Brief nachweisbar versenden?

5 Antworten

Wenn du 100% Sicherheit ob der Zustellung und des Inhalts haben willst, musst du den Brief durch den zuständigen Gerichtsvollzieher förmlich zustellen lassen. Kostet etwa 25,- €.

Ansonsten eignet sich ein Einwurfeinschreiben, welches vorab per Fax (Erste Seite und OK Vermerk müssen auf dem Faxbericht sein) oder per Email gesendet wird (Absender ins CC und Empfangsbestätigung anfordern).

Meine Frage ist jetzt also reicht das Einschreiben Einwurf aus, dass ich vor Gericht nachweisen kann, dass die Mahnung zugestellt wurde?

Diese Frage stellt sich nur dann, wenn bei einer späteren Zahlungsklage die Gegenseite plötzlich behauptet nicht ordnungsgemäß in Verzug gesetzt worden zu sein.

In dem Fall kannst Du mit dem Einschreiben-Einwurf den Zugang eines Briefes in dem Machtbereich des Empfängers nachweisen. Was den Inhalt betrifft erfüllen Einschreiben allerdings nur den Anschein.

Letztlich kommt es drauf an, wie sich die Gegenseite verhält und wie der Richter dies beurteilt im Gesamtzusammenhang. Normalerweise reicht die Zustellung über das Einschreiben-Einwurf aus.

Absolute Sicherheit erreichst Du nur bei Zustellung über die Gerichtsvollzieher-Verteilstelle am Amtsgericht des Schuldners durch einfache oder persönliche Zustellung.

Du solltest Dir in dem Fall das Ergebnis der Online-Sendungsverfolgung ausdrucken, da die Deutsche Post dieses nur begrenzt zur Verfügung stellt.

Hallo, ich möchte einen Brief (Mahnung) rechtssicher versenden so dass ich nachweisen kann, dass er zugestellt wurde.

Der Nachweis der Zustellung gelingt schon mit einem Einwurf-Einschreiben.

Einen Nachweis über den genauen Inhalt hast du damit natürlich nicht.

Die zustellung Mittels Gerichtsvollzieher ist die einzige Möglichkeit, einen rechtssichern Beleg für das Zusenden des Schreibens zu erhalten.

Denn der Empfänger kann bei jedem Einschreiben behaupten, der Inhalt sei ein anderer gewesen. Denn die Post bestätgt das zustellen des Briefes, nicht aber den Zugang des Inhalts.

http://ar-law.de/news/rechtssichere-zustellung-von-briefen-durch-einschreiben.html


Denn der Empfänger kann bei jedem Einschreiben behaupten, der Inhalt sei ein anderer gewesen.

Dies wäre eine Positivbehauptung, für die der Empfänger eine Darlegungslast trüge.

Wenn es sich an eine Firma richtet, reicht ein Einwurfeinschreiben, da Firmen verpflichtet sind Ihren Briefkasten zu leeren.

Wenn dein Einschreiben an eine "einfache" Person geht würde ich dir ein Einschreiben mit Rückschein empfehlen. So hast du auf jeden Fall die 100%ige Sicherheit, dass es auch genau die Person erhalten hat, um die es geht.

Normal würde ein normales Einwurfeinschreiben auch ausreichen, aber lieber auf Nummersicher gehen - ne Mahnung gibts ja normal nicht einfach ohne Grund :)

FeX

Und wenn die Person die Annahme verweigert?

@kevin1905

Dann mit Einwurfeinschreiben und den Nachweis für die Verweigerung der Annahme vom Einschreiben mit Rückschein aufbewahren.

Falls dann ein "ich hab nie was bekommen" kommt, kannst du schon mal nachweislich belegen, dass die erste Annahme beabsichtigt verweigert wurde.

FeX

@FeX95

Es besteht ja auch noch das Risiko, dass das Schreiben nur zur Abholung in der Postfiliale benachrichtigt wird und dort nach sieben Tagen Lagerzeit nicht abgeholt wird.

Und in Bezug auf Kosten und Zeit lässt sich dies mit einem Einschreiben-Einwurf gleich ersparen (wobei auch hier die Annahme verweigert werden kann).

Übrigens kann auch ein Einschreiben mit Rückschein an eine andere Person übergeben werden, wenn die Zustellung ausschließlich an den Empfänger erfolgen soll, bedarf es bei Einschreiben den Zusatz Eigenhändig.

Was möchtest Du wissen?