Betrug-Scheidung! bekommt man unterhalt?

5 Antworten

Während der Trennungszeit hat sie sicherlich Anspruch auf Unterhalt. Danach kann sie doch auch selbst arbeiten gehen, vor allem, wenn sie keine minderjährigen Kinder mehr hat. Es gibt genügend Frauen, die auch trotz minderjährigen Kindern arbeiten gehen.

Sie geht ja arbeiten! würde sogar sagen, dass ihr job anstrengender ist als seiner. Er überweist ihr jetzt auch schon immer Geld damit alles relativ ausgeglichen ist, da sie weniger verdient. hat sie nach der Scheidung keinen Anspruch mehr darauf ? nach 20 Jahren Ehe und min. zwei Betrüge vom Ehemann muss doch was zu machen sein ...

@Maki12345

Es gibt bei einer Scheidung kein Schuldprinzip mehr. Wie gesagt, während der Trennungszeit wird sie noch Ehegattenunterhalt bekommen, nach der Scheidung wohl nicht mehr.

Es gibt sicher Trennungsunterhalt bis zur Scheidung, da ihr ja sehr lange verheiratet ward, würde ich mal sagen. Aber da die Kinder erwachsen sind, kann man auf alle Fälle von Dir verlangen, über kurz oder lang dir eine Stelle zu suchen, evtl. bekommst du dann noch etwas zusätzlichen Unterhalt zugesprochen, aber das wird immer individuell geregelt und beurteilt.Auf kurz oder lang musst du dir auf alle Fälle einen Vollzeitjob suchen und bist selbst für deinen Unterhalt verantwortlich.

Damit, dass du bis zur Rente nur vom Unterhalt leben kannst, damit würde ich lieber nicht rechnen. Der Grund, warum die Ehe zerbrochen ist, spielt hingegen absolut keine Rolle für Unterhaltszahlungen.

Nimm dir einen Anwalt und bespreche alles mit ihm, er wird dir deine Ansprüche benennen können.

Trennungsunterhalt, nachelichen Unterhalt in der Regel ein Jahr... aber wenn die Frau einen ehebedingten Nachteil hatte ... Bsp. Frau bricht Studium ab um die gemeinsamen Kinder nach dem alten Rollenbild zu erziehen und es eine Langzeitehe war , dann steht der Frau auchjetzt noch bedeutend länger nachehelicher Unterhalt zu..

. meist wird von einer Langzeitehe ausgegangen, wenn die ab mindestens 20J + nach dem alten Bild geführt wurde... also Frau auch in der Ehe nie berufstätig war ..

ansonste wird nach den Gesetzen der Zugewinngemeinschaft geschieden... jeder geht mit dem aus einer Ehe mit dem er reing egangen ist .. + ggf. geteilterm Zugewinnausgleich ... Erbschaften während der Ehe werden dem echten Begünstigten voll gut geschrieben..also evtl. Mutter auf Kind... nicht Schwiegerkind... ( hab da gerad so ein Fall im Freundeskreis mitbekommen)

Wie hier schon gesagt .. der Scheidungsgrund ist völlig unbedeutend... es können Erwachsene Eheleute .. "treu", mit zusätzlich wechselnden Partner oder in einer anderen dauerhaften Liebesbeziehung , bzw. völlig enthaltsam ihr Eheleben ausgestalten.. es ist auch egal ob die gemeinsam in einem Haus leben oder in 2 getrennten ...( außer bei Ehen mit Ausländern, Stichwort .. Scheinehen wegen Aufenthaltstitelerschleichung)

m. l. G. ;)h

Im Trennungsjahr (welches der Scheidung "vorausgeht", hat der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen ggf. Anspruch auf "Trennungsunterhalt" vom anderen Ehepartner.

"Nachehelicher Unterhalt" wird nach "neuem" Scheidungsrecht nur noch in Ausnahmefällen zugesprochen, da davon ausgegangen wird, dass nach einer Scheidung beide Ehepartner erwerbsfähig sind und ihren eigenen Lebensunterhalt selbst verdienen/erwirtschaften können.

Im Scheidungsrecht gibt es keinen "Schuldigen" mehr.

Es steht jedem Ehepartner frei, sich auszusuchen, mit wem er Geschlechtsverkehr hat.

Dafür muss er seinem Ehepartner nichts bezahlen - weder in der Ehe noch nach der Ehe.

Und für die Kinder haben beide Elternteile die Pflicht, Unterhalt zu zahlen - je nach Leistungsfähigkeit (nicht nach Treue).

Gruß aus Berlin, Gerd

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