Bin von der UST befreit - soll eine Quittung mit ausgew. MWST ausstellen, geht das?

5 Antworten

Du stellst ihr eine Rechnung ohne MWST aus, weil Du dazu nicht berechtigt bist. Fertig.

Hast Du allerdings bei den Preisverhandlungen / Angebotsangaben nicht klar zum Ausdruck gebracht, dass Deine Kostennoten ohne MWST erfolgen müssen aufgrund § 19 UStG, wird der Leistungsempfänger von Dir ggfs. die von ihm als VSt erwarteten 19% des Gesamtpreises einfordern. Bei Kleinbeträgen dürfte das in der Regel irrelevant sein, aber bei gewerblichen Kunden mit größeren Summen kann das schnell ein teurer Fehler werden.

NB.: Wenn Du häufiger gewerbliche Kunden hast, verzichte auf § 19 UStG. Der lohnt sich nur, wenn man faktisch ausschließlich Privatkunden betreut und keinen Wareneinsatz hat. Zudem ist in Bezug auf die Frage zu bedenken, dass die Gesamtsumme der Rechnung um die 19% höher ausfällt als ohne MWST-Ausweis, was sicher auch nicht im Sinne der Kundin sein dürfte.

Bin von der UST befreit - soll eine Quittung mit ausgew. MWST ausstellen, geht das ?

Ja, dann musst Du sie natürlich auch an das Finanzamt abführen, wenn die Leistungsempfängerin Vorsteuer-abzugsberechtigt ist. Dahewr soltest Du Ihr Deinen "Nettopreis" schmackhaft machen.

http://www.ihk-berlin.de/linkableblob/bihk24/recht_und_steuern/Steuern_und_Finanzen/Download/1473200/.16./data/Merkblatt_Umsatzsteuer_Wegweiser_fuer_Existenzgruender-data.pdf

Schmarrn.

sollte die Mehrwertsteuer ausgewiesen werden, so muß diese tatsächlich an das Finanzamt abgeführt werden.

Allerdings hat der Leistungsempfänger KEINEN Vorsteuerabzug, da es sich um eine unberechtigt ausgewiesene Umsatzsteuer handelt. § 14 c UStG

somit gibt es zwei Verlierer bei dieser Konstellation: @meisterping, weil die USt an das Finanzamt abgeführt werden MUSS, die Kundin, da diese keine Vorsteuer ziehen kann. und im Worst Case hat @meisterping einen Kunden weniger

@lastgasp

Das war keine Erbsenzählerei, sondern eine Toppantwort.

Genauso ist es anscheinend keinem Aufgefallen, dass die Fragestellung nicht zwingend hergibt, das die Fragestellerin Kleinunternehmerin ist.

Denn:

Freiberuflerin und von der UST befreit.

ist fachlich nicht korrekt.

Denn entweder wären die Umsätze umsatzsteuerpflichtig, aber die Steuer wird gem. § 19 UStG nicht erhoben (Kleinunternehmer), oder aber es geht um umsatzsteuerbefreite Umsätze, wie z. B. die einer Logopädin.

Es mag für betroffene auf das Gleiche hinauslaufen (keine Umsatzsteuer zahlen), aber ist fachlich sehr unterschiedlich.

@wfwbinder

@wfwbinder: Danke für den Beistand ...

;-)

@lastgasp

@lastgasp: welche Antwort hast Du erwartet? meine Antwort ist richtig.

aber mir persönlich ist es egal, was @meisterping macht, bei einer steuerprüfung steht halt dann das Wort "Steuerhinterziehung" im Raum. und ob das so angenehm ist?

@wurzlsepp668

@wurzlsepp668

Ich weiss, hast Du nicht nötig, aber mich hat allein schon gestört, dass ein nicht eindeutiger Sachverhalt von allen gleich in eine bestimmte Richtung geschoben wird.

und dann auch noch ein unqualifizierter Angriff.

Eigentlich sollte der Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung genügen, kannst ja dennoch 0% Mehrwertsteuer ausweisen. :)

Du stellst wie gehabt deine Rechnung aus ohne Mehrwertsteuer und weist in der Rechnung darauf hin, daß du von der Umsatzsteuer befreit bist. Nur so ist das richtig. Die Leistungsempfängerin zahlt ja keine Mehrwertsteuer und kann sie daher auch nicht geltend machen. die Ausgaben kann sie natürlich trotzdem in ihrer Steuererklärung geltend machen, aber eben nicht die Umsatzsteuer.

Die Leistungsempfängerin zahlt ja keine Mehrwertsteuer

Natürlich tut sie das - deswegen will sie ja eine Rechnung mit MWST. Siehe OP:

"Nun möchte eine Leistungsempfängerin unbedingt eine Quittung bzw. eine Rechnung mit ausgewiesener MWST, da sie UST - pflichtig ist"

Nur geht die Auftraggeberin offenbar davon aus, dass in der Summe die MWST bereits enthalten, aber eben nicht ausgewiesen ist. Das aber ist ein Denkfehler; die MWST käme ja noch hinzu zur Summe.

... vielen Dank an Alle, die sich soviel Mühe und Gedanken um meine Fragestellung gemacht haben. Ich stelle meine Rechnung, wie gehabt, ohne MWST und habe diesbezüglich auch mit meiner Auftraggeberin gesprochen. Sie hat dies, als in Ordnung befunden, und bleibt mir trotzdem "treu". Euch allen eine gute Zeit !

Welche Nachteile bringen die Kleinunternehmerregelung und Umsatzsteuerbefreiung mit sich?

Wenn Sie hauptsächlich mit Unternehmen in Geschäftsverbindung stehen, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, können Sie als Kleinunternehmer keine Vorsteuer geltend machen. Machen Sie Anschaffungen für Ihr Unternehmen müssen Sie den gesamten Bruttobetrag finanzieren.

Folglich bezahlt sie eben bei dir einen günstigeren Preis netto. Was will Sie denn? Sag ihr, dass du Kleinunternehmer bist und eine Vorsteuer nicht abziehen darfst oder berechnen darfst.

Entweder sie versteht es, oder nicht. Ihr Problem.

Warum kann ich als Kleinunternehmer keine Vorsteuer ziehen?

Vorsteuer geltend machen kann nur, wer auch Umsatzsteuer berechnet und abführt. Sie haben als Kleinunternehmer den Vorteil, das Sie von aufwendigen buchhalterischen und steuerlichen Vorgängen befreit werden. Ihr Nachteil ist, dass Sie keine Vorsteuer geltend machen können.

"Sich mit fremden Federn und auf Kosten anderer schmücken zu wollen, zeugt von peinlicher Dummheit, blauäugiger Unbedarftheit oder in schlimmen Fällen von aufkeimender krimineller Energie"

Quelle: redensarten-index.de

@StattWerbungEUR

Deine relativ wahllose "ich will Aufmerksamkeit um jeden Preis" - Formatierung ist mindestens genauso peinlich wie ein vergessener Quellenhinweis.

..

Was möchtest Du wissen?