Beschlußfassung bei Wohneigentum

2 Antworten

wen es ein Notkauf war (alter Rasenmächer kaputt, nicht reparierbar) müsste das eigentlich ok sein .... aber es kjommt genau darauf an welche Befugnisse man dem Verwalter eingeräumt hat ....

Ja, dass kann er.

Selbst wenn er Geld vom Konto der WEG nimmt und damit in den Urlaub fährt, muss er dies abrechnen. Gibt er indessen das Geld der WEG für den Rasenmäher aus, weil z. B. der alte Rasenmäher irreparabel kaputt ist, kann er auch diese Kosten dem Konto der WEG entnehmen und muss diese Kosten natürlich abrechnen.

Es ist ein vielverbreiter Aberglaube, dass die Instandhaltungsrücklage mit dem Rücklagenkonto identisch sein muss. Vielmehr kann die Rücklage auch auf dem Girokonto der Gemeinschaft schlummern, oder auf beiden Konten.

Was die Beschlussfassung anbelangt, hat die WE-Versammlung zwei Möglichkeiten: Entweder sie beschließt, dass Geld der Instandhaltungsrücklage zu entnehmen (nur dadurch wird sie gemindert), oder aber der Verwalter muss eine neue Abrechnung erstellen und die Kosten gegenüber den Wohnungseigentümern als Neuanschaffung abrechnen. Eine dritte Möglichkeit wäre, die Kosten der Anschaffung über eine Sonderumlage zu beschließen. Denn bei dieser Frage geht es ausschließlich um die Art und Weise der Finanzierung.

Eine andere Frage - und das ist der Tenor deiner Frage - ist es, ob der Verwalter ungefragt einen neuen Rasenmäher kaufen durfte. Sofern hier keine diesbezüglichen Regelungen im Verwaltervertrag vereinbart wurden, durfte er das nicht. Er hätte vielmehr eine außerordentliche WE-Versammlung einberufen müssen und die Wohnungseigentümer (WE) die Entscheidung treffen lassen müssen. Denn auch wenn der alte Rasenmäher kaputt war, war dadurch keine Gefahr im Verzug, befand sich der Verwalter somit nicht in der sog. Notgeschäftsführung und hätte also die Entscheidung den Wohnungseigentümern überlassen müssen. Dieses Verhalten ist aber keine Frage der Abrechnung oder Instandhaltung, sonderen eine Frage der Entlastung, die ich an deiner Stelle dem Verwalter nicht erteilen würde.

Jahresabrechnung nach Kauf einer selbstgenutzen Eigentumswohnung

Hallo,

habe einen etwas kniffligen Fall. Wir haben zum 1. Nov 2012 eine Eigentumswohnung gekauft, die wir selbst nutzen. In unserem Kaufvertrag ist geregelt, dass die Betriebskosten zeitanteilig zum 1. Nov 2012 verrechnet werden. Der Vorbesitzer war gleichzeitig der Verwalter und hat für 2011 keine Jahresabrechnung erstellt und ist auch in der WEG Versammlung nicht entlastet worden. Ein Mitglied der Eigentümergemeinschaft hat dann Mitte 2013 die Abrechnung für 2011 erstellt und den Überschuss aus den Wohngeldzahlungen - knapp 50 Euro - an den Vorbesitzer überwiesen. Ein Beschluss bzgl. der Abrechnung 2011 ist nie in einer Eigentümerversammlung gefasst worden. Zwischenzeitlich wurde ein Verwalter bestellt, der die Abrechnung für 2012 erstellt hat. Danach müssen wir knapp 1100 Euro nachzahlen. Der Vorbesitzer zieht jetzt von seinem Anteil knapp 300 Euro mit der Begründung ab, dass diese von ihm 2011 als einmalige, zusätzliche Vorauszahlung getätigt wurden. Darüber hinaus hat er den Nachzahlungsbetrag zwischen sich und seiner getrennt lebenden Ehefrau aufgeteilt und nur seinen gekürzten Anteil überwiesen.

Nun meine Fragen:

  1. Haben wir mit der Abrechnung für 2011 überhaupt etwas zu tun? Ist der Vorbesitzer berechtigt, den Nachzahlungbetrag für 2012 mit angeblichen Forderungen aus 2011 zu verrechnen? Falls ja, wer muss den Nachweis für die geleisteten Zahlungen in 2011 erbringen?

  2. Ist es richtig, dass die Vorbesitzer gesamtschuldnerisch haften?

  3. Ist es richtig, dass der notariell beglaubigte Kaufvertrag ein vollstreckbarer Titel ist, der uns berechtigt den ausstehenden Betrag durch einen Gerichtsvollzieher oder Inkassobüro eintreiben zu lassen? Falls ja, wer trägt die Kosten für Gerichtsvollzieher oder Inkassobüro?

Vielen Dank für eure Hilfe

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WEG will Verpflichtungsbeschluss gegen mich erwirken

Hallo liebe Community,

Ich wohne seit einem knappen Jahr in einer älteren gebrauchten Eigentumswohnung in einer Wohnanlage mit 10 Wohneinheiten. Zu meiner Wohnung gehört eine an das Haus angebaute Einzelgarage. Gibt insgesamt 4 Einzelgaragen. Laut Teilungserklärung habe ich das alleinige Sondernutzungsrecht an meiner Einzelgarage. Allerdings steht in der Teilungserklärung auch, daß ich als Sondernutzungsberechtigte für den Unterhalt und Instandsetzung alleine aufkommen muß.

Die Garage ist etwas "heruntergekommen" und stört das Allgemeinbild der Anlage. Ich sehe das ja ein, jedoch bin ich nach dem Kauf etwas knapp bei Kasse und bin der Meinung, daß die Teilungserklärung da nicht korrekt ist und die Sanierung der Garage durch alle Eigentümer getragen werden muß.

Sind nach ersten Schätzungen ein paar Tausend Euro da Massivgarage. Die anderen Eigentümer wollen jetzt in einer außerordenlichen Versammlung (mehr als 25% haben hierfür den Verwalter beauftragt) mir gegenüber einen Beschluss zur Verpflichtung der Instandsetzung meiner Garage durch mich beschließen.

In der Teilungserklärung steht, daß Beschlüsse mit einfacher Mehrheit von den entsprechenden Miteigentumsanteilen (also nicht Kopfstimmen) gefasst werden können.

Drei mir nicht so freundlich gesonnenen Eigentümer von den 10 Eigentümern haben zusammen rund 600/1000 Stimmanteile, diese haben mir angedeutet, daß sie einem Beschluß zur Verpflichtung der Instandsetzung meiner Garage durch mich unterstützen werden.

Meine Fage dazu: Wenn eine Stimmenmehrheit für den Beschluss einer Verpflichtung auf dieser Versammlung gefasst wird, habe ich wohl ganz schlechte Karten ? Was hat das für Konsequenzen für mich ? Der Verwalter meinte, es könnte auch gleich ein Beschluss von der Eigentümergemeinschaft gefasst werden daß gegen mich eine Verpflichtungsklage erhoben wird wenn ich nicht der Verpflichtung nachkommen würde. So etwas habe ich noch nie gehört. Stimmt das wirklich, gibt es so etwas?

Hilfreiche Antworten würden mich sehr freuen. Danke vorab für Eure Hilfe.

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