Bonus von der Krankenkasse und Beitragrückerstattung?

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Diese Bonuszahlung ist bei den Sonderausgaben abzuziehen, wenn Du selbst keine Aufwendungen hattest.

In dem Fall beim BFH war das Entscheidende, daß die Klägerin selbst Ausgaben hatte:

Auszug aus dem Urteil:

"Denn entscheidende Voraussetzung für die erlangte Bonusleistung ist die Tatsache, dass die Klägerin weitere Aufwendungen für
Gesundheitsmaßnahmen tätigen musste
, so dass ihr von der BKK lediglich ein Teil dieser --zusätzlichen-- Kosten erstattet wurde.

Die streitgegenständliche Bonuszahlung steht damit nicht im unmittelbaren
Zusammenhang mit den Beiträgen zur Erlangung des
Basiskrankenversicherungsschutzes, sondern stellt eine Erstattung der
von der Klägerin getragenen gesundheitsbezogenen Aufwendungen
und damit eine Leistung der BKK dar."

Solltest Du Ausgaben gehabt haben, dann solltest Du das nicht eintragen - wenn dann der Bescheid kommt und das FA die Bonuszahlung abgezogen hat (weil Daten übermittelt wurden, dann Einspruch einlegen und auf das Urteil des BFH hinweisen.

Dann dürfte der Steuerbescheid geändert werden.

Kannst du bitte weiter erklären? Ich bekomme eine Grünprämie  von KK, aber wenn z.B nach Arzt Besuch eine Medizin verordnert würde, die KK  zieht für jede Medizin 45€ von diesem Gründprämie und ich muss selbst Beteiligung (5€) so wie so Zahlen.

@Zupp8

€Und ich bekomme für bestimmte Sachen z.B für Zahnvorsorge 20€ einmal im Jahr. Also, Zahlung von KK = Grundprämie+ Vorsorge Bonus - (45€ pro verordnete Medizin). Theoretisch ist es möglich, dass ich nichts von KK bekomme , sondern bis eine festgelegte Höhe nachzahlen muss.

@Zupp8

Es kommt darauf an, daß Du selbst eine Eigenleistung für irgendetwas aufbringen mußt --> also eine Kostenerstattung der KK (egal, wie man sie auch nennt - ob Bonus oder anders ist völlig egal) braucht nicht angegeben werden.

Aber warum machst Du Dir solche großen Gedanken - trage einfach nichts ein, warte ab, was im Bescheid steht - dann ggf. Widerspruch - wenn er nicht durch geht,ist das halt so...

Du bist als Steuerpflichtiger nicht verpflichtet diese steuerlichen Besonderheiten zu kennen.

Einmal abgesehen davon:

Meist ist der Betrag für die Vorsorge bei den Sonderausgaben sowieso schon ausgeschöpft (alleine schon durch die Sozialversicherungsbeiträge), sodaß das überhaupt keine Auswirkung hat.

Wenn du Geld erhälst

  • für private Zusatzversicherungen, die du abgeschlossen hast
  • für Fitnessstudiomitgliedschaft
  • etc.

Also wo du im Vorfeld Kosten hattest, dann ist die Erstattung keine Beitragsrückgewähr und mindert nicht den Sonderausgabenabzug.

Erhälst du jedoch Geld aus einem Wahltarif (freiwillig), nur weil du in einem Jahr nicht beim Arzt warst, wo du also gerade keine Kosten hattest, dann wäre dieses Geld in der Erklärung anzugeben.

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