Brief vom Gerichtsvollzieher/ Haftbefehl?

4 Antworten

Hier geht es um die Ruecknahme des Antrags auf Abgabe der Vermoegensauskunft. Ein Haftbefehl dient hier lediglich dem Zweck, die Abgabe der Vermoegensauskunft zu erzwingen, wenn der Schuldner diese nicht freiwillig abgibt. Gibt er die Vermoegensauskunft dann doch noch ab, erledigt sich damit auch der Haftbefehl.

Er sollte in engem Kontakt zum Gerichtsvollzieher bleiben - lieber einmal mehr anrufen, ob alles in Ordnung ist. Die Absage des Termins hat er bestimmt nicht schriftlich .... aber wenn er jetzt immer (!) punktlich (!) zahlt, wird sicher nichts passieren.

Dein Freund hat hier wohl einiges falsch wiedergegeben oder einfach dem Gerichtsvollzieher nicht richtig zugehört und nur das gehört, was er hören wollte.

Sofern es überhaupt einen "Freund" gibt und die Sache nicht dich selbst betrifft (was bei solchen Fragestellungen in der Regel der Fall ist), dann sollte er sich mal fragen, weshalb es überhaupt so weit gekommen ist.

Man sollte eben seine Rechnungen und Schulden bezahlen und nicht ständig auf Pump leben.

Gerichtsvollzieher anschreiben und kurz formlos widersprechen. Begründung in etwa: "Durch die vom Gläubiger bestätigte Ratenvereinbarung, die man auch einhält, ist die Grundlage für die Vermögensauskunft erloschen und deswegen muss die weder abgegeben werden noch darf sie per Haftbefehl erzwungen werden."

Und kurz um Bestätigung bitten, dass sich der Vorgang erledigt hat.

Sollte der Gerichtsvollzieher stur stellen, muss man beim Gericht eine sogenannte "Vollstreckungserinnerung" einlegen. Das ist so etwas wie eine Beschwerde.

P.S.: Stur weiter die Raten zahlen, so wie vereinbart.

Was möchtest Du wissen?