Berufsgenossenschaft Pflicht für die selbständige (Arbeitgeberin) und den einen Mitarbeiter?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich tippe auch auf die VBG. Die Zuständigkeit klären die Berufsgenossenschaften, wenn es da Unklarheiten gibt. Die anderen sind alle sehr spezifisch, zur BG Bau gehört es sicher nicht - er baut ja nichts ;-)

Ah ok

Ein guter Kollege von mir hat auch Hausmeister angestellt, auf Teilzeitarbeit. Aber er kriegt die Pin Briefe für Lohnnachweis usw.. von der BG Bau und die Mahnungsbriefe für den Vorschuss Zahlung 2017 auch von der BG Bau. Deswegen hab ich hier zur Sicherheit nachgefragt. Gibt es hier Grund, wieso es so ist? Der Hausmeister der hier angestellt ist hatte vorher als Helfer gearbeitet für Bau oder so und später beim selben Arbeitgeber in Hausmeister Job gewechselt.

Kann es hier eine Überschneidung geben? Also, dass die BG Bau gar nicht wissen, dass diese Person nicht mehr als Helfer im Bau tätig ist?

@Annafeldgrrr

Ist er vielleicht bei einer Baufirma angestellt? Wenn ich jetzt für einen Gastro-Betrieb die Buchhaltung mache, laufe ich trotzdem über die BG Nahrung...

@Norina78

Ja die Firma macht irgendwas mit Bau. Also wenn jemand im Gastro Betrieb einen Hausmeister anstellt, dann wäre diese Person bei der Unfallversicherung BG Nahrung? Aber hier wäre VBG, weil die Mutter keine Bau Firma hat, einfach nur als Vermieterin. 

@Annafeldgrrr

Ganz genau! Tarifverträge gestalten sich ja ähnlich. Eine Bürokraft in einer Brauerei wird auch nach Brauerei-Tarif bezahlt ;-)

Es gibt einiges zu beachten, wenn man als Familienmitglied in den elterlichen Betrieb einsteigt.
Im Normalfall zahlt ja jeder in die Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung ein. Bei solchen Fällen prüft die Rentenversicherung gerne mal, ob auch wirklich ein ganz normales Arbeitsverhältnis vorliegt.
Also arbeitest Du wie jeder andere auch oder kommst und gehst Du wie es Dir passt? Bist Du weisungsgebunden? Und so weiter.

Falls die RV zu dem Schluss kommst, dass Du als Sohn gesondert zu betrachten bist erhältst Du zwar Deine eingezahlen Beiträge zur RV zurück darfst  aber dann nicht mehr einzahlen. Dies hat natürlich zur Folge, dass Du monatlich mehr Geld zur Verfügung hast ABER nichts in den Rentenpott fürs Alter einzahlst.

Das kann passieren, muss aber nicht. Dazu kann Dir auch der Steuerberater mehr erzählen.

Hallo.

Doch deine Mutter hat ein Gewerbe, Sie kann muß aber nicht in die BG, der  Sohnemann auch ,wenn er nur 450€ Lohn hat.
In der Anmeldung zur BG ist auch die BG-Unfallversicherung.

Soz. Vers. Finanzamt, usw.

Voraussetzungen für ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis

Grundsätzlich ist die Frage der Sozialversicherungspflicht bei Familienangehörigen nach den gleichen Kriterien zu beantworten, wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch. Doch die Abgrenzung zwischen einem regulären abhängigen Beschäftigungsverhältnis und familienhafter Mitarbeit fällt nicht immer leicht. Besonders deshalb, weil die Leistungen an den mitarbeitenden Familienangehörigen häufig aus einer ohnehin bestehenden Unterhaltsverpflichtung resultieren. Damit sind sie keine Gegenleistung für erbrachte Arbeit. Außerdem wird die Arbeit häufig selbstständig und ohne Weisungen des "Chefs" erledigt. Um Rechtssicherheit zu schaffen, sollten Arbeitgeber die sozialversicherungsrechtliche Einordnung eines Beschäftigungsverhältnisses möglichst schon dann klären, wenn die Tätigkeit aufgenommen wird.

Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis besteht, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Der Angehörige ist in den Betrieb des Arbeitgebers wie eine fremde Arbeitskraft eingegliedert und übt die Beschäftigung tatsächlich aus.
  • Der Angehörige unterliegt dem Weisungsrecht des Arbeitgebers, wenn auch in abgeschwächter Form.
  • Der Angehörige wird anstelle einer fremden Arbeitskraft beschäftigt.Es wird ein regelmäßiges Entgelt gezahlt, das der Arbeitsleistung angemessen ist (d. h. tariflichen oder ortsüblichen Regelungen entspricht).
  • Von dem Arbeitsentgelt wird regelmäßig Lohnsteuer entrichtet.Das Arbeitsentgelt wird als Betriebsausgabe gebucht.

Wer einigermaßen clever ist, umgeht sämtliche Sozialversicherungspflichten und kommt damit durch.

Auch wenn die oben genannten Voraussetzungen insgesamt erfüllt sind, gilt: Jeder Fall ist anders. So ist es beispielsweise bei Arbeitsverhältnissen zwischen Fremden üblich, dass das Entgelt laufend ausgezahlt wird. Erhält das Familienmitglied stattdessen ein einmalig gezahltes Jahresgehalt, muss davon ausgegangen werden, dass kein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Weißt du denn, ob der Sohn ausschließlich als Hausmeister der Mutter arbeitet? Hat die Mutter denn überhaupt so viele Immobilien, dass ein Hausmeister eine Vollbeschäftigung haben könnte?

Ich hoffe, mein Tipp hat dir geholfen

Natürlich ist die Berufsgenossenschaft Pflicht. Deine Mutter muss dich bei Anmeldung des Arbeitsverhältnisses überall anmelden: Krankenkasse, Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft. Denn sie muss ja deine Sozialabgaben zahlen als Arbeitgeber. Deine Mutter macht sich strafbar wenn Sie das nicht macht. Einzige Ausnahme : wenn du nur auf 450€ bei ihr angestellt bist

Hinter der BG-Anmeldung steckt die Unfallversicherung !!!

Äh, ja???? Das war doch gar nicht die Frage??

@Paulina42

Doch, eigentlich schon, denn wenn der Fragestellein das bewusst gewesen wäre, hätte sie wohl gar nicht nicht gefragt.

In der heutigen Zeit weiß (durch diverse Presseberichte usw.) eigentlich jeder, dass, wenn man jemanden einstellt, auch für eine Unfallversicherung bei der BG gesorgt werden muss - egal, ob z.B. ein Hausbesitzer einen Hausmeister einstellt, oder ob eine Privatperson eine Putzfrau beschäftigt.

Im Übrigen war meine Kommentar eher für die Fragestellerin gedacht als für Dich.  

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