Betreutes Wohnen oder Altenheim?

5 Antworten

Beim betreuten Wohnen hat man weiterhin seinen eigenen Hausstand, kann über sich selbst verfügen, sich aber mit Dingen, die man abspricht, betreuen lassen. Man bleibt so weit wie möglich selbstständig.

Seit ich im Wohnpark Dimbeck Betreutes Wohnen Mülheim lebe, ist mein Lebensmotto: "Aktiv sein macht Spaß, was ich nicht kann, kann ich lernen". Mein Mann und ich haben quasi mit unserem Einzug das Wohnstift eröffnet, wir waren die Ersten. An den Angeboten hier im Haus haben wir uns nur manchmal beteiligt. Seit ich alleine lebe freue ich mich darüber, dass ich jeden Tag etwas zu tun habe. Ob ich bei der Gymnastik meine schon leicht steifen Gelenke lockere oder beim gemeinsamen Singen neue Freunde finde, ich entdecke stets neue Talente in mir. Basteln oder den Wohnbereich dekorieren, Spaziergänge oder Ausflüge, mir wird nicht langweilig. Es gibt auch Zeiten, da freue ich mich auf Gemütlichkeit und Ruhe, dann trinken wir gemeinsam Kaffee und essen die selbstgebackenen Waffeln. Auch kommen die Kultur und Unterhaltung nicht zu kurz, besondere Höhepunkte sind die Vorstellungen im Theater des Wohnstifts. Frei nach der Devise, dort wo was los ist, ist Spaß, kann ich alle nur auffordern sich auf zu machen und sich an den Aktivitäten im Hause zu beteiligen, es ist interessant und abwechslungsreich. Frau Modest, Bewohnerin http://www.swz-dimbeck.de/

Es gibt viele Einrichtungen, die sich betreutes Wohnen nennen, wo es aber de facto keine Betreuung gibt. Ich bin ne Zeitlang Krankenwagen gefahren und hatte eine Patientin, die im betreuten Wohnen gelebt hat und sich nachts den Oberschenkelhals gebrochen hat. Sie konnte nicht mehr aufstehen und hat den Klingelknopf gedrückt. Als nach einer Stunde immer noch keiner kam, hat sie angefangen um Hilfe zu rufen, bis sie dann von ihrem Nachbarn gehört wurde. Der hat dann direkt die 112 angerufen.

Also erkundigt euch ganz genau, wie viele Leute zu welcher Zeit für die Betreuung zuständig sind. In manchen Einrichtungen kommt für eine Stunde am Tag jemand vorbei und klopft mal an jeder Tür.

Es gibt Heime , die eine Mischung aus betreutem Wohnen , und Pflegeheim sind . Vorteil ist dabei , in der Wohnung behält der Betroffene seine Selbstständigkeit . Sollte er aus Krankheitsgründen dort nicht mehr klarkommen , wechselt er in den stationären Bereich . Dadurch muss er seine gewohnte Umgebung nicht verlassen , und bleibt im gleichem Stadtteil . Sollte der Rentner noch einigermassen fit sein , würde ich auf keinem Fall zu einem Pflegeheim raten !

Wichtig ist noch, das man für einige Altenheime eine Einstufung in eine Pflegestufe benötigt. Weitere Infos und vor allem die Suche und einen transparenten Vergleich zwischen Altenheimen gibt es unter www.domizilsuche.de

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