Betriebsrat lehnt externen Bewerber ab?

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Das "letzte Wort" hat immer der Arbeitgeber. Er sucht sich raus, wen er einstellt.

Das Problem ist dabei nur, dass ein Arbeitnehmer, der vom AG eingestellt wird und einen gültigen Arbeitsvertrag hat, bei Ablehnung des Betriebsrats nicht arbeiten darf.

Wann der BR die Zustimmung verweigern darf, steht im § 99 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz.

Der Arbeitgeber muss dann zum Arbeitsgericht gehen, die Gründe für die gewünschte Einstellung darlegen und beantragen, dass das Arbeitsgericht die Zustimmung des Betriebsrats ersetzt.

danke für die antwort! Den Aufwand wird sich aber wohl keiner machen, die Zustimmung vom Arbeitsgericht einzuholen. Da nimmt man sich doch lieber den zweitbesten :D

@Juli276276
 Da nimmt man sich doch lieber den zweitbesten

Das kommt darauf an, ob der Betriebsrat wirklich einen Ablehnungsgrund nach § 99 Abs. 2 BetrVG hat.

Vielleicht kann das ja in einem Gespräch geklärt werden. Auch Betriebsräte sind "nur" Menschen, die auch mal Fehler machen können. Es kann ja auch sein, dass der BR nicht alle zur Entscheidungsfindung notwendigen Infos hat/gehabt hat.

Dir bleibt jetzt leider nur noch abzuwarten. Ich wünsche Dir alles Gute, vielleicht klappt es ja doch noch.

Danke fürs Sternchen. Ich hoffe, Du hast den Job bekommen. Schönes Wochenende

@Hexle2

Hallo, habe eben telefonisch die Zusage erhalten. Vielen Dank!

@Juli276276

Herzlichen Glückwunsch.

Der Betriebsrat kann einen Bewerber nur nach den in § 99 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) genannten Gründen ablehnen.

https://dejure.org/gesetze/BetrVG/99.html

Inwiefern das hier vorliegt, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden.

Der ArbG kann die Zustimmung des Betriebsrates durch Gerichtsbeschluß ersetzen lassen.

Grundsätzlich kann es auch eine Betriebsvereinbarung geben, die bestimmt, daß bei gleichen Quailifikationen/Voraussetzungen der interne Bewerber den Vorzug bei der Stellenbesetzung erhalten muß; auch das kann aus der Ferne nicht beurteilt werden.

Danke. Dann heißt es nur, abwarten bis morgen. Da bekomme ich Bescheid.

Es muss nicht mal die gleiche Qualifikation geben. Der interne Bewerber kann nachgeschult werden. Das ist dem Arbeitgeber zuzumuten.

Es ist meistens von Vorteil, Stellen mit den Leuten zu besetzen, die Bereits im Betrieb sind, weil man bei ihnen nicht die Katze im Sack kaufen kann und meistens sind die Kosten fürs einarbeiten niedriger. Ob er auch befristet ist oder nicht, ist egal weil er nach seinem Einsatz auch wieder an seine alte Position zurück kann.

Bei meinem Arbeitgeber bin ich auch schon kurzzeitig für 8 Monate in der QM gewesen und dach wieder in die Koordination gewechselt als die QM wegrationalisiert wurde.

An sich berät der Betriebsrat ja den Vorstand, ich kann mir also schon vorstellen, dass hier die Meinung des Betriebsrats eine Rolle spiel.

Vielleicht ist diese nicht entscheidend aber zumindest beeinflussend.

Der interne Bewerber kann ja nach dem befristeten Platz auf seine alte Position kehren, dies wäre ein Gedanke welcher öfter stattfindet.

Es ist cash out, wenn ein externer Mitarbeiter eingestellt werden soll. Was ist denn da die Notwendigkeit gewesen, wenn geeigete Bewerber doch vorhanden waren?

Weil Du doch der betroffene interne Mitarbeiter bist, ist denn Deine ursprüngliche Stelle für die Dauer einer befristeten Tätigkeit verweist? Müssen denn Kollegen jetzt Mehrarbeiten?

Der Betriebsrat hat es nicht durchdacht.

Genau andersherum. Ich bin der externe, die Abteilung hat sich nach dem VG für mich entschieden, jedoch hat der BR ein Veto eingelegt, weil es einen internen Bewerber gibt.

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