Brille von Freund mit Fremden KFZ überfahren? Welche Versicherung zuständig?

5 Antworten

Keiner! Die Privathaftpflicht ersetzt keine Schäden durch KFZ. Und die KFZ-Haftpflicht, welche hier normalerweise zahlen müsste (inklusive Hochstufung!!) ist hier Leistungsfrei, da der Versicherungsnehmer und Brillenbesitzer Ein-und-die-Selbe-Person sind.

Genauso ist es!

welche Versicherung für den entstanden Sachschaden aufkommen soll?

Keine. Wer seine eigene Brille auf den Boden legt, handelt grob fahrlässig. Somit trägt er selbst die Schuld an dem Schaden und kann niemand anderen dafür verantwortlich machen.

Zudem hast Du dem Brillenträger eine Gefälligkeit erwiesen, als Du seinen Reifen gewechselt hast. Gemäß § 823 BGB kann Dich Dein Freund in diesem Fall nicht haftbar machen und Deine Haftpflichtversicherung wird den Schaden nicht bezahlen. Sie wird Dich aber dahingehend schützen, daß sie Dich gegen einen unberechtigten Anspruch verteidigen wird. Somit erfüllt sie ihre Pflicht Dir gegenüber.

Seine eigene Haftpflicht hat nichts mit Schäden zu tun, die dem Versicherten selbst zustoßen, seine eigene KFZ-Haftpflicht im Übrigen ebenfalls nicht. Vielleicht hat er ja eine spezielle Brillenversicherung gegen alle Risiken abgeschlossen. Das wäre der richtige Ansprechpartner.

Doch, die KFZ-Haftpflicht ist hier normalerweise zuständig, weil der Schaden durch Gebrauch des KFZ entstand.

Da aber KFZ-Versicherungsnehmer und Geschädigter die gleiche Person ist, haftet sie nicht.

Außerdem hat der Geschädigte eine erhebliche Mitschuld an dem Schaden (wie Du schon richtig schreibst). Eine Brille hat nichts auf dem Boden zu suchen, und der Frager ist deshalb auch nicht haftbar. Er muß schließlich nicht damit rechnen, dass eine Brille auf dem Boden liegt.

Es zahlt also hier niemand.

Du kannst bei Deiner Haftpflicht anfragen. Dann gibt es 3 Möglichkeiten: - Sie zahlen den Schaden (evtl. nur teilweise wg. Fahrlässigkeit) - sie lehnen ab - sie verweisen an eine der anderen Versicherungen Einfach ausprobieren. Im schlimmsten Fall bleiben die Kosten halt bei Dir hängen.

Im schlimmsten Fall bleiben die Kosten halt bei Dir hängen.

Nein, das passiert nicht. Der Fragesteller hat aus Gefälligkeit einen Reifen gewechselt. Laut gängiger Rechtssprechung kann er für Schäden, die durch diesen Gefälligkeitsdienst entstanden sind, nicht haftbar gemacht werden.

Ich wage stark zu bezweifeln, dass da überhaupt irgendeine Versicherung für aufkommt. Das ist grob fahrlässiges Verhalten. Dafür stehen Versicherungen nicht ein. Da könnte ja jeder kommen und seine Brille auf den Boden legen, der Kumpel fährt sie platt und schwupps - zahlt die Versicherung eine neue. Neee, da wird nichts draus.

Keine der genannten. Das wird aus privater Tasche gezahlt. Je nachdem, wie ihr euch einigt...

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