betriebsrat zustimmung ausbildungsvertrag

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Bei Einstellungen von Arbeitnehmern muss der Betriebsrat nach dem Betriebsverfassungsgesetz BetrVG § 99 (Mitbestimmung bei personellen Einzelmaßnahmen) mitbestimmen. (siehe http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/betrvg/gesamt.pdf)

Nach Absatz 2 dieses Paragraphen kann der Betriebsrat aus genau 6 Gründen seine Zustimmung zu einer Einstellung verweigern, wenn dadurch z.B. der Betriebfrieden gestört, gegen ein Gesetz oder eine betriebliche Einstellungsrichtlinie verstoßen, Nachteile für andere Beschäftigte entstehen würden usw.

Das ist bei der Einstellung eines Auszubildenden aber alles kaum anzunehmen! Im Gegenteil hat ein Betriebsrat schon von seiner sozialen, mitarbeiterorientierten Grundeinstellung her ein absolutes Interesse daran, dass junge Menschen zur Ausbildung eingestellt werden und einen Beruf finden!

Natürlich schaut er sich die Bewerbungen, die Unterlagen an; ob Originalzeugnis oder nicht, interessiert dabei aber keinen.

Du brauchst Dir also absolut keine Sorgen zu machen!

Ausbildungsvertrag noch vor Ausbildungsbeginn zurückziehen?

Noch Ende letzten Jahres habe ich die Berufsschule besucht um dort mein Fachabitur im Bereich Informationssysteme zu erwerben. Da mir die durchgängige Theorie jedoch nicht so gut gefiel und ich mich eher nach einer praktischen Berufsausbildung gesehnt habe, habe ich mich daraufhin bei einer Industriefirma in der Nähe als Elektroniker für Betriebstechnik beworben die Bewerbung beinhaltete neben meinem Realschulzeugnis auch die letzten beiden Zeugnisse der Berufsschule. So weit so gut, im Bewerbungsgespräch fragte mich der Leiter der Personalabteilung dann weshalb ich mich nun für einen praktischen Ausbildungsplatz entschieden habe. Ich erklärte im daraufhin, dass ein Studium nach der Berufsschule für mich doch weniger interessant als eine Berufsausbildung wäre. Ich sagte glaube ich auch, dass ich vorhabe das Fachabi noch fertig zu machen und dann direkt dort in die Ausbildung zu gehen. Jedenfalls durfte ich dann wenige Tage später schon den Ausbildungsvertrag in meinen Händen halten. Als ich im Vertrag dann gelesen habe, dass ich das mein Abschlusszeugnis nachreichen soll sobald ich es erhalte habe ich direkt meinen Cousin angesprochen welcher ebenfalls dort in der Personalabteilung arbeitet und Ihn gefragt inwiefern das Zeugnis der Berufsschule nun noch auf den Vertrag einwirken kann. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einfach Angst, dass mein eigentlich sehr gutes Zeugnis sich verschlechtern könnte und der Arbeitgeber das Ausbildungsverhältnis dann wieder zurückzieht. Jedenfalls meinte mein Cousin, dass das vollkommen egal ist was ich jetzt in der Berufsschule mache, da das mit der Ausbildung nicht mehr wirklich etwas zu tun hat (Und, so glaube ich zumindest, dass ein Abschlusszeugnis der Berufsschule gar nicht nötig ist). Noch ein paar weitere Tage später erhielt ich dann auch schon die vom Arbeitgeber unterschriebene Kopie des Ausbildungsvertrages. Anfang des Jahres 2016 ergab sich dann eine Wendung in der Berufsschule. Schwindende Motivation und Mobbingprobleme in der Klasse und daraus resultierend viele Fehltage führten dazu, dass ich die Schule entweder auf eigene Faust verlassen sollte oder eben durch die Schulleitung ausgeschult werden sollte. Ich habe mich für ersteres entschieden und die Schule daraufhin abgebrochen. Noch am selben Tag habe ich meinen Vater (ebenfalls angestellter im Ausbildungsbetrieb) gefragt ob er für mich in der Personalabteilung nachhaken kann, ob denn bzgl. der Zeugnisse noch etwas fehlt. Die Personalabteilung ließ dann nur verlauten, dass nichts mehr fehlt. Nun habe ich heute einen Brief vom Arbeitgeber erhalten in dem steht, wann es denn nun wirklich losgeht mit der Ausbildung und welche Unterlagen ich mitnehmen muss. Darin stand dann neben den gewohnten Daten auch etwas von einem Abiturzeugnis. Ich habe meinen Vater nun erneut darum gebeten nochmal für mich nachzuhaken und werde im Zweifel auch selbst nochmal dort anrufen.

Kann der Arbeitgeber den Vertrag nun zurückziehen?

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