Bringt eine Rechtsschutzversicherung was, wenn man geblitzt wurde?

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Eine Rechtsschutzversicherung trägt, wenn überhaupt, lediglich die dir zur Abwehr des Ordnungswidrigkeitsverfahrens entstehenden notwendigen Kosten. Sie trägt aber natürlich nicht das Bußgeld.

Wenn man geblitzt wird, ist der Versuch, das nachfolgende OWi-Verfahren abzuwehren, in der Regel aussichtslos, sofern man nicht deutliche Hinweise hat, dass bei der Messung irgendetwas nicht gestimmt hat. Ohne solche deutlichen Hinweise wird die Rechtsschutzversicherung daher in solchen Fällen die Kostenübernahme ablehnen.

Meine Meinung: Eine Rechtsschutzversicherung ist eine Luxusversicherung. Sie ist (vielleicht) nice-to-have, aber sie gehört ganz sicher nicht zu denjenigen Versicherungen, die unbedingt erforderlich sind. Unbedingt erforderlich hingegen sind Versicherungen, die ein Risiko absichern, dessen Verwirklichung zum finanziellen Ruin führen kann. Die wichtigste dieser Versicherungen ist die private Haftpflichtversicherung.

Die Kosten eines verlorenen Rechtsstreites mögen zwar ärgerlich sein, aber wer durch diese Kosten ruiniert würde, der kann sich eine Rechtsschutzversicherung ohnehin nicht leisten.

Die RSV lehnt nach meinen Erfahrungen NIE die Deckungszusage bei Verkehrsowis ab. Ich habe auch noch nie von einem Kollegen gehört, dass er für ne OWi keine Deckungszusage gekriegt hätte. Wie denn auch? Die Erfolgsaussichten zu beurteilen, ist meine Sache, nicht die der RSV. Es geht ja nicht immer darum, den Tatvorwurf zu beseitigen (Stichwort: Fahrverbot vermeiden, Fahrverbot verschieben, Punktelöschung). Neben der Hafptlfichtversicherung ist die Rechtsschutzversicherung die wichtigste Versicherung überhaupt. Was machst du denn, wenn du einen größeren Schaden verursachst und dein Haftpflichtversicherer die Leistung verweigert? Ohne Rechtsschutz stehst du bei jedem pobligen Verkehrsunfall echt blöd da, wenn der Haftpflichtversicherer nicht zahlt und die Haftung dem Grunde nach able

Ja natürlich.

Man sollte dann aber auch schon Anhaltspunkte haben das die Messung fehlerhaft war. Wenn das so ist dann hat man mit einer RS-Versicherung die eigenen Kosten im Griff.

Die eigenen Kosten? Ich dachte ich zahle Monatlich meine Beträge damit ich beim Rechtsstreit dann eben nix zahlen muss, egal ob ich verliere oder nicht?

@janicezwei

Ich meine das im Hinblick auf einen Prozess.

Du zahlst Deine Jahresgebühr und hast dann mit RS-Vers. nur die Selbstbeteiligung zu zahlen. Das ist überschaubar.

Ohne Vers. ist es das nicht.

Die Rechtsschutzversicherung bringt auf jeden Fall was. Und sie zahlt auch auf jeden Fall. Mir hat in meiner Praxis noch NIE eine Rechtsschutzversicherung bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit die Deckung verweigert, weil es an den Erfolgsaussichten gefehlt hätte. Die Erfolgsaussichten zu beurteilen ist Sache des Anwalts, nicht Sache der Versicherung. Außerdem muss man ja nicht immer den Tatvorwurf beseitigen. Es kann ja auch darum gehen, das Fahrverbot abzuwenden oder das Verfahren zu ziehen, bis Punkte gelöscht sind u.v.m..

Musst nur schauen, ob du einen Selbstbehalt vereinbart hast (= Selbstbeteiligung).

Kuck mal hier: http://knoellchen.eu/german/index.php/rechtsschutzversicherung

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