Berufsunfähig/Umschulung - was soll ich tun?

5 Antworten

HAllo Matze,

mit dem medizinischen Befund den Antrag auf BU-Rente bei der privaten Versicherung stellen.

Du bekommst diese Rente ab dem Zeitpunkt, wenn du den Job als Dachdecker aufgibst.

Im gelichen Atemzug zum Arbeitsam und Unterstützung bei Umschulung/Berufsfindung stellen.

Das  geliche würde ich bei der Deutschen Rentenversicherung auf Antrag beruflichen Rehabilitation stellen.

Wenn eienr der beiden Wege gelingt bekommst du Unterhaltsgeld (i. der regel 64% vom letzten Netto) plus BU-Rente für die Zeit der Umschulung.

Beste grüße

Dickie59

Das mit der Bu hat sich erledigt es gibt keine. 

Du solltesat sowohl deine private Versicherung als auch die Rentenversicherung informieren. Bei beiden gibt es Anträge, die du dir zuschicken lassen oder selber downloaden kannst. Oft ist es hilfreich, dir "Unterstützung" zu holen - du kannst zuerst mal bei einer Sozialberatungsstelle in deiner Nähe nachfragen (Awo, Diakonie, Caritas usw.), die können dir schon ein paar Tipps geben und dich evtl. zum "Profi" weiterleiten.

Du musst natürlich auch umgehend Kontakt mit dem Arbeitsamt aufnehmen - bei Umschulungen geht nichts ohne die. Du schreibst zwar nicht, wie alt du bist, aber ich gehe davon aus, dass du noch ein paar Jahre zu arbeiten hast (und auch nicht von jetzt ab nur zuhause sitzen willst).

Langfristig ist eine Umschulung oder eine neue Ausbildung sicher der beste Weg - aber ich würde damit warten, bis alles andere einigermaßen geklärt ist. Da kommen vermutlich noch eine Menge Gutachten und andere Termine auf dich zu, vielleicht ändert sich auch privat etwas (dass z.B. deine Partnerin mehr arbeitet, wenn du zuhause bist usw.)

Ich würde deshalb erst mal nichts überstürzen und einen Schritt nach dem anderen machen. Überlege dir gut, in welche Richtung es für dich gehen soll - Büro ist nicht jedermanns Sache, LKW- oder Busfahren kann ganz schön auf den Rücken gehen usw. Die nächsten Entscheidungen sind zu wichtig, um sie einfach so spontan zu treffen. Nimm dir ein bisschen Zeit, versuche, wenn möglich, in "neue" Berufe reinzuschnuppern und höre auf das, was dir die Ärzte raten...

Danke auch dir für deine Antwort. Ich bin leider erst 25 Jahre und arbeite wirklich gerne in meinem Beruf aber, ich muss auf den Arzt hören und die weiteren schritte gehen sonst bin ich keine 30 und habe den Bandscheibenvorfall mit Sicherheit so sagte mein Neurochirurg.

Welchen Antrag muss ich denn bei der Rentenversicherung ausdrucken?

@matze3006

Ich meine ja nicht, dass du erst mal ein Jahr Urlaub machen sollst. Aber wenn man dir etwas vorschlägt (z.B. eine Umschulung) hast du das Recht, dich über den Beruf und mögliche Alternativen zu informieren.

"Ausgemusterte" Handwerker werden oft mehr oder weniger automatisch zu Bürokaufleuten, Berufskraftfahrern oder Köchen umgeschult. Viele davon brechen aber entweder ab oder arbeiten nie im neuen Job. Weil sie ihn HASSEN.

Deshalb eben der Rat, dir auch selbst Gedanken zu machen. Du könntest z.B. mal zum BIZ gehen und dir dort ein paar neue Ideen holen, mit Leuten reden, die dich kennen usw.

Laß dir auf gar keinen Fall einen sogenannten Reha-Beruf aufbinden. Das ist zum Beispiel Qualitätsfachmann für Längenprüftechnik. Das sind Berufe, die es

in der normalen Wirtschaft als regulären Ausbildungsberuf nicht gibt. Aber zunächst muss festgestellt werden, wer die Kosten trägt. War das ein Sturz in während der Arbeit (muss nachweisbar sein) dann handelt es sich um einen Arbeitsunfall und die Berufsgenossenschaft ist zuständig. Ansonsten mal die Krankenkasse anfragen oder das Arbeitsamt. Normalerweise so habe ich  gesehen als ich zum Eignungstest musste, haben Ärzte vor Wirbelsäulenerkrankungen so viel Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser.

Das kann unter Ümständen zur Verrentung führen. Dabei kommt es auch auf dein Alter an. Ab 43 wird es sehr schwer, eine Umschulung durchzubekommen. Ausserdem wird keine Umschulung mehr gewährt, die länger als 2 Jahre dauert. Wenn dann nimm einen Beruf, den es draussen auch gibt, wenn er denn Dir als Umschulung bezahlt wird.

Bekommst du kein ALG II, dann rechnet man mit 900 Euro Lebensunterhalt und 500 Euro Kosten pro Monat in der Umschulung, also etwa 35 bis 36000 Euro Kosten pro Umschulung.

Da gibt es eine Menge Fallstricke, die ich hier nicht alle auflisten kann.

Also lass dich auf jeden Fall beraten.

Hallo,

am besten bei folgenden Stellen Termine vereinbaren:

- Rentenversicherung: medizinische Reha in einer Rehaklinik? Umschulung?

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html

- Agentur für Arbeit: Umschulung? Regionale Lage am Arbeitsmarkt? Berufsinformationszentrum (BIZ)?

- bei der privaten Berufsunfähikeitsversicherung genau die Gründe für die Ablehnung klären und überprüfen

Zusätzlich am besten:

- Eigene Interessen und Stärken herausfinden

- mit vielen Leuten über deren Beruf sprechen

- mit welchen Leuten hatte man im Zusammenhang mit der Arbeit Kontakt? Gibt es dabei evtl. interessante und geeignete Tätigkeiten? Wenn man bei einer neuen Tätigkeit einen Teil der bisherigen Erfahrungen und Stärken einbringen kann, wäre das sehr hilfreich (auch bei Bewerbungen).

Gruß

RHW

So schnell geht es nicht mit der Umschulung.......zwischen Ausbruch der Krankheit ( schwerer Hörsturz) und Beendigung der Umschulung lagen bei mir knapp 4,5 Jahre. Das einfachste ist, die stellst einen Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Deutschen Rentenversicherung, die erklären dir auch, wie es dann weiter geht.

danke für den Anhaltspunkt

@matze3006

Bei mir hat es von der möglichen Maßnahme bei der ersten Umschulung knapp 6 Monate gedauert.

Die letzte Bewilligung für die zweite Umschulung hat gerade mal ein Gespräch gekostet und ich musste nur warten dass ich vier Wochen in Bezug von ALG I war, dann bekam ich den Bildungsgutschein.

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