Bestattungskostenbeihilfe - Wer muss die Kosten tragen? - Wie muss ich vorgehen?

6 Antworten

Du hast das Beerdigungsinstitut beauftragt, also mußt Du zunächst auch zahlen; das Bestattungsinstitut ist im Recht, das Geld von Dir einzufordern, da Du der Vetragspartner bist.

Da allerdings die Erben für die Beerdigungskosten aufkommen müssen und Du das Erbe ausgeschlagen hast, hast Du einen Erstattungsanspruch an die Erben.

Sofern also Erben vorhanden sind, kannst Du die Kosten von denen einfordern.

Sollten keine Erben vorhanden sein, tritt derjenige ein, der zu Lebzeiten unterhaltspflichtig war (§ 1615 Abs. 2 BGB). Das gilt auch für den Fall, wenn das Erbe überschuldet ist.

Wenn der Neffe Erbe ist, kannst Du also die Kosten von ihm zurückfordern.

da ich nicht mehr erbberechtigt bin

hast das Erbe ausgeschlagen?

ein Neffe meines Vaters das Erbe nicht ausgeschlagen hat.

dann wird von Amtswegen ermittelt wer noch erbberechtigt ist, ist aber unabhängig der Beerdigungskosten. Wer bestellt, zahlt. Biete Ratenzahlung an.

Die Erben sind verpflichtet, das zu zahlen. Also nun entweder an Dich oder sie übernehmen den Vertrag beim Institut. Eigentlich hätte das Beerdigungsinstitut im eigenen interesse gar keinen Vertrag mit euch machen dürfen, wenn ihr das Erbe ausschlagt, und überhaupt noch nciht gesichert ist, wer erbt.

Nur, wenn alle ausgeschlagen hätten, würde eine gesetzliche "Zahlungspflicht" greifen.


kleiner Irrtum, Falsch

@peterobm

Kleiner Irrtum von Dir, dass da was falsch ist.

Hallo,

ich weiß nicht, ob dir schon geholfen wurde. Aber ich kann dir dazu sagen das wir einen ähnlich gelagerten Fall haben.

Der Sohn beauftragt uns seine Mutter zu bestatten. Er lehnt das Erbe ab, beantragt die Übernahme der Kosten durch das Sozialamt.

Diese werden abgelehnt mit der Begründung, das etwas Geld zur Verfügung gestanden hätte (aus dem Erbe), er sich also von demjenigen die Kosten der Bestattung einklagen müsste.

Sein Bruder muss sich auch noch zu dem Erbe äußern, aber es weiß niemand wo der steckt. Dies interessiert auch das Sozialamt nicht - und uns als Bestatter auch nicht.

Wir haben die Arbeit für die wir beauftragt wurden ausgeführt und für diese wollen wir auch bezahlt werden. Und da ist der Sohn (der ja auch bestattungspflichtig ist) unser Ansprechpartner, weil unser Auftraggeber.

Du kannst bei dem Neffen versuchen das Geld für die Bestattung zu bekommen, denn aus dem Nachlaß eines Verstorbenen muss zuerst die Bestattung gezahlt werden, erst was dann über ist gehört zur Erbschaft.

Ist allerdings kein geld vorhanden gewesen, bzw. nicht ausreichend, am Tag des Versterbens, dann wirst du die Kosten allein tragen müssen.

Auch musst du dich nun allein bzw. mit einem Anwalt um alles weitere kümmern müssen.

Der Bestatter ist hier völlig im Recht...

Auch wenn du das Erbe ausgeschlagen hast, so kommst du nicht umhin, für deinen Vater die Bestattungskosten zu bezahlen. Bisher hat es doch mit den 100 € ganz gut geklappt...soviel kann es doch nicht mehr sein...Es wäre was anderes wenn du auf Hartz IV angewiesen wärst...

Bin ich. Ich bekomme Zuschüsse zum Verdienst. Die Beerdigungskosten belaufen sich insgesamt auf 3.100 € Der Friedwald alleine 800,- €. Beim Bestattungsinstitut sind noch 1000,- € offen.

Habe beim Beerdigungsinstitut angerufen. Die wollen das Geld weiterhin von mir haben. Eine Mitarbeiterin hatte mir aber empfohlen das Erbe auszuschlagen. Jetzt wurde mir vom Beerdigungsinstitut gesagt, ich hätte einen Fehler gemacht, da ich ausgeschlagen und trotzdem unterschrieben habe? Wie geht das zusammen?

@Jolada

Ja, das ist so. Wenn man das Erbe ausschlägt, ist man nicht verpflichtet für die Beerdigung aufzukommen und macht auch keinen Vertrag mit dem Institut. Es sei denn, es wäre Geld z.B. auf der Bank, das ausdrücklich dafür wäre.

Erst, wenn es gar keine Erben gibt (oder alle ausschlagen), muss man als Hinterbliebener u.U. für die Beerdigngskosten aufkommen. Da gibt es eine gesetzliche "Rangfolge" und es hängt vom Einkommen ab. Da fielen leute mit Aufstockung etc. schon mal weg.

Es ist nun Deine einzige Möglichkeit, das Geld vom ERBEN zurück zu fordern.

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