interesse an den Gegenständen haben. Wäre dein Bruder nicht aus Käufer des Mülls aufgetreten, wäre das Geld ohnehin unwiderbringlich verloren für die jungen Leute. Man sollte halt nicht vorschnell den Besitz der Oma pauschal als Müll deklarieren. Sie hätten sich die Mühe machen können, die sich dein Bruder gemacht hat, dann hätten sie genauso viel verdienen können wie dein Bruder, nicht wahr? So sieht es für mich aus - wie gesagt, habe von der Rechtslage gar keine Ahnung. Wie dein Bruder allerdings die Sache sieht, bleibt wohl ihm überlassen. Er muß so handeln, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Das Gewissen ist bei jedem anders - ich könnte ihm hier gar nichts raten. Ich bin sehr gespannt, wie andere antworten werden, denn dieser Fall interessiert mich auch.

Das Geschäft ist perfekt. Das gibt es nichts zu bemängeln. Nichts muß zurückgegeben werden. Es gibt höchstens eine moralische Seite. Aber der verstorbenen Frau ist es egal.

Das Geschäft ist perfekt

Nix ist perfekt!

Wenn der Bruder des Fragestellers des Geld behält, begeht er eine Straftat.

@helmutgerke

Ist es eine Straftat, Müll aufzukaufen und ist es eine Straftat, diesen nach Wertgegenständen zu durchsuchen? Wennich etwas kaufe und den vereinbaraten Preis zahle, ist die Sache dann nicht mein Eigentum?

meiner ansicht nach, hat er die sachen gekauft und dann sind es seine. ich würd mich trotzdem bei einer rechtsberatug anonym erkundigen.

Das Geld muss er leider den Erben zurück geben, wenn diese von diesem Geldversteck nichts gewusst haben, es sich also um eine versteckte Fundsache handelt. Er macht sich sogar strafbar, wenn er es nicht tut. Dafür gibt es aber Finderlohn ( bis 500 Euro 5 %, von dem Mehrwert 3 % bei 14000 Euro also 430 Euro).

Was aber die Erlöse aus dem Verkauf der antiken Möbeln usw. angeht, diesen Gewinn kann er behalten - wenn der Verkäufer auch Erbe war und das Recht hatte, die Sachen weiter zu verkaufen (bei einer Erbengemeinschaft).

Wenn du jetzt unsicher bist, weil der eine so schreibt und der andere so: Geh einfach auf das Fundbüro oder zur Polizei, die sagen dir das dann schon. So gehst du auf jeden Fall auf Nummer sicher. Denn solange er das Geld zurück behält, kann ihm dies als "Pflichtverletzung" angelastet werden. Dann ist nicht nur der Finderlohn futsch ...

Mal langsam. Das Geld gehörte der verstorbenen Frau. Die kann es nicht zurück bekommen. Wenn die Erben gar keine Wertschätzung für deren Möbelstücke haben und sie unbesehen als Müll verkaufen, hätten sie nach meinem Rechtsempfinden auch keinen Anspruch auf das versteckte Geld. Normalerweise informiert man als alte kranke Frau die Enkel, wenn sie einem am Herzen liegen, über derartige Verstecke Wenn sie es nicht tat, hatte sie veilleicht sogar Gründe und wollte es für sich aufheben, falls sie es braucht, damit jemand ihr Dienstleistungen erbringt?. Wie ist es in den ähnlichen Fällen, wo z. B. ein scheinbar wertloses Gemälde billig verkauft oder gar verschenkt wird? Wenn sich dann heraus stellt, es handelt sich um einen echten Rembrandt, muß der Käufer dann vom Kauf zurücktreten oder den "Wertzuwachs" ausgleichen? Am besten forscht man hier intensiv auf Rechtsseiten im Internet, falls es so etwas gibt, sonst leider Anwalt fragen, aber der ist auch schon wieder teuer.

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