Berliner Testament-gefälscht?!?

5 Antworten

Beide waren noch verheiratet, alles andere zählt nicht. Das Testament hat Gültigkeit; sofern du es nicht durch Sachverständige auf die Tichtigkeit bezgl. der Unterschrift hast untersuchen lassen. Selbst wenn es keine Gültigkeit hat, so tritt doch die gesetzliche Erbfolge ein. Wenn keine Kinder vorhanden sind, erbt er sowies, ob mit Berliner Testament oder OHNE. Wenn Kinder vorhanden sind, noch mehr Problem, dann geht das Erbe in seine Richtung. Kannst dir eigentlich alles schenken.

Er könnte als gesetzlicher Erbe der zweiten Ordnung in Betracht kommen.

@Ronox

genau- das hat mir auch mein Anwalt bestätigt

da sie keine Kinder hatten, würden mir als Schwester und einzige Angehörige 30% zustehen- vor allem aber Dinge, die ohnehin zur Hälfte mir gehören (Erbschaft unserer Eltern)

@akrep73
vor allem aber Dinge, die ohnehin zur Hälfte mir gehören

das hat DEINE Schwester geerbt, es gehört dir nicht.Das "KÖNNTE" lasse ich gelten.

@akrep73

Nach Wikipedia würde Euch beiden je 50 % von ihrem Erbe zustehen.

War die Scheidung schon eingereichtl?

@Politikopfer64

sorry, keine Scheidung. Wer Lesen kann ist im Vorteil.

@Politikopfer64

hab grad mal was gefunden ; § 1925 Gesetzliche Erben zweiter Ordnung Abs. 3 damit dürftest du zur 1. Ordnung aufsteigen, wenn noch ein Elternteil leben würde.

@peterobm

ich meinte z.B unseren Oldtimer (den haben wir beide geerbt), der aus Platzgründen bei ihr stand...natürlich gehört der zur Hälfte mir...mein Vater hat ihn uns vermacht

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn auch ohne Testament bekommt er ja das komplette Erbe bzw. zusammen mit den Kindern. Wo bitte ist denn da das Problem? Und Notar bzw. Gericht, je nach Bundesland, prüfen sicherlich akribisch. Du bist aber doch als Schwester raus aus der Sache und hast natürlich eine schwere Zeit. Viel Glück..

Wenn sie keine Kinder hatten, dann erbt er nicht automatisch. Dann fällt alles zurück an ihre Familie, wenn kein Testament da ist.

@Politikopfer64

Beide waren verheiratet, dann gibt es doch automatisch die gesetzliche Erbfolge, wo er auch erben wird. Egal ob getrennt-lebend.

@peterobm

Stimmt, habe es gerade nachgelesen. Aber er bekommt keine 100 %, weil noch Blutsverwandte da ist.

@Politikopfer64

????? Vom Ehemann? Wer soll das denn sein? Seine Frau ist verstorben und somit bekommt er das Erbe (und ggf. die Kinder, wenn er es denn annimmt und das wird er ja, so lese ich die Frage.

Erbt er nicht die Hälfte, da sie noch verheiratet waren?

Die beiden hatten keine Kinder. Meine Schwester bewahrte in dem Haus (bzw. Garage) aber die Sachen auf, die wir beide von unseren Eltern geerbt hatten u.a. ein Oldtimer, den wir zusammen am restaurieren waren. Ich bin nicht raus aus der Sache (eigentlich) da es bestimmt nicht ihr Plan war, dem Typen weiterhin sein bequemes Leben zu finanzieren....ich finds absolut schlimm mich damit befassen zu müssen- aber ich habe meine Eltern und jetzt auch noch meine Schwester verloren...und konnte NICHTS dagegen tun...aber das was jetzt abläuft stinkt zum Himmel...

@akrep73

es wurde angeblich 2005 verfasst. Keine Kinder.

@akrep73

Das wird ein Puzzle. Auf wen ist denn der Wagen gemeldet, bzw. wem gehört er? Steht er noch auf dem Namen der Eltern?

@Politikopfer64

er ist nicht angemeldet, ein wirklich sehr altes Stück- aber sehr wertvoll- auch im sentimentalen Sinne...im Brief steht noch unseres Vaters Name

@akrep73

Ihr habt ihn 50:50 geerbt. Von ihren 50 % darfst Du wieder 50% (lt.Wikipedia) behalten. Dann gehören ihm 25% davon?

Wenn er gar nicht davon weiß dann schiebe ihn in Deine Garage oder Du musst glaubhaft erklären, dass sie ihn Dir geschenkt hat.

Gott sei dank steht nich ihr Name drin.

2005, als das Testament errichtet wurde, ist lange her, da war sie wohl noch glücklich mit ihrem Ehemann. Natürlich tut es dir weh, dazu auch mein Beileid. Trotzdem solltest du versuchen, objektiv an die Sache heranzugehen. Gibt es Unterschriftproben deiner Schwester aus dieser Zeit? Denn die zählt und dazu kann man einen Graphologen beauftragen, bevor man vor Gericht zieht. Stellt dieser fest, dass die Unterschrift echt ist, dann spart man sich die Gerichtskosten. Nicht schön, sieh zu, dass du zunächst deine Dinge bekommst. Deine Schwester hat vlt. auch gar nicht mehr an das gem. Testament gedacht- war froh, ihn los zu sein- das wäre fatal, aber dann leider nicht zu ändern.

dankeschön- du hast es erfasst...sie dachte garantiert nicht mehr daran...dann such ich jetzt ertmal alte Postkarten durch anstatt mir ein Magengeschwür vor Ärger einzuhandeln...Dieser Mensch rückt nicht einmal die Familienfotoalben heraus, die meine Schwester zum einscannen mitgenommen hatte...und: ja, sie war sehr froh...hat lange gedauert, aber sie hatte es geschafft...lg

@akrep73

Du brauchst eindeutig einen Vermittler zwischen Euch. Die Stimmung ist ja echt verfahren.

Das mit den Fotos sollte der Anwalt auch regeln, quasi auf die Liste setzen, wenn es zum Prozess kommt. Stichwort: "Recht am eigenen Bild". Weiß nicht, ob es hier auch greift.

Wenn er damit was anstellt könnte es strafbar sein.

Wenn er das Testament wirklich gefälscht hat, hat er sich ins Knie geschossen, denn wenn es ur die geseitzliche Erbfolge gibt, bekommt er 1/4 als Zugewinnausgleich und weitere 1/2 gegenüber den Eltern, oder wenn die nicht mehr leben, den Geschwistern.

Also sowieso 75 % von allem.

Ausserdem, "erst nach dem Tod beglaubigt" ist einfach Quatsch, denn kein Notar beglaubigt eine Unterschrift, wenn der Unterzeichner nicht anwesend ist.

Ausserdem, wenn schon mit Testament zum Notar gibt es keine Beglaubigung, sondern eine Beurkundung.

Du kannst einfach zum Amtsgericht gehen und das Testament anfechten, dann wird ein Schriftgutachten erstellt.

Nun präsentiert ihr "Ehemann" ein Berliner Testament, welches aber erst nach ihrem Tod beglaubigt wurde

Das ist ausgeschlossen.

Wenn du dennoch der Meinung bist, dass das Testament gefälscht oder sie zum Errichtungszeitpunkt nicht mehr testierfähig war, bleibt dir, falls du als gesetzlicher Erbe in Betracht kommen würdest, nur das streitige Erbscheinsverfahren.

Hier werden drei Dinge gemischt.

Das eine ist die Beglaubigung der Unterschrift.

Das andere ist die Zurechnungsfähigkeit und

als Drittes die Echtheit des Testamentes.

@Politikopfer64

Ja, diese Dinge hast du in der Tat vermischt. Hier aber völlig deplatziert, wenn du damit meinen Beitrag fachlich kritisieren wolltest

@Ronox

Nein, ich erkenne Deinen Beitrag voll an. Ich wollte nur ergänzen, dass es sehr komplex ist. Du hättest noch weiterschreiben sollen. Dazu wollte ich Dich anregen.

entschuldige,was ist ausgeschlossen?

@akrep73

Gar nichts, aber hier mischen sich die Zuständigkeiten von Strafrecht und Zivilrecht. Das eine kann man normal Zivilrechtlich einklagen (wenn man Beweise hat) und das andere muss man anzeigen, da es eine Straftat ist. Da ermittelt dann die Polizei bzw. die zustädnige Behörde.

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