Bringt ein 450 Job was, wenn Hartz IV bezieht?

5 Antworten

Wenn man min.15 Jahre alt ist stehen einem auf Erwerbseinkommen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zu, diese berechnen sich aus dem Brutto und werden dann theoretisch vom Nettoeinkommen in Abzug gebracht, ergeben dann im Regelfall das anrechenbare Erwerbseinkommen und das wird dann vom Bedarf in Abzug gebracht.

Die ersten 100 € vom Brutto wäre der Grundfreibetrag, ab 100 € - 1000 € Brutto kämen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu, bei 450 € Brutto würde sich ein Freibetrag von 170 € ergeben.

Diese 170 € blieben dir dann theoretisch zur freien Verfügung, wenn du wegen deinem Job keine Aufwendungen für z.B. Fahrkosten haben würdest, denn diese notwendigen berufsbedingten Aufwendungen müsstest du bis monatlich 70 € von deinen 170 € Freibetrag selber zahlen.

Dir könnten dann im schlimmsten Fall von deinen 170 € dann nur 100 € bleiben.

In deinen 100 € Grundfreibetrag sind 30 € Versicherungspauschale enthalten, diese können in Abzug gebracht werden und so kommt man dann auf diese 70 € die jeder zunächst für notwendige berufsbedingte Aufwendungen einsetzen muss.

Auf jeden Fall hat man dann min.100 € mehr, zumindest im Fall das man 450 € Brutto = Netto verdient und max.70 € an berufsbedingten Aufwendungen hat.

Wenn man mehr als diese 70 € zahlen müsste und die Aufwendungen notwendig und nachweisbar wären, kann man den Betrag über 70 € zusätzlich in Abzug bringen, so würde sich das anrechenbare Einkommen nochmals verringern.

Dieser zusätzliche Abzug geht aber nur dann, wenn das monatliche Bruttoeinkommen über 400 € liegt, diese Grenze gilt nicht für Azubis.

Neben den 160€ welche dir auf jeden Fall verbleiben verdienst du dir noch einen Teil der Einkünnfte selbst.

Millionen AN verdienen ihren kompletten Lebeensunterhalt nur durch Arbeitsleistung!

450 € Bruttoeinkommen = 170 € Freibetrag auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll nicht 160 €, immerhin ein Unterschied von 10 € und das ist viel, wenn man auf Leistungen angewiesen ist.

Es wird nur ein Teil angerechnet nicht alles

160 € darfst du davon behalten. Also bekommst du weniger an Leistung. Verrechnung

Also das kommt oben drauf?

@AniSunny805

Habe den Satz vervollständigt. Du gibst den Job an und bis auf 160 werden dir von der Leistung abgezogen. Lohn sich nicht wirklich. Habe das mal gemacht. Habe zum Glück wieder Arbeit. Jeden Monat muss du außerdem die Abrechnung vom 450 Job nachweisen

@AniSunny805

Also Regelsatz - plus 160 vom Minijob....einfacher gesagt

@Sven550

Nein

Regelbedarf für den Lebensunterhalt abzüglich anrechenbares Erwerbseinkommen = Zahlbetrag für Regelbedarf + dein Brutto = Netto Erwerbseinkommen + angemessene KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung = Warmmiete.

Bei angenommen einem Single der alleine wohnt und eine KDU - von 418 € hat, kämen derzeit noch min.432 € Regelbedarf für den Lebensunterhalt dazu, der Bedarf würde dann bei min.850 € pro Monat liegen.

Wenn man nun 450 € Brutto = Netto pro Monat verdient, dann bleiben auf das Bruttoeinkommen 170 € an Freibetrag, diese würden dann theoretisch von den 450 € Brutto = Netto abgezogen und ergeben im Regelfall dann das anrechenbare Erwerbseinkommen.

Diese 280 € würden dann von den 432 € Regelbedarf in Abzug gebracht, man würde dann vom Jobcenter nur noch 152 € für den Regelbedarf + 418 € für die KDU - bekommen.

152 € Aufstockung Regelbedarf + 418 € KDU + 450 € Brutto = Netto = 1020 € gesamt = 170 € mehr als ohne Einkommen.

450 € Brutto = 170 € und nicht 160 € an Freibetrag nach § 11 b SGB - ll.

Oma Ruth sagt, dass das nicht passiert, wenn man das Geld am Amt vorbeischummelt.

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