Betriebskosten hoher betrag miete?

5 Antworten

Meine Wohnung hat ca. 70qm und bewegt sich ca. im gleichen Rahmen für die Betriebskosten (Summe der Nebenkosten) und wir leben dort zu zweit.

Allerdings scheint da wirklich etwas nicht zu stimmen und du solltest die Nebenkostenabrechnung von einer Stelle bewerten lassen, die sich damit auskennt wie z.B. den Deutschen Mieterbund e.V., wenn du selbst nicht verstehst wie dieser Rechnungsbetrag zu Stande kommt.

Ich selbst bin erst vor kurzem dort beigetreten und hatte auch schon das erste Beratungsgespräch, das nach Eintritt und Zahlung des ersten Jahresbeitrages für dich umsonst ist.

Steht zum Rechnungsbetrag 2168 € dabei, woher der Unterschied zu den Betriebskosten von 1142,65 € entstanden ist?

Die knapp 1000€ können ja nicht ohne Grund aufgeschlagen worden sein, vielleicht hilft auch eine Nachfrage beim Vermieter bzw. beim Ersteller der Nebenkostenabrechnung schon weiter...

Sollte es sich dabei um eine Mieterhöhung durch etwaige Umbaumaßnahmen handeln, sollte möglicherweise geprüft werden ob die Mietpreisbremse (eigentlich ziemlicher politischer Quatsch um Stimmen zu fangen, aber na ja das ist wohl ein anderes Thema) hier greifen kann.

Gruß

Danke für deine antwort. Nein leider steht nicht drinn woher der Unterschied entstanden ist. 

@Cisemmm

Dann sollte das überprüft werden woher das rührt. Daher bei der Hausverwaltung bzw. dem Vermieter anfragen und wenn von da nix kommt, kannst du immer noch zu einem Mieter Verein gehen und dort mal nach einer Beratung anfragen und wie du damit umgehen sollst. Ohne Mitgliedschaft wird die Beratung dann möglicherweise Geld kosten, was eine Mitgliedschaft auch tut. Bei dem Verein dem ich beigetreten bin sind das 66€ im Jahr inklusive Rechtsschutzversicherung. Ein Betrag der sich meiner Ansicht lohnen kann, da die Mieterschutz Vereine erst einmal eine außer gerichtliche Vereinbarung mit dem Vermieter anstreben und da keine Beratungs- bzw. Anwaltskosten / Gerichtskosten für dich extra anfallen.

Was Betriebskosten sind, ist in der Betriebskostenverordnung definiert. Vom Grundsatz her (s. BGB) sind sie mit der Miete bezahlt. Der Vermieter darf sie aber auf den Mieter abwälzen. Dazu vereinbart er entweder monatliche Vorauszahlungen oder eine Pauschale. Ist eine Pauschale vereinbart, gibt es keine Abrechnung. Bei dir sind monatliche Vorauszahlungen vereinbart. Über diese muss der Vermieter jeweils für einen Zeitraum von 12 Monaten abrechnen. In der Abrechnung sind zur Erreichung der formellen Wirksamkeit zwingend jeweils der Gesamtverbrauch, die Gesamtkosten, der Umlageschlüssel, die anteiligen Kosten und die Gegenüberstellung der Kosten zu den Vorauszahlungen des Abrechnungszeitraumes abzubilden. Fehlt davon eine Bedingung, ist die Abrechnung unwirksam, sprich gilt als nicht erfolgt.

Die Abrechnung muss binnen 12 Monaten nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes (Abrechnungsfrist) dem Mieter zugestellt sein, ansonsten ist sie verfristet und eine evtl. Nachzahlung nicht mehr fällig.

Der Mieter hat ein 12monatiges Einspruchsrecht gegen die Abrechnung. Er soll dazu schriftlich diesen (per EInwurfeinschreiben) begründen und Einsichtnahme in sämtliche relevanten Originalbelege fordern. Wird diese verwehrt, ist die Nachzahlung schon deshalb nicht fällig.

Der Anspruch auf Abrechnung unterliegt der regelmäßigen 3jährigen Verjährungsfrist.

Gegen eine  unwirksame Abrechnung (aus formellen Gründen) braucht und soll man keinen Einspruch einlegen.

Sollte deine Abrechnung nur so aussehen, wie in deiner Frage aufgezeigt, ist sie unwirksam aus formellen Gründen.

Du kannst die Belege beim Vermieter einsehen lassen, sonst gibt es auch Mieterhilfe-Vereine, die sicher mal drüber sehen können.

Für eine so kleine Wohnung sind das schon ganz ordentliche Nebenkosten, jedoch bestimmt nicht nur die Größe der Wohnung die Höhe der Nebenkosten, sondern auch das Mieterverhalten.

Auch die Mieterhöhung ist sehr ordentlich.

Mach einen Termin bei einem Mieterverein und lass Dich beraten - auch wenn die Mitgliedschaft im Verein erst mal Geld kostet.

Das ist garantiert keine Mieterhöhung, sondern zu den 450 € Kaltmiete kommen künftig 180 € Vorauszahlung für die Betriebskosten und das zusammen ergibt 630 €. Da verwechselt der/die FS was.

Die zusätzlichen Betriebskosten müssen einzeln aufgeschlüsselt werden und auf Nachfrage auch belegt werden. Allenfalls Kleinbeträge kann man unter einer "sonstigen" Position zusammen fassen.

Die Kosten sind allerdings für eine Wohnung dieser Größe ungewöhnlich hoch. Da solltest Du wirklich mal genauer hinsehen.

Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass bei Dir die Kaltmiete um 40 % erhöht wurde.

Die neue Miete ist vermutlich Warmmiete, also 450 € kalt + 180 € BK-Vorauszahlung macht zusammen € 630,-.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – In diesen Bereichen selbst seit langer Zeit tätig.

Der betrag ist doch nicht normal oder ?

 

Das kommt mir sehr hoch vor.

Ich würde Dir empfehlen, die Abrechnung mal anonymisiert hier hochzuladen.

Ansonsten kann hierzu keine verlässliche Aussage getroffen werden.

und was ist Betriebskosten ?

 

 Schau mal in den § 2 Betriebskostenverordnung. Dort findest Du alle möglichen Betriebskostenarten, die Dir der Vermieter in Rechnung stellen könnte.

 

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