Brief von Deutscher Inkasso-Dienst EOS?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dann soll man ein Schuldanerkenntniss unterschreiben, und eine Selbstauskunft abgeben.

Bloß nicht!

Das ist wie schwimmen gehen mit Betonklotz am Bein.

Bei einer Ratenzahlung würde nochmals eine Gebür (Abzahlungsvergleich) von 75,80 dazu kommen.

Auch eine Ratenzahlung ist unnütz.

Wie kann ich die hohen kosten vermeiden oder umgehen?

Zahle an den Gläubiger selbst - nicht an EOS - seine Hauptforderung von 100,15 € und die Zinsen hieraus. Gegenüber EOS widersprichst du u.a. wegen nicht vorgelegter Vollmacht nach § 174 BGB (schätze ich einfach mal, da ich noch KEIN Inkassobüro gesehen habe, dass diese im ersten Schreiben unaufgefordert beifügt).

Ich würde mich an den Verbraucherschutz wenden. Grade die Gebühren für's Inkassounternehmen sind zu hoch, das mit der Schuldanerkenntnis und der Selbstauskunft würde ich ganz lassen.

Meine Erfahrung ist eigentlich, dass EOS seriös und auch sehr kompetent ist was die Höhe der Raten angeht. Vielleicht hast du den Mitarbeiter an einem miesen Tag erwischt. Ich würds vielleicht nochmal versuchen. Wir konnten die Raten bei denen bisher immer drücken, bis runter auf 25€. Verhindern lassen sich solch hohe Kosten leider nur, wenn man immer alles gleich bezahlt.

Ratenzahlungen mit Inkassobüros sind eine saublöde Idee. In Summe übersteigen dann Ratenzahlungsgebühr und Inkassovergütung die Hauptforderung deutlich. Ich weiß nicht, ob der Fragesteller hier wirklich Geld verschenken möchte!

@franneck1989

Wenn das Inkassounternehmen aber erstmal eingeschaltet ist und man die Forderung nun mal nicht in einem Rutsch zahlen kann bleibt einem gar nichts anderes übrig.

@lucifersfeather

Doch. Man kann den Gläubiger um eine Ratenzahlung bitten, erstmal unangekündigt eine Teilzahlung leisten oder einfach anderweitig das Geld auftreiben, z.B. durch einen Dispo.

@franneck1989

Das ist mir neu. Soweit ich weiß will das Inkassounternehmen immer ihr Geld sehen, wenn sie erstmal eingeschaltet sind. Vielleicht ist das auch vom jeweiligen Gläubiger abhängig? Weil die müssten in dem Fall dann ja die Kosten für das Inkassounternehmen tragen. Kann mir nicht vorstellen, dass das jeder mitmacht.

@lucifersfeather

Soweit ich weiß will das Inkassounternehmen immer ihr Geld sehen, wenn sie erstmal eingeschaltet sind.

Das ist ja auch logisch, warum sollten sie freiwilig darauf verzichten

Weil die müssten in dem Fall dann ja die Kosten für das Inkassounternehmen tragen

Inkassos arbeiten auf Flatrate- oder Erfolgsbasis, da gibt es schlicht keine Rechnung, die der Gläubiger zu zahlen hätte

@franneck1989

Okay, das wusste noch nicht...

@franneck1989

Eine unangekündigte Teilzahlung würde ich gern machen, um meine Zahlungswilligkeit zu zeigen. Nur zählt das dan als einwilligung zur Ratenzahlung , und die Gebüren kommen wieder drauf? oder kann man das Problemlos machen? An den Gläubiger zahlen, und nicht an das Inkasso-Büro ist da wohl eher nicht ratsam. oder?

@Tim811402

Wie wäre es, wenn du einfach den fälligen Betrag überweist?

Du bist einen Vertrag eingegangen und schuldest daher dem Gläubiger auch die volle Summe. Wenn ich dein Gläubiger wäre, bekämst du von mir direkt einen Mahnbescheid und könntest dann zusehen, wie du binnen 14 Tagen das Geld auftreibst.

Wenn du etwas zu zahlen hast, dann zahle es an den Gläubiger. Er muss es ja annehmen.

@Tim811402

Nur zählt das dan als einwilligung zur Ratenzahlung

Nein. Schuldeingeständnisse müssen schriftlich erfolgen. So will es das BGB. Wenn du zudem im Verwendungszweck der Überweisung "Nur Hauptforderung" ergänzt, kann da in dieser Richtung nichts passieren.

An den Gläubiger zahlen, und nicht an das Inkasso-Büro ist da wohl eher nicht ratsam. oder?

Doch, das geht Problemlos. Erst, wenn vom Inkasso oder Gläubiger ausdrücklich bei dir angezeigt wurde, dass die Forderung ans Inkasso verkauft wurde, erst dann sind Überweisungen an den Gläubiger nicht mehr schuldbefreiend.

dass EOS seriös

EOS begeht seit vielen Jahren systematisch Betrug. Alleine schon wegen den konzerninternen Forderungen (zur Info: EOS ist eine Mahnabteilung der Otto Gruppe bzw. aus ihr entstanden). Hier von Seriosität zu sprechen ist ein riesiger Witz.

Das ist nicht auf die einzutreibenden Forderungen bezogen, sondern eher auf die aberwitzigen frei erfundenen Gebühren.

@mepeisen

Hab ja nur aus eigener Erfahrung gesprochen und das auch deutlich gemacht. Ich hatte mit denen nie Probleme und auch nie so hohe Gebühren bekommen.

@lucifersfeather

und auch nie so hohe Gebühren bekommen.

Da diese "hohen Gebühren" seit rund 6 bis 7 Jahren so von EOS und auch in jedem Fall erhoben werden, liegen deine Erfahrungen also schon recht lange zurück, richtig?

@mepeisen

Nein, vor ein paar Monaten zu Ende abgezahlt und jetzt komm mir nicht mit kann nicht sein, ich hab den Zettel hier hinter mir in nem Ordner (also die Rechnung) XD keine Ahnung, ob da dann bei mir was verpatzt wurde, wenn das anscheinend bei allen anderen nicht so läuft

@lucifersfeather

Ich sage nur, was die Regel ist. Wenn irgendeiner nicht nachvollziehbaren Wi9llkür folgend bei dir das Ganze etwas anders war, dann ist das so. Du bist dir wirklich sicher, dass sie dir nicht doch versteckt Gebühren für Ratenzahlung u.ä. untergeschoben haben? Wenn die Ursprungsforderung von Otto oder deren zahlreichen Tochterunternehmen kam, ist jeder Cent an Inkassogebühren sowieso bereits zu viel von dir bezahlt worden... Denn es ist durchaus verboten, bei konzerninternen Forderungen Inkassogebühren zu verlangen. Dieses Verbot ergibt sich aus dem RDG, da konzerninterne Beauftragung KEINE Rechtsdienstleistung darstellt.

@mepeisen

Okay, wenn das Konzertintern verboten ist, was ich allerdings nicht wusste, dann habe ich doch zu viel Gebühren bezahlt. Ich bezog mich nun nur darauf, dass ich die Gebühren (die genaue Höhe kann ich dir jetzt allerdings nicht sagen, habe auch um ehrlich zu sein keine Lust den Wisch rauszusuchen^^) an sich für ein Inkassounternehmen nicht unangemessen hoch fand. Da habe ich schon schlimmeres gesehen. Für die Ratenzahlung an sich habe ich aber tatsächlich nicht mehr bezahlt. Meine Erfahrung ist bei solchen Unternehmen, mit Dreistigkeit erreicht man so gut wie alles (wenn man schon Pech genug hat/doof genug ist, je nachdem, da rein zu rutschen). Frei nach dem Motto entweder ihr spielt nach meinen Bedingungen, oder ich heb die Finger (eidesstaatliche Versicherung) und ihr bekommt erstmal gar nichts.

Wie gehe ich am besten vor?

Hauptforderung direkt an den Gläubiger überweisen

Hilft nicht, Inkasso Unternehmen ist schon eingeschaltet. Die werden ihr Geld trotzdem sehen wollen.

@lucifersfeather

Ob die das sehen wollen, interessiert rechtlich niemanden.

Inkassogebühren sind von Verbrauchern schlicht nicht zu leisten und werden auch nicht explizit eingeklagt

@lucifersfeather

Was EOS will und was es bekommt, ist zweierlei. Das ist wie mit kleinen Kindern. Die kriegen auch nicht alles, was sie wollen.

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