Brief besoffen von Vater geöffnet?

5 Antworten

Er muss eine Absicht von dir beweisen. Wird also nichts passieren, ausser das er halt sauer ist. Rechtlich hast Du ja nicht versucht durch kriminelle Energie an seine Post zu kommen.

Jetzt bist du doch nüchtern. Trotzdem schreibst du Sätze, die keinen Sinn machen.

Bekomm post zu meiner Mum er auch und vertragen uns nicht so gut.

Was immer die Botschaft dieses Satzes auch ist. Ich habe sie nicht verstanden.

Hab besoffen ausversehen den Brief von meinem dad geöffnet.
Was passiert wenn es vor Gericht geht?

Die Rechtslage:

§ 202

Verletzung des Briefgeheimnisses

(1) Wer unbefugt

1. einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet oder

2. sich vom Inhalt eines solchen Schriftstücks ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 206 mit Strafe bedroht ist.

(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossenes Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat.

(3) Einem Schriftstück im Sinne der Absätze 1 und 2 steht eine Abbildung gleich.

Warum du in einem Gerichtsverfahren dennoch gute Chancen hättest, nicht verurteilt zu werden, erfährst du hier:

Die Straftat - Vorsatz, Fahrlässigkeit und Versuch

Grundsätzlich wird ein Unterschied zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit gemacht. Im Unterschied zum Vorsatz (also der Absicht, eine bestimmte Tat zu begehen) liegt Fahrlässigkeit dann vor, wenn der Täter durch eine Nachlässigkeit eine Tat begeht, die er bei größerer Sorgfalt hätte vermeiden können.

Fahrlässige Begehung einer Tat wird nur dann bestraft, wenn die Fahrlässigkeit in der jeweiligen Vorschrift ausdrücklich unter Strafe gestellt wird.

Nur derjenige darf bestraft werden, der in der Lage ist, das Unrecht der Tat einzusehen und nach dieser Einsicht auch zu handelt. Diese Fähigkeit kann zum Tatzeitpunkt vollständig aufgehoben, § 20 StGB, oder auch eingeschränkt gewesen sein, § 21 StGB.

Bei eingeschränkter Schuldfähigkeit kann die Strafe gemildert werden - das geschieht in der Praxis auch regelmäßig. Ein schuldunfähiger Täter ist freizusprechen oder - falls dies bereits bekannt ist - von der Staatsanwaltschaft nicht anzuklagen.

http://www.strafrecht-ratgeber.de/strafrecht/straftaten/content_01.html

Fazit:

Aufgrund der durch dich beschriebenen Umstände, dürfte eine Verurteilung und somit eine Anklage durch die Staatsanwaltschaft, eher unwahrscheinlich sein.

Meine persönliche Meinung:

Gedanken, den eigenen Sohn wegen dieser Lappalie anzeigen zu wollen, können eigentlich auch nur im Suff entstehen!

Sauf weniger, dann kannst du auch die Adresse lesen.

Aber ich glaube kaum, dass sich ein Gericht mit so einer Nichtigkeit beschäftigen würde.

Da kommt nicht viel bei raus. War ja aus Versehen. Kann jedem passieren.

Als dein Vater würde mir eher dein Alkoholproblem Sorgen machen als der versehentlich geöffnete Brief...

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