Bist Du der Meinung, dass der, der morgens arbeiten geht, mehr im Geldbeutel hat als der, der morgens liegen bleibt?

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Die Frage wurde im Rahmen der Aktion „Wahl-Special“ von einem ausgewählten Politiker an die gutefrage-Community gerichtet. Ab Montag, den 13. September 2021, bis Freitag, den 17. September, stellen Spitzenpolitiker und angehende Parlamentarier Fragen an ihre potentiellen Wähler auf gutefrage.

Weitere Informationen zur Aktion findest Du hier: https://www.gutefrage.net/aktionen/wahlspecial/

51 Antworten

Hallo,

nein, der Meinung bin ich nicht. Nachtschichten sind, denke ich, wesentlich anstrengender, da kein Tageslicht, weniger Kontakt mit der Familie usw.

Ich denke, dass mit der Frage gemeint ist, dass jemand, der mehr arbeitet, auch mehr Geld bekommen sollte. Grundsätzlich ja, aber das muss an verschiedene Dinge gekoppelt sein. Ich verweise auf diese Antwort: https://www.gutefrage.net/frage/nach-welchen-kriterien-sollten-loehne-und-vermoegen-gerecht-verteilt-werden#answer-417802595

Aber keiner sollte in völliger Armut leben, gewisse Reformen bzgl. Mindestlohn müssen geführt werden.

LG

Ich finde, dass der, der arbeiten geht und Wertschöpfung betreibt, vor allem mehr haben sollte als der, der sein Vermögen für sich arbeiten lässt.

Leider zahlt der, der Wertschöpfung betreibt, prozentual mehr Steuern und Abgaben, während das Vermögen aus Kapitalerträgen sich automatisch erhöht und immer größere Einkünfte generiert, die, ohne Wertschöpfung zu betreiben, die Arbeitsleistung der arbeitenden Bevölkerung inflationiert.

Ein paar Faulpelze können wir uns durchaus leisten, die Vermögenkonzentration reißt uns aber nach und nach den Boden unter den Füßen weg, denn ein Haus baumelt nicht am Dach, sondern es steht auf dem Fundament.

Gut beschrieben.

Ohne Kapital kannst du keine Wertschöpfung betreiben. Das ist ein Zusammenwirken von Arbeit und Kapital. Und Geld muss seinen Preis haben. Arbeit wird überbewertet.

@lesterb42

Dafür gibt es Banken und geldgebetr, dazu braucht es keine spekulanten. An Kapital kommt man auch durch Wertschöpfung.

Arbeit wird überbewertet.

Und du bist wahrscheinlich der erste der schreit "Den Harz4 Empfängern das Geld kürzen, weil sie faul sind."

@PlueschTiger

Er ist der erste, der sich wundert, dass er keine 5000 € in seinem ersten Job verdient. :-D

@tanteerna68

Das Problem dürften die Kapitalisten auch bald gelöst haben wenn wir Inflation haben, bei 4% sind wir schon. Da kann er dann das sogar in der Stunde bekommen.

@lesterb42
Und Geld muss seinen Preis haben.

Geld ist kein Selbstzweck.

Und das Problem ist ja gerade, dass Zugewinn ohne Wertschöpfung für MEHR Volumen sorgt. Was bedeutet es, wenn mehr Geld als Waren und Dienstleistungen vorhanden sind? Angebot und Nachfrage. Der Preis des Geldes sinkt. Das stört aber nicht den, der immer schneller Geld anhäuft, sondern nur den, der sowieso schon jeden Euro umdrehen muss.

Arbeit wird überbewertet.

Klar, wenn man 20 Euroscheine verdauen kann, schon, wobei auch die ja irgendwer hergestellt haben muss.

@PlueschTiger
Dafür gibt es Banken

Nein, dafür gibt es zunächst Eigentümer die Unternehmen betreiben.Ihr Kapital ist im Betriebsvermögen gebunden. Damit und natürlich den Arbeitnehmern wird Wirtschöpfung betrieben.

du bist wahrscheinlich der erste der schreit

Was sollen solche Unterstellungen? Bleiben wir bei dem was ich geschrieben habe. Hartz 4 ist hier nicht Thema.

@lesterb42
Was sollen solche Unterstellungen? Bleiben wir bei dem was ich geschrieben habe. Hartz 4 ist hier nicht Thema.

Harz4 ist nicht das Thema? Nun ja im Grunde schon da ich mich auf deinen Kommentar bezihe. Siehe nächstes Zitat.

Ohne Kapital kannst du keine Wertschöpfung betreiben. Das ist ein Zusammenwirken von Arbeit und Kapital. Und Geld muss seinen Preis haben. Arbeit wird überbewertet.

Was soll der Preis des Geldes dann sein? Arbeit wird nach dir Überbewertet, aber Leute deiner Art sind es die als erste auf Harz 4 Empfänger zeigen.

Nein, dafür gibt es zunächst Eigentümer die Unternehmen betreiben.Ihr Kapital ist im Betriebsvermögen gebunden. Damit und natürlich den Arbeitnehmern wird Wirtschöpfung betrieben.

Du solltest dich mal entscheiden, mal ist es Kapital mal sind es Unternehmen.

@PlueschTiger

Ich erkenne nicht, dass du das Basiswissen für eine solche Diskussion hast. Informier dich bitte.

@lesterb42

Du bist der welcher von A nach B springt und dann noch lediglich Andeutungen macht. Wenn du etwas erklären willst dann tue es richtig, nicht nur mit Andeutungen. Soll ich etwa Merkel fragen was lesterb42 sagen will?

@PlueschTiger

Ich kann dir da leider nicht helfen. Mach mal einen Grundkurs in BWL oder einen Buchführungskurs. Da geht bei dir sehr viel durcheinander.

@lesterb42

Ich muss gar nichts, ich sehe es bei deinem anderen Kommentar, bei der anderen Politik Frage, wieder nur einen fast Inhaltslosen Kommentar.

@PlueschTiger

Das liegt daran, dass du den Inhalt nicht erkennst. Meine Kommentare sind in Ordnung und werden auch sehr gelobt.

@lesterb42

Ja vergiss aber nicht das Eigenlob stinkt.

@PlueschTiger

Nein. Du erkennst aber leider nicht, dass das kein Eigenlob war:

werden auch sehr gelobt.
@lesterb42

Vielen dank für den Hinweis, doch ich bin sehr wohl in der lage zu lesen und habe genau gelesen was du Fett markiert hast.

@PlueschTiger

Dann hast du es gelesen aber nicht verstanden.

@lesterb42

Nun ja, wenn dann sind wir schon 2 da du scheinbar den Wink in meiner Aussage nicht verstehst. Meine Texte werden auch gelobt, dennoch steht eine meiner Antworten nur an 2 Position, direkt hinter der eines Sexgottes. Obwohl meine Beiträge so scharf sind, hänge ich das nicht an die große Glocke. = Eigenlob.

Tja, das ist halt das Problem mit Andeutungen.

Das kommt ganz darauf an, was jemand arbeitet, der morgens aufsteht und zur Arbeit geht. Ich bleibe auch oft morgens bis 10 Uhr im Bett, wenn ich mal wieder die Nacht durchgearbeitet habe, aber am Ende des Monats habe ich garantiert mehr als die meisten Arbeitnehmer, die morgens in aller Frühe aufstehen, um zur Arbeit zu fahren.

Man ganz davon abgesehen, dass ich die Formulierung der Frage unterschwellig diffamierend finde.

Ihre Frage zielt darauf ab, ob man für Arbeit mehr Geld bekommen soll, als man als (Langzeit-)Arbeitsloser bekommt.

Haben Sie sich mal ausführlich mit Leuten unterhalten, die im Niedriglohnsektor arbeiten und mit Leuten, die schon ein paar Jahre nicht aus Hartz4 raus kommen? Ja? Ist Ihnen dabei etwas aufgefallen?

Als Alleinstehender lohnt sich Vollzeitarbeit praktisch immer. Als Familie mit mehreren Kindern sieht es manchmal, aber nicht immer, anders aus. Unterm Strich bringt ein Vollzeitjob mehr Geld als Hartz4. So gesehen lohnt sich Arbeit.

Ein Problem mit der Höhe der Löhne ist die völlig unterschiedliche Gewichtung der Wertigkeit von körperlicher und sitzender Arbeit. Das ließe sich aber ohne Steigerung des Durchschnittslohns lösen, indem man die Gesamtsumme einfach anders verteilt.

Ein riesiges Problem ist die Rente. Im Niedriglohnsektor liegt der Rentenanspruch nach 45 Berufsjahren kaum noch über der Grundsicherung. Wer sich 45 Jahre auf dem Bau kaputt gemacht hat, hat am Ende so viel Rente wie jemand der nie gearbeitet hat. Wer zur Kindererziehung oder aus gesundheitlichen Gründen Teilzeit gearbeitet hat, rutscht schnell auf ein Rentenniveau unter der Grundsicherung. Wer einen langen Ausbildungsweg nimmt, ist danach zum Erfolg verdammt, weil er seine Rentenpunkte nur durch einen besonders hohen Lohn nach der Ausbildung auffüllen kann. Wer in sogenannten brotlosen Künsten studiert und danach mit seinem Spezialwissen im selben Fach arbeitet und dabei nur ein Arbeitergehalt bekommt, landet im Rentenalter in der Grundsicherung. Diese brotlosen Künste sind aber nicht nur im Bereich von Kunst und Kultur angesiedelt, sondern auch in diversen Spezialgebieten ernsthafter Wissenschaft. Auch Erzieher werden durch ihre lange Ausbildung bei der Rente benachteiligt.

Riester hat sich in diesen Lohngruppen nie gelohnt. Auch die von der FDP bevorzugte, private Rentenversicherung lohnt sich nicht wirklich, weil sie monatlich so viel kostet, dass der Rest vom Lohn nach diesem Abzug nicht mehr weit von Hartz4 entfernt ist. Das funktioniert so nicht.

Zu lösen ist dieses Problem nur durch höhere Renten in den unteren Lohngruppen. Dafür braucht es mehr Einnahmen. Jede Form von Einkommen muss rentenversicherungspfichtig werden. Jede. Von mir aus mit einem kleinen Freibetrag von 50 Euro im Monat, um sinnlose Verwaltungskosten für Pipifax zu vermeiden. Die sogenannten Minijobs müssen rentenversicherungspflichtig werden. Alle Kapitaleinkommen müssen rentenversicherungspflichtig werden. Beamte und Politiker müssen regulär ins Rentensystem rein. Da zu erwarten ist, dass durch fortschreitende Automatisierung ein wachsender Anteil der Produktivität von Maschinen/Robotern erarbeitet wird, muss perspektivisch ein Modell entwickelt werden, das die Arbeit von Maschinen und Robotern besteuert.

Die Lüge von der Demographie brauchen Sie mir nicht mehr erzählen. Alle westlichen Länder haben annähernd die selbe Demographie. In Frankreich würde man den Hammer präzise in Richtung der Regierung fallen lassen, wenn da was von Rente auf Grundsicherungsniveau bei einem Renteneintritt von 67 oder älter erzählt würde. Die Niederlande zahlen 1200 Euro Grundrente ab 65, egal ob jemand gearbeitet hat oder nicht. Auch in Österreich sind die Renten höher als in Deutschland. Es ist schlichtweg gelogen, dass das in Deutschland nicht geht.

Übrigens sind die französischen Bauern stinksauer auf Deutschland, weil deutsche Agrarprodukte durch die Beschäftigung ausländischer Saison- und Schlachthofsklaven künstlich billig gehalten werden und die französischen Bauern, denen die Beschäftigung von Sklaven verboten ist, Probleme haben ihre Produkte am Markt abzusetzen.

Ich bin der Meinung, dass man mehr Geld in der Tasche hat, wenn man arbeiten geht.

Leider ist das dann nicht mehr so, wenn man in Rente ist. Man erzieht Kinder, bleibt deswegen zu Hause und bekommt weniger Rente. Wenn die Kinder älter sind, dann geht man vielleicht nur noch halbtags arbeiten und bekommt weniger Rente.

Wenn die Kinder erwachsen sind, zahlen diese in die Rentenkasse ein, das müssten eigentlich Mütter von der Rentenkasse zurückbekommen.

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