Berufsunfähigkeitsversicherung - ja oder nein?

5 Antworten

Eine BU Vers. hilft in den ersten 61 Monaten des Berufsleben , da erst danach Ansprüche an die Sozialversicherung = drv gestellt werden können . Vorher gibt es keine Unterstützung .Der STAAT hat da ohnehin nichts mit zu tun , typisch falsche Info .

Also erst einmal sinds die ersten 60 Monate, denn ab dem 61. Monat gibts bereits Leistung. Zum anderen ist mir ziemlich egal, ob ich nach 60 Monaten Geld bekomme, wenn ich die Höhe sehe. Ob ich das habe oder nicht habe, spielt keine Rolle. Ohne private BU müsste ich ohnehin Hilfe beantragen.

Und wo war jetzt die typisch falsche Info ?

Bei Bürojobs würde ich nie eine BU abschließen! Und einen Burn-Out kann man ganz locker vermeiden, dagegen braucht man keine Versicherung.

Bei Bürojobs würde ich nie eine BU abschließen!

Gib mir mal deine Email, dann kriegst du von mir ein paar Statistiken.

@kevin1905

Für mich ist doch aber meine ganz persönliche Situation entscheidend und nicht irgendwelche Statistiken!

@ErsterSchnee

Weißt du wie schnell du gerade im Büro berufsunfähig wird? Es geht bei einer Berufsunfähigkeit doch nicht nur drum, dass der Dachdecker wegen seines Rückens nicht mehr aufs Dach steigen kann. Psychische Erkrankungen, Bandscheibenvorfall, Krebs, ... durch all diese Sachen, die du in der Regel nicht beeinflussen kannst, kannst du auch im Büro BU werden!

Bei Bürojobs würde ich nie eine BU abschließen!

Dann sind wir es also, die im Leistungsfall Dich mit Grundsicherung stützen müssen. Abgesehen davon sagen alle Statistiken, sowohl von DRV als auch den privaten Anbietern, da was ganz anderes...

Und einen Burn-Out kann man ganz locker vermeiden, dagegen braucht man keine Versicherung.

Die tausenden Fälle jedes Jahr werden sich bei Dir bedanken und die Krankenkassen und BUs wären für eine beratende Tätigkeit von Dir sicherlich dankbar. An dem Problem knabbern sie nämlich alle seit Jahren ;-)

Für mich ist doch aber meine ganz persönliche Situation entscheidend und nicht irgendwelche Statistiken!

Statistiken zeigen Dir aber, dass viele Menschen, die so denken wie Du, es eiskalt erwischt hat. Abgesehen davon bleiben auch in Deinem Beruf neben Burnout noch dutzende andere Chancen, BU zu werden. Selbst die Unfälle, die zwar nur unter 10% der BU ausmachen, bei den Deutschen im Kopf aber Hauptproblem Nr. 1 sind.

Du, mach was Du willst. Wer keine BU haben will, muss auch keine machen. Aber dann auch nicht rumjammern, wenn man zum Amt muss und Grundsicherung beantragt, weils Arbeiten nicht mehr geht, der Chef einen so nicht mehr will, die DRV nicht viel wenn überhaupt zahlt und sich niemand anderes zuständig fühlt, Dir Geld für Deine Rechnungen zu überweisen ;-)

@Candlejack
Dann sind wir es also, die im Leistungsfall Dich mit Grundsicherung stützen müssen.

Nein, keine Panik, müßt ihr nicht.

Die tausenden Fälle jedes Jahr werden sich bei Dir bedanken

Was lernen die tausende Fälle während ihrer Krankschreibung und Therapie? Richtig - "nein" sagen. Könnte man auch schon vorher, würde man mehr auf sich und seinen Körper achten, bräuchte dieser nicht solche Krankheiten, um mal zur Ruhe zu kommen.

Aber dann auch nicht rumjammern, wenn man zum Amt muss und Grundsicherung beantragt,

Jammern werd ich nicht und zum Amt muss ich auch nicht - also ist doch alles gut!

@ErsterSchnee
Nein, keine Panik, müßt ihr nicht.

Ich bin da realistisch. Die staatliche Leistung reicht um Welten nicht, Du hast keine private BU - da bleiben nur persönliche Rücklagen oder Grundsicherung.

Was lernen die tausende Fälle während ihrer Krankschreibung und Therapie? Richtig - "nein" sagen.

Du hast scheinbar überhaupt keine Praxiserfahrung !

würde man mehr auf sich und seinen Körper achten, bräuchte dieser nicht solche Krankheiten, um mal zur Ruhe zu kommen.

Genau. Der Bandscheibenvorfall mit 51, die Muskellähmungskrankheit mit 52, die Karpaltunnelentzündung mit 25, die Gehirnblutung mit 27, die MS mit 43, der Nierenkrebs mit 54, der bösartige Lebertumor mit 28, der Trümmerbuch im Fuß mit 35... die ich miterleben durfte, wären vermeidbar gewesen, wenn diese Leute einfach besser auf sich aufgepaßt hätten. Die Arroganz mancher Leute wird nur noch übertroffen von ihrer Unwissenheit. Gegen letztes kann man was machen :-)

Jammern werd ich nicht

hatten die anderen auch gesagt, bevor es ihnen passierte ;-)

@Candlejack

Du hast anscheinend überhaupt nicht verstanden, was ich gesagt habe. Wenn du jetzt Trümmerbruch mit Burn-out gleichsetzen willst - bitte. Da kann ich dich nur zitieren...

Die Arroganz mancher Leute wird nur noch übertroffen von ihrer Unwissenheit. Gegen letztes kann man was machen :-)
@ErsterSchnee
Wenn du jetzt Trümmerbruch mit Burn-out gleichsetzen willst

Ich will das nur in einer Richtung gleichsetzen: ALLES Gründe für eine BU, ALLES bereits passiert und NICHTS davon wäre mit einer "vernünftigen" Lebensweise verhinderbar gewesen.

Die Kritik zurückzusenden ist allerdings eine beliebte Vorgehensweise, um sich dieser zu erwehren ;-)

@Candlejack
wären vermeidbar gewesen, wenn diese Leute einfach besser auf sich aufgepaßt hätten.

Und genau damit zeigst du, dass du es eben gerade NICHT verstanden hast.

Aber lassen wir diese Diskussion. Missionarischem Eifer konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Und glauben wirst du mir eh nicht, dass ich keinen Antrag auf Grundsicherung stellen werde. Also zahl du deine BU-Versicherung, ich mach mein Ding und alles ist gut.

@ErsterSchnee

Was den Satz betrifft, schonmal was von Sarkasmus gehört. Aber wenn ichs wiederholt falsch verstanden habe, dann erklärs doch das nächste Mal bitte so, dass man es verstehen kann.

Missionarischer Eifer ;-) ? Ich habe wesentlich häufiger gehört, dass man das Thema BU nun endlich verstanden hätte, also kann ich mit solcher Kritik auch leben.

Ich glaube schon, dass Du keinen Antrag stellen wirst. Solange Du auch ohne dieses staatliche Geld irgendwie durchkommst, ist doch DEIN Ding.

Habe ich irgendwo in meiner Antwort erwähnt, dass ich eine BU bezahle ;-) ? In meinem Fall würde sie sogar Sinn machen. Familie zu versorgen, keine Rücklagen von 540.000 EUR und auch kein Anrecht mehr auf Erwerbsminderungsrente.

hallo,

wenn er ein "finanzberater" sein soll, dann sollte er wissen, das es seine aufgabe ist, dir deine versorgungslücken zur gesetzlcihen sozialversicherung zu erklären und zu berechnen.für den azubi mit angenommenen einkommen in dem beruf. viel wichtiger ist jedoch, dass du als berufseinsteiger im bereich der rentenversicherung gar keinen versicherungsschutz hast, 60 moante. dabei werden dir jedoch maximal (wenn du so alt bist) 36 monate anch dem 17.lebensjahr schulische und berufliche ausbildungszeit anerkannt. lediglich bei einem arbeitsunfall kannst du die wartezeit noch vorfristig erfüllen. 1.000 € private BU rente ist für einen berufseinsteiger geläufig, bis 850€ kannst du ja hartz 4 ohne bedarfsgemeinschaft und eigener wohung bekommen. er sollte lieber anonyme risikoanfragen an 2-5 versicherer für deinen beruf machen, um zu sehen, wer die besten konditionen trotz der erkrankung macht. aber gebe auch alles an, und lasse es protokollieren das beste du lässt dir von deinem hausarzt eine auflistung der letzten 5 jahre/krankenhausaufenthalt 10 jahre machen und nimmst diese als bestandteil des antrages, wenn es dazu kommt. wenn das nicht protokolliert wird, kannst du ihn auch nicht in haftung nehmen. dein finanzberater sollte nicht nur für eine gesellschaft arbeiten oder für die ovb, dvag, afa...denn diese verkaufen nur ihre eigenen produkte bzw. ihrer kooperationspartner. er sollte in der lage sein ,wie oben beschrieben diese risikoanfragen an mehrere gesellschaften zu machen.

auf die notwendigkeit machen schon allein die verbraucherverbände mehr als genug aufmerksam. viel glück dickie59

Ganz banal: Sollte ich mir eine BU zulegen? Rücken fällt ja sicherlich bei allen Versicherungen raus - die Frage ist, inwieweit es sich da noch lohnt?

Kannst du mit Sicherheit sagen, dass du nie aufgrund von Stress, Burnout, Boreout, Freizeitunfall, Allergie o.Ä. berufsunfähig wirst? Wenn die Antwort nein lautet, brauchst du vermutlich eine BUV.

Der Berater meinte, dass man vom Staat im Falle einer BU gar nichts bekommt (Grundsicherung nur, wenn man keinerlei "Werte" (Geld, Haus etc.) besitzt. Stimmt das tatsächlich?

Für Berufsunfähigkeit interessiert sich die Deutsche Rentenversicherung in der Tat nicht. Für die gibt es nur den Begriff der Erwerbsminderung.

Hier kommt es nur darauf an wie viele Stunden du noch als irgendwas arbeiten könntest, unabhängig von sozialer Stellung und Verdienst. Und wenn du z.B. einen Burnout in deinem Beruf erleidest, aber noch 6 Stunden am Tag im Supermarkt Regale einräumen kannst, dann bist du nicht erwerbsgemindert. Zwischen 3 und 6 Stunden gilt teilweise Erwerbsminderung. Die teilweise EM-Rente entspricht im Schnitt etwa 20% vom Bruttoverdienst.

Es gilt auch der Grundsatz Reha vor Rente. Bevor man dir einen Cent Rente zahlt, steckt man dich lieber in eine Reha um deine Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, und sei es nur, damit du Regal einräumen kannst.

Grundsicherung nach SGB XII ist das Equivalent von Hartz IV (SGB II) für voll Erwerbsgeminderte und Altersrentner.

Er wollte mich auf 1.000 Euro BU versichern. Lohnt sich das?

Nicht zu beantworten.

Es sollte dein Nettoverdienst in der Höhe der Rente abgebildet werden. Ebenso sollte eine Dynamik von mind. 3% eingeschlossen werden um a) die allgemeine Lohn- und Einkommensentwicklung nachvollziehen zu können und b) die Inflation auszugleichen. 1.000,- € heute haben in 20 Jahren vielleicht noch die Kaufkraft von heute 700,- €.

Evtl. wichtig wäre auch eine Nachversicherungsgarantie, wenn durch Hochzeit, Kinder, Ende der Ausbildung plötzlich eine Änderung des Risikos erfährt. Diese natürlich dann ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Sollte man ein System mit reiner BU nehmen, oder eins mit Kopplung an Fonds o. Ä.

Immer getrennt halten.

Wenn man nämlich das Geld zum Sparen nicht mehr hat und beitragsfrei stellt oder überbrückt, setzt der Risikoschutz ebenfalls aus.

(Die einzige Konstellation in der ich von dem Rat abweiche wäre, wenn aufgrund des Gesundheitszustands keine BUV für vernünftige Konditionen mehr abgeschlossen werden kann, aber evtl. über eine betriebliche Altersvorsorge ein Gruppenvertrag ohne Gesundheitsprüfung machbar wäre. Ist extrem selten. Bisher erst einmal gehabt den Fall).

Gesetz dem Fall man hat ein Burnout o. Ä. (BU-Grundnummer 1 lt. dem Berater) - ich kann mir echt nicht vorstellen, dass man da dauerhaft BU geschrieben wird

Muss auch nicht dauerhaft sein.

Der Prognosezeitraum für vernünftige Verträge liegt bei 6 Monaten und diese werden auch rückwirkend anerkannt, wenn die Diagnose nicht sofort als BUV-Ursache erkennbar war.


Frage an dich: Warst du bei eimem von Gesellschaften unabhängigen Versicherungsmakler und hast eine Bedarfsanalyse erstellen lassen?

Hinweis an dich: Die Gesundheitsfragen sind tückisch. Die BUV ist neben der privaten Krankenvollversicherung das beratungsintensivste Produkt. Eine Falschangabe, selbst eine unabsichtliche, kann zu schweren Problemen führen im Leistungsfall. Spätestens bei der Schweigepflichtentbindung für deine Ärzte, fällt eine Diskrepanz auf.

Eine BU kann aus sehr vielen Gründen aktuell werden, nicht nur wegen "Rücken". Es ist auf jeden Fall richtig, dass aktuelle Berufseinsteiger nicht automatisch BU-versichert sind. Die Grenze liegt, glaube ich, bei Geburt in den 60er Jahren, so ganz grob gesagt. Je eher du mit sowas anfängst, desto geringer sind die Beiträge. Aber weitere Details kenn ich nicht.

Die Grenze liegt, glaube ich, bei Geburt in den 60er Jahren

Korrekt. Bestandsschutz für den Beruf haben nur Menschen die vor dem 02.01.1961 geboren wurden.

dass aktuelle Berufseinsteiger nicht automatisch BU-versichert sind

aktuelle Berufseinsteiger sind NIE BU-versichert. Sie sind maximal zu einer gewissen Höhe versichert gegen Erwerbsminderung.

bei Geburt in den 60er Jahren.

Das Zauberdatum ist der 02.01.1961

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