Bis wieviel Grad muß eine Wohnung beheizbar sein

5 Antworten

Tageszeiten, Raumtemperatur

Ist der Vermieter zum Heizen verpflichtet, so hat er nach DIN 4701 dafür zu sorgen, daß folgende Temperaturen in den Räumen erreicht werden können:

-Wohn-,Schlafzimmer, Küche: 20 Grad Celsius -Badezimmer, Duschraum: 22 Grad Celsius -Diele, Flur usw.: 15 Grad Celsius

Zur Nachtzeit von ca. 24.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens dürfen diese Werte um bis zu drei Grad Celsius unterschritten werden. (vgl. AG Stuttgart, WuM 1987, 147)

Die entsprechende Heizleistung hat der Vermieter von 6.00 Uhr morgens bis mindestens 23.00 Uhr abends zur Verfügung zu stellen. Kürzere Zeiten, die in einem Formularmietvertrag stehen, etwa eine Beheizung nur bis 22.00 Uhr, sind unzulässig. (OLG Frankfurt, WuM 1992, 56f.)

Der BGH und das OLG Frankfurt gehen sogar davon aus, daß eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius als Wohntemperatur die unterste Grenze des Zumutbaren darstellt. (BGH WuM 1991, 381 f; OLG Frankfurt 1992, 56 f.)

Quelle: http://anwalt-im-netz.de/mietrecht/heizung.html

Völlig richtig.Die Urteile sind etwas unterschiedlich und schwammig in der Auslegung. Untergrenze...stellt es einen Mangel dar,wenn ich persönlich 22 Grad möchte, in meiner Gesundheit und Wohlfühlen eingeschränkt bin,objektiv,subjektiv? Wenn ich tagsüber schlafe,nachts "wohne",ist es dann ein Problem der persönlichen Situation,oder habe ich einen Anspruch auch Nachts auf mehr als 17 Grad ?! Wenn ja,welche Mietminderung kann ich machen ,oder kann ich die Zuheizung dem Vermieter in Rechnung stellen? Viele Fragen und leider keinen Königsweg!

@schnappi1234

Sicher schwammig aber, wenn Gerichsturteile vorliegen..wirst du dagegen nicht's ausrichten können! Kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Anwalt dagegen vorgehen kann/wird.

@amdros

Im Zweifel würde ich es mit Gesundheit/ Wohlfühlen begründen und das OLG Frankfurt zitieren.Ein Gutachter könnte eine Auslegung machen...und ein BGH Entscheid würde die zopfigen Vermieter zum Umdenken bewegen, im Interesse kranker,pflegebedürftiger,sehr betagter Menschen,wie auch Genußmenschen,wie mir! Danke schön!

@schnappi1234

Ausnahmen bestätigen die Regel und..die von dir aufgeführten Gründe könnten evtl. etwas bewirken!?! Kostet aber sicher Nerven, Geld und Ausdauer!

@amdros

Ganz sicher,da hast Du Recht!

Mein Vermieter hat die Heizung so eingestellt das ich höchsten 20 Grad erreiche.

Da hat er Recht und befolgt die h. M. der Gerichte. Und die Mietergemeinschaft dankt einen derart verantwortungsvollen Umgang mit teurem Brennstoff und Einsparung durch Nachtabsenkung, den sie andernfalls ja auch mitbezahlen müssten

Meint: Nur wenn sich alle Mieter einig wären und einstimmig eine höhere Kesseltemperatur und damit Mehrkostentragung akzeptieren, müsste der Vermieter die Einstellung überhaupt ändern.

muss ich ab und zu lüften, dann dauert es wieder mindestens 1 Stunde bis ich wieder 20 Grad erreiche.

Und was hat der Vermieter damit zu tun? Er genügt seiner Heizpflicht, wenn eine Mindesttemparatur von 20°C in der Zeit von 7 bis 23 oder 24 Uhr erreicht werden kann. Das du das mit Lüften zeitweise nicht kannst, ist dein Problem, nicht seins oder das der Mietergemeinschaft :-)

G imager761

Hi,

dein Vermieter ist rein rechtlich im Recht. Als bewohnbare Mindest-Temperatur ist gesetzlich eine Temperatur von 20-22° Grad Celsius vorgeschrieben. In den Wohnräumen 20 Grad Mindest-Temperatur und im Bad mindestens 22 - hier kannst du dich also schonmal rechtskräftig beschweren, falls dies nicht der Fall ist. Desweiteren gilt die tatsächliche Raumtemperatur und nicht die Temperatur, auf die die Heizung eingestellt ist. Wenn diese Temperatur nämlich durch Heizkörperverschleiss oder einem Defekt nicht gegeben ist, ist es ja reichlich egal was eingestellt ist.

Wenn es dir also wirklich zu kalt, holst du dir also am besten ein Raumthermometer und prüfst die tatsächliche Raumtemperatur bei Voll-Leistung. Außerdem kannst du dich in jedemfall höflich über die 2 Grad zu wenig im Bad beschweren.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Hm...zweiundzwanzig Grad sollten erreicht werden.Da es im Augenblick sehr mild ist, könnten die Heizeinstellungen eine höhere Zimmertemperatur verhindern... Spätestens bei Einsetzen einer Frostperiode und schwacher Heizleistung,würde ich den Vermieter auffordern,für eine ausreichende Beheizung / Heizungsleistung zu sorgen. Alternativ:Wohnung ist günstig oder billig,Du willst keine Streitereien,nimm einen Gasstrahler und beheize den Wohnraum,das Arbeitszimmer unter Aufsicht und ausreichender Belüftung(Kohlenmonoxyd!) zusätzlich.Elektrisch ist keine Gute Alternative,da die Leistung von 2 KW schnell ins Geld ginge,gelle? Du könntest Dir Entlastung schaffen,indem Du die anderen Mietparteien auf Deine Seite ziehst und diese auch die Heizung monieren,beim Vermieter.Bitte gerne,und viel Glück für eine außergerichtliche Lösung!LG

Hm...zweiundzwanzig Grad sollten erreicht werden.

Da sieht die herrschende Meinung einschlägiger Gerichtsurteile ganz anders und hat 18°C als unzureichend, 20°C bis 22°C aber als ausreichend ausgeurteilt.

Und es kommt immer auf den Willen der Mehrheit an: Gerade in Zeiten teurer Energie machen 1°C weniger schon eine spürbare Entlastung der Jahrskosten aus, die man nicht anderen einfach verordnen darf :-O

Niemand ist daran gehindert, auf eigene Kosten Zusatzheizungen für individuellen Wärmebedarf anzuschaffen, wenn er es schon morgens um 5 im Bad kuscheliger haben möchte oder um Mitternacht noch am Schreibtisch sitzt :-)

@imager761

Gottlob besitze ich ein Haus und bin nicht auf Deinen Goodwill angewiesen! Ich wünsche Dir keine echte Virusgrippe und eine Heizleistung,die nach den gesetzlichen Minimalvorgaben,nach Stunden,richtiges Lüften vorausgesetzt, 20 Grad Raumtemperatur erreicht.Dazu ist der kälteste Platz in der Wohnung maßgeblich....und auch die richtige Höhe,bei der Ermittlung der Temperatur. Da dies die wenigsten wissen,gelle,das Thermometer ist weder geeicht,noch hängt es in der richtigen Höhe,sondern zu hoch,ist der Anspruch an die Heizleistung meistens eher noch zu niedrig....Und wenn ich meine Heizkörper aufdrehe,erwarte ich in einer halben Stunde Zimmerwärme.Ob dies andere so sehen ,oder ob es ein paar Cent mehr Allgemeinkosten gibt,wenn der Brenner mehr leistet,so what.Wir leben nicht im Mittelalter! Du kannst ja ein Themometer mit dem Strich bei 18 haben, Zimmerwärme ,dich glücklich und zufrieden fühlen und Dein Geld sparen. Meinungen gibt es hier....des Menschen Willen ist sein Himmelreich.

...füge mal ein paar Tips an,Möbel sofern nah an der Heizung,Couch,Rundecken,) oder Schränke,die seitlich nah an der Heizung stehen,abrücken,wenn möglich! Eine Gute Silberfolie auf ausreichend dicker Styroporgrundlage könntest Du hinter die Heizung anbringen.Fummelarbeit,wenn man die Heizkörper hierzu nicht abmontieren kann.Es lohnt sich aber ganz bestimmt.Also nimm vorgefertigte Platten,zeichne an, schneide die Halterungen aus und nimm Dispersionskleber,der stinkt nicht! Damit wärmst Du nicht die Wand hinterm Heizkörper,sondern die Strahlungswärme wird effizienter in den Raum geführt.Es könnte sein,das Du Deine Wohlfühltemperatur damit erreichst.Die Kosten haste nach zwei Heizperioden wieder raus.Gut so?

20 Grad reicht doch völlig (im Bad sind 22 Grad angemessen).

Im Interesse aller Mieter an möglichst geringen Heizkosten sind solche Einstellungen heute üblich.

Ich persönlich heize nicht wenn es nicht kälter als 16 Grad in der Wohnung ist - man / frau kann ja auch einen Pullover anziehen wenn man so kälteempfindlich ist.

Mein Geld gebe ich lieber sinnvoller aus als für unnötiges Heizen.

...Dann freue Dich schon auf Schimmel! Wenn es über 70%rel.Luftfeuchte sind, muß man auch heizen! Gerade in der Übergangszeit und bei besonders isolierten, gedämmten Gebäuden und Themofenstern! Die Temperatur allein,ist nicht! Kriterium für Heizen!

@schnappi1234

...Dann freue Dich schon auf Schimmel!

Blödsinn !

Ich wohne fast 20 Jahre hier - von Schimmel keine Spur.

Derzeit 17,9 Grad und 41 Prozent Luchtfeuchtigkeit - OHNE Heizung.

Im letzten Jahr habe ich ganze 6 ( !! ) Tage lang geheizt. Trotzdem immer noch kein Schimmel.

Alles ist gut - wenn die Bausubstanz stimmt.

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