Berufung JVA ERFOLGAUSSICHTEN?

3 Antworten

§ 64 StGB und § 35 BtMG kommen grundsätzlich infrage.

Allerdings:

Allerdings muss das erstinstanzliche Gericht einer Rückstellung zustimmen, da sich dieses im Rahmen der Urteilsfindung selbst das beste Bild des Angeklagten machen konnte und deshalb an der Umsetzung seines Willens (= seines Urteils) beteiligt werden soll und einschränkend gilt für die Rückstellung nach § 35 BtMG, dass nur Strafen/Strafreste rückstellungsfähig sind, die nicht mehr als zwei Jahre betragen, während die Unterbringung nach § 64 StGB bei jeder Strafhöhe möglich ist.

Richtig ist, dass das Berufungsverfahren erst wegen der Überlastung der Gerichte erst in einigen Monaten bis zu einem Jahr nach der erstinstanzlichen Verhandlung stattfinden wird, dann aber noch die laufenden Verfahren, wo es eventuell zu einer Verurteilung kommen wird, keinen Raum mehr für Bewährung und Therapie statt Strafe (§ 35 BtMG) lassen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Nur weil es vielleicht 2 Jahre werden heisst das noch lange nicht, dass es zur Bewährung ausgesetzt wird. Er kann auch 1 jahr im Knast absitzen. Bei dem Katalog glaube ich nicht an eine Bewährungsstrafe. Das Recht auf Berufung steht ihm zu.

Da er schon wegen gleichen Delikten vorbestraft ist, dürfte es eigentlich nicht auf einer Bewährung hinauslaufen, selbst wenn in der Berufung weniger als zwei Jahre kommt. Diese müssen ja nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

Ahhh OK. Dachte alles bis zwei Jahre wird eh Bewährung werden. Ok. Also könnte er auch 1,5 Jahre Haft bekommen. ?!?! Gut zu wissen. Aber trotzdem zu wenig

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