beschäftigungsverbot...zahlt Arbeitgeber weiter?

5 Antworten

Hallo Luna,

es ist so, dass Firmen, die nur wenige Angestellte und Arbeiter haben eine sogenannte Umlage an die Krankenkasse abführen müssen. Im Krankheitsfall wird dem Arbeitgeber zwischen 50 - 100 % der angefallenen Lohn-, bzw. Gehaltskosten von der Krankenkasse erstattet. Es kann durchaus sein, dass Dein Arbeitgeber davon keine Ahnung hat. Du bist schwanger und da werden 100 % erstattet. Dein Arbeitgeber hat noch nicht einmal die Lohnnebenkosten zu tragen. Du solltest jemanden bitten dort anzurufen und mit Deinem Chef zu reden und ihn über diese Möglichkeit aufzuklären. Dein Chef hat doch bestimmt einen Steuerberater.

Keine Sorge, das Geld steht dir zu! Ich gehe mal davon aus, dass du bei so einem privaten Pflegedienst arbeitest und die wollen sich natürlich vor den Kosten drücken. Geh schnell zu einem Anwalt oder eventuell auch zum Sozialamt und schildere den Fall. Die können eventuell Überbrückungsgeld locker und deinem Arbeitgeber Feuer unterm Allerwertesten machen.

Dann mal ab zum Facnhanwalt für Arbeitsrecht, der soll der Arbeitgeber Feuer unterm Hintern machen. Geht gar nicht so was. Sofort klagen!

Hier findest du § 11 Abs.1 Satz 1 MuSchG aus dem die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Fortzahlung des Arbeitsentgelts hervorgeht:

(1) Den unter den Geltungsbereich des § 1 fallenden Frauen ist, soweit sie nicht Mutterschaftsgeld nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung beziehen können, vom Arbeitgeber mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren, wenn sie wegen eines Beschäftigungsverbots nach § 3 Abs. 1, §§ 4, 6 Abs. 2 oder 3 oder wegen des Mehr-, Nacht- oder Sonntagsarbeitsverbots nach § 8 Abs. 1, 3 oder 5 teilweise oder völlig mit der Arbeit aussetzen.

Fordere deinen Arbeitgeber schriftlich zur Zahlung auf. Wenn ernicht reagiert, wende dich an das Arbeitsgericht.

bei meiner schwester war es so, das sie das beschäftigunsgverbot von ihrem chef bekam, als sie die schwangerschaft mitteilte. dadurch bekam sie ihr bisheriges gehalt weiter.

bei einem beschäftigungsverbot des arztes wäre es neidriger gewesen.

aber wer das dann zahlt, habe ich nciht behalten.

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