Bleibt mein Bildungskredit trotz Insolvenz?

2 Antworten

Wer eine Privatinsolvenz anstrebt ist angehalten sich an eine Schuldnerberatung zu wenden. Dort wird anhand der vorliegenden Unterlagen überprüft ob du für eine Privatinsolvenz in Frage kommst. Es wird mit Hilfe der Schulderberatung zuerst eine außergerichtliche Einigung angestrebt. Dazu wird ein Schuldenbereinigungsplan aufgestellt. Erst wenn dieser scheitert kannst du einen Insolvenzantrag beim zuständigen Insolvenzgericht stellen.

Auf Annehmlichkeiten wird dabei keine Rücksicht genommen, das heißt, dass du eine Mitwirkungspflicht hast und nicht weitere Jahre in aller Glückseligkeit studierst und dir der Studienkredit weiter gewährt wird. Die Privatinsolvenz wird an die Schufa gemeldet. Das heißt dir werden keine weiteren Kredite gewährt werden. Du hast in der Wohlverhaltensphase die Verpflichtung keine neuen Schulden anzuhäufen da dir ansonsten die Versagung droht, das heißt, dass die Insolvenz für gescheitert erklärt werden kann und du stehst im Endeffekt wieder mit allen Schulden da und noch mehr denn das Gericht und der Insolvenzverwalter kosten auch. Hier kommen Kosten zwischen 1200 + 1700 Euro zusammen.

Im Falle eines Masterstudiums würdest du einen Folgeantrag stellen müssen auf Bafög oder Studienkredit. Der würde dir nicht mehr gewährt werden. Bestehende Kredite oder das Girokonto könnten seitens der Bank gekündigt werden. Darüber hinaus sind Neuverträge, etwa beim Mobilfunk- oder Stromanbieter nahezu unmöglich. Auch ein Umzug kann sich schwierig gestalten, da ein Negativeintrag bei der Schufa auch Auswirkungen auf Mietverträge haben kann.

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