Beratungsschein beim Amtsgericht

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Jeder, der ein niedriges Einkommen, bzw gar kein Einkommen hat, kann zum Amtsgericht gehen und sich dort einen Beratungsschein ausstellen lassen. Ich habe es vor ein paar Jahren auch mal in Anspruch nehmen müssen. Ich bin normal hin (ohne Termin- braucht man meist auch nicht) und habe denen gesagt, dass ich über kein Einkommen verfüge, habe denen erzählt worum es geht (damals auch den Anwaltsbrief des Gegners dabei gehabt) und schon hatte ich den Schein, womit ich dann zum Anwalt meines Vertrauen konnte. Ach ja: Perso beim Gericht aber nicht vergessen! Musst dich dort ausweisen können! Beim Anwalt musste ich dann lediglich 10€ zuzahlen und bekam die Hilfe, die eben notwendig war.

Um Deine letzte Frage zu beantworten. Ja geringverdiener können das auch bekommen. deshalb ist es absolut wichtig, Unterlagen vorzulegen, aus denen hervorgeht, was von dem Einkommen bestritten werden muss.

Mietvertrag etc. Mietkosten und auch Kreditverbindlichkeiten sind anrechenbar. Es bietet sich auch an, Kontoauszüge mitzuführen, und zwar die des letzten Monats vor Antragstellung.

Etwas beantragen, heißt auch gleichzeitig belegen.

also ich musste zum amtsgericht hin und dort bekommst du einen zettel für eine sogenannte beratungshilfe.dort musst du dann kurz den sachverhalt schildern ( am besten ausführlich sonst kommt 3 wochen später ein brief , dass es genauer formuliert werden müsse) hier ein link den kannst du dir auch ausdrucken und so wegschicken http://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/beratungshilfe/AGI1.pdf ....und nicht vergessen den falls vorhanden Arge Bescheid zu kopieren und beizulegen die prüfen das dann und dann bekommst du bescheid

Danke für den Tip. Aber bekommen nur Leute von der Arge das? Sie ist Arbeitnehmerin , verdient nur sehr wenig .

@Torenti

das müsste sie dann nachfragen die haben da auch einen regelsatz bis zu welchem verdienst man das beantragen kann

Sie braucht ihren Personalausweis; letzte Gehaltsabrechnung oder Leistungsbescheid; Kontoauszug der letzten drei Monate;

für den beratungshilfeschein braucht man nicht unbedingt einen kontoauszug das benötiget das amtsgericht wenn man gerichtskostenbeihilfe beantragt so ist das bei mir gewesen

Einen solchen Beratungsschein bekommst Deine Schwester sofern diese bedürftig ist. d.h. also ALLE Einkommens- und Ausgabenunterlagen mitnehmen. Auch sollte Deine Schwester die Unterlagen mitbehmen aus welchen sich ergibt was die Streitsache ist. Mehr kann man hier, ohne Details hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse Deiner Schwester nicht sagen. Sollte Deine Schwester solh einen Schein bekommen, muss diese aber beim REA noch 10 Euro extra bezahlen.

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