Beratungsprotokoll (Versicherung) unterschreiben?

5 Antworten

Wie hier schon ausgeführt, dient das Beratungsprotokoll beiden Seiten. Ich denke aber in erster Linie der Versicherung im zweifelhaften Schadenfall.

Nachdem es sich um ein heikles Thema, ein Betriebshaftpflichtversicherung handelt, würde ich dieses Protokoll vorher in Kopie einfordern, der AK vorlegen und erst dann unterschreiben. Denn je nach Gewerbe/Betrieb kann es in der Haftpflichtversicherung sehr viele versteckte Risiken geben, die der Versicherer erst im Nachhinein bei Schadenfall ablehnt. z.B. Subunternehmer etc. Und dann wird diese Unterschrift für Sie als Kundin zum Bumerang.

Du musst es nicht unterschreiben.

Es ist aber sinnvoll. Auch in ein paar Jahren könnt ihr (Du und der Berater) sehen was besprochen wurde.

Beispiel:

  • Ohne Protokoll. Du schließt eine Gebäudeversicherung ohne Leitungswasser ab. Später hast du einen Leitungswasserschaden. Dann könntest du rein theoretisch sagen der Verkäufer hat dich nicht korrekt beraten und dich nicht drauf hingewiesen dass man diese Leitungswasserversicherung auch brauch. (Falschberatung, da kann man klagen)

  • Mit Protokoll: Gleiches Szenario nur auf dem Protokoll steht geschrieben auf eine Leitungswasserversicherung wurde hingewiesen, jedoch vom Kunden nicht gewünscht. Somit kann der Verkäufer diese Falschberatung wiederlegen.

Du musst es nicht unterschreiben.

Dann kommt der Vertrag und die dazu angehörige E.U. Beratungsgrundlage nicht per dem Recht zu Stande ,das seit 2008 verankert und ab 2009 bei uns ausgeübt wird !

Jegliche Beschwerde wäre auf Grund des Fehlens der BP anfechtbar !

Da ist ,glaube ich ,von Seiten der freiwilligkeit wohl nicht wirklich nicht mehr Spielraum ! Deshalb sind auch leider die Erklärungen für Ohne / Mit nicht richtig ,da beim einem Verzicht auch dies dokumentiert wird und somit meine Falschberatungs Anzeige ins Leere laufen würde ,da ich auf eine ordentliches BP verzichtet habe..

HG DerMakler

Ja, Deine Unterschrift wird benötigt. Allerdings solltest Du nur das unterschreiben, was auch wirklich stattgefunden hat, und zwar genau und detailliert beschrieben - und nicht etwa mit allgemeinen, unkonkreten Formulierungen wie z.B. "...wurde auf alle Risiken hingewiesen..." oder so was. Es dient letztlich auch zur Beweissicherung für Dich: Wenn der Vermittler vergessen hat, wichtige Dinge mit Dir zu besprechen, und Dir daraus ein Schaden erwächst, kannst Du ihn wegen der mangelhaften Beratung in Anspruch nehmen. Aber dazu muss das Protokoll eben korrekt und konkret sein...

Als freier Makler leite ich keinen Antrag an die Versicherung weiter wenn der Kunde nicht das Beratungsprotokoll unterschreibt. Denn das bedeutet er hat meine Ausführungen nicht verstanden oder es fehlen ihm Informationen.

Und als gebundener Vermittler nimmt mir meine Versicherungsgesellschaft keinen Antrag entgegen wenn ich nicht das unterschriebene Beratungsprotokoll beilege.

Die Unterschrift bindet beide Teile. Es besteht Einigkeit, dass das was beraten wurde auch dokumentiert wurde und es wurden nicht weitere Zusagen gemacht die nicht im Beratungsprotokoll stehen.

Das Beratungsprotokoll dient in erster Linie dem Versicherungs- Makler/Agenten als Absicherung, da dieser für seine Beratung mit seinem Vermögen haftet. Ein vertrauenswürdiger Berater würde dies aber auch dem Kunden erklären, da es in 2. Linie auch ein Vorteil für den Kunden ist, wenn die Inhalte des Beratungsgesprächs dokumentiert sind - natürlich sollte auch der Kunde eine Kopie des Beratungsprotokoll´s erhalten. Wichtig ist es bei Beratungsprotokollen darauf zu achten WAS man unterschreibt:

  1. Oft wird mit dem Beratungsprotokoll gleich eine Makler- bzw. Agenten-Vollmacht unterschrieben.

  2. Es kann auch im Kleingedruckten des Beratungsprotokoll´s eine Beratungsgebühr bzw. Pauschale vereinbart sein.

Daher immer zuerst lesen dann unterschreiben

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