Berufsunfähigkeitsversicherung Zeitraum der Leistung?

5 Antworten

Die BU-Versicherung zahlt so lange du berufsunfähig bist. Es kommt jetzt auf deinen Vertrag an, ob du auf einen anderen Beruf verwiesen werden kannst. Wenn das der Fall ist, wird die Zahlung eingestellt, sobald du wieder in der Lage bist zu arbeiten. Die Beitragsbefreiung gilt für den Gesamtbeitrag. Wenn du verwiesen werden kannst, kann die Versicherung dir auch eine Umschulung anbieten. Diese kannst du nicht verweigern. Während der Umschulung wird auch gezahlt. Deine Schwangerschaft hat mit deiner Berufsunfähigkeit überhaupt nichts zu tun. (es sei denn, du wärst wegen der Schwangerschaft berufsunfähig)

Noch etwas, berufsunfähig und arbeitsunfähig sind zwei unterschiedliche Begriffe und haben nichts miteinander zu tun.

hi, natürlich musst du das deiner Versicherung melden, dass du wieder arbeitest --> sonst Betrug. Was Beitragsfrei ist und wie viel Krankengeld du bekommt kann dir keiner sagen, dass siehst du in deiner Police.

Je nach Bedingungswerk ist das eine Obliegenheitspflicht des Versicherten, die Rückzahlungen, Strafzahlungen oder Vertragskündigung nach sich zieht. Möchte mal den erleben, der dem Versicherungsnehmer Betrug nachweist, bis auf ein paar schwarze Schafe.

Nachtrag: Eine Verweisbarkeit ist bei meinem Vertrag ausgeschlossen

Wie oft ich das von Kunden höre. Überhaupt keine Verweisbarkeit haben nur zwei Versicherungen, da müsstest Du bei einer von beiden sein und bei Nummer zwei geht das erst seit kurzem.

Hallo, klasse, dass der Versicherer zahlt. Über die Prüfung, ob zu 50% gearbeitet werden kann oder nicht, scheinst du demnach ja in der Erstprüfung hinaus zu sein. Zu deinen Fragen:

1.Die Wiederaufnahme sollte gemeldet werden. Ansonsten das Geld sparen, da wahrscheinlich zurückgefordert wird.(Wird schon mal vergessen oder übersehen, wenn man großes Glück hat.

2.Der Versicherer kann jährlich überprüfen, zumindest (abhängig vom jeweiligen Bedingungswerk) ob tatsächlich eine andere Tätigkeit ausgeübt wird (konkrete Verweisung) oder ob die Bedingungen: zu 50% berufsunfähig noch vorliegen.

3.Ja, evtl. mit gewissen Abschlägen, z.B. wenn eine Wiedereingliederungshilfe (meistens in Form von einigen Monatsrenten) vereinbart ist.

4.Die Zusatzversicherung besteht aus zwei Teilen. Einmal die Rente und dann die Beitragsbefreiung der Hauptversicherung, also auch der Rentenversicherung.

5.Siehe 3., wenn Wiedereingliederungshilfe Vertragsbestandteil.

6.Solange die Voraussetzungen für die Beziehung der BU-Rente vorliegen: Ja.

7.Nein

8.Ja. In Abhängigkeit von der Restlaufzeit der BU, in diesem Fall Vertragsende der BU-Zusatzversicherung (da unbefristet). Diese Ertragsanteilbesteuerung, ich gehe mal davon aus, dass es ein Privatvertrag der 3. Schicht ist (Nicht Rürup-/Basisrente oder betriebliche Rente), regelt § 55 Abs. 2 EStDV. Z.B. 20 Jahre bis zum Ende – dann 21% der Rente.

9.Die Beziehung der Rente sollte beiden Versicherern gemeldet werden. Wegen Wirtschaftlichkeitsprüfung (Ich kann kein höheres Einkommen haben als zuvor) kann der Krankengeldversicherer (Gesetzliche Kasse oder Privat) oder der BU- Versicherer Leistungen zurückfordern, ansonsten ist es wie mit dem großen Glück. Die Definitionen sind leider unterschiedlich, wann man BU ist. Der Krankenversicherer kann jederzeit Die BU feststellen, dann wird die Zahlung eingestellt. Im Leistungsantrag zur BU muss eigentlich der Bezug von Krankengeld angegeben werden, so dass es dort zu Leistungskürzungen kommen kann. Kommt ein bisschen auf den Fall an.

Gute Besserung

Ich weiß nicht, woher immer die Gerüchte kommen, dass sich Versicherungen vor einer BU-Leistung drücken. Die Anerkennungsstatistik sagt da was anderes. Leistungsverweigerungen liegen zum größten Teil leider an falschen Gesundheitsangaben oder an steinalten bzw. falschen Bedingungen, die dem Versicherer genug Möglichkeiten zum Ablehnen lassen.

@Candlejack

Die Gerüchte sind selbst erlebte Fakten mit der Allianz. Zuerst wird man eineinviertel Jahre hingehalten mit immer neuen Fragebogen, ewigen Bearbeitungszeiten und blabla über interne Umstrukturierungen, sodass man schon lange obdachlos und verhungert ist. Dann kommt immer noch keine Entscheidung, nein man wird zum Gutachter geschickt. Der soll dann begutachten, ob man vor eineinviertel Jahren berufsunfähig war. Natürlich war man seitdem in ärztlicher Behandlung, aber die 1000 Fragebogen, die die behandelnden Ärzte ausgefüllt haben, scheinen plötzlich nichts mehr wert zu sein. So gehen gedankenlose Sachbearbeiter, die ja nur ihren Job machen, mit menschlichen Schicksalen um...

@Unterhosenmodel

Hab bei der Allianz auch anderes erlebt. Ich mach jetzt BU seit 10 Jahren und habe in der Zeit nur 2-3 abgelehnte BU-Fälle erlebt, weil dort entweder keine 50% waren (manche wollen auch wegen allem BU anmelden) oder bei einem die Gesundheitsfragen völlig falsch beantwortet wurden. Alle anderen klappten. Bei den negativen Beispielen, die aus dem Kundenkreis erzählt wurden, gings fast immer um Klauseln oder Gesundheitsfragen. Wer billig kauft, kriegt eben zur Not keine Leistung. Mehr als ein Jahr mit Fragebögen und Co habe ich so noch nicht erlebt, würde ich mir auch gar nicht gefallen lassen. Da würde ich Ärzte, Leistungsabteilung und Co des öfteren nerven. Und solange immer mehr versuchen, sich in eine BU zu schummeln, um so härter kontrollieren die Versicherungen. Böse Sachbearbeiter und menschliche Schicksale ist ja schon falst Bild-Niveau. Krankengeld wird 72 Wochen bezahlt, in der Zeit sollte sich eien BU klären lassen.

Wow, das sind viele Fragen, die eigentlich Deinem Betreuer zu stellen sind, der die BU abgeschlossen hat, denn nur der kennt die BU-Bedingungen. Da ich nicht weiß, welche BU abgeschlossen wurde, kann ich nur raten:

  • 1) die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit ist nach den meisten Bedingungen zu melden
  • 2) den Fortbestand Deiner BU darf eine Versicherung idR einmal jährlich prüfen
  • 3) nur wenn eine BU nicht gewährt würde und dieser Umstand bereits soweit zurückliegt, dass unberechtigt BU gezahlt wurde
  • 4) kommt auf den Tarif und die Bausteine an. Es gibt Beitragsbefreiung für nur eins und für beides.
  • 5) das regeln die Bedingungen im Punkt Wiedereingliederungshilfe
  • 6) eine Schwangerschaft ist keine BU, es sei denn Du bist neben der Schwangerschaft eh nicht arbeitsfähig
  • 7) Das Geld Deines Mannes hat mit der BU nichts zu tun.
  • 8) ja, mit Ertragsanteilbesteuerung für temporäre Leibrenten (§ 55 EStDV)
  • 9) nichts, Krankengeld der GKV wird für maximal 72 Wochen nach den 6 Wochen Lohnfortzahlung gezahlt. Zahlung endet auch, wenn Du Leistungen einer BU erhälst. Bekommst Du Zahlungen von beiden, dann auch beiden das melden und so schnell wie möglich klären, weil die GKV dann Geld zurückverlangt !

Year ! So ist es ! DH ! HG DerMakler

@DerMakler

Vielen Dank, das zweite Mal in kurzer Zeit :-) Wenn DH, dann bitte auch Button drücken.

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