Beratungsprotokoll bei Banken

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Gemäß der nun seit einigen Jahren schon auch in Deutschland geltenden Beraterrichtlinien sind Gespräche in der Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche hinreichend zu dokumentieren. Diese gesetzliche Vorschrift wurde erforderlich, da Produkte dieser Anbieter immer wieder ohne jeglichen Bezug zur Bedarfs- bzw. Einkommens- oder besser noch bezeichnet: Bonitätsprüfung vermittelt (verkauft) wurden. Damit schlußendlich für den Kunden aufgekommene herbe Verluste, die auch immer wieder und zunehmend zu Klagen vor Gerichten führten, begründen diese Rechtsvorschrift. Wird nämlich neuerdings vom Kunden ein Beratungsfehler aufgezeigt, ist das dennoch zunächst zustandegekommene Geschäft wieder rückabzuwickeln mit ggf. ausweislichem Schadensersatz. Bankkkredite haben regelmäßig gemäß abgeschlossener Darlehenssummen längere Laufzeiten; diese gehen also deutlich über die Periode der ersten Zinsbindung (Festschreibung) hinaus. Wird im so genannten "Fenster" dann der Darlehensvertrag zu neuem, dann aktuellem Zinssatz fortgeschrieben, entsteht praktisch ein neuer Vertrag, dem die Rest-Darlehensschuld zugrundegelegt wird. Auch hier treffen den Kunden wie auch die Bank die dann aktuellen Gesetzesbestimmungen für eine hinreichende Sorgfalt bei der Abwicklung - heute demnach die EU-Beraterrichtlinie. Jedoch war auch vordem schon beachtlich, eine Bonitätsprüfung voranzustellen, die Besicherung des restvalutierenden Darlehens zu klären. Manchmal reicht nach regelmäßig 10 Jahren erster Zinsbindung nämlich der Besicherungswert z.B. einer damit finanzierten Immobilie gar nicht mehr aus und ich muß zusätzliche Sicherheiten noch mit einbringen, wie z.B. Bausparguthaben, Lebensversicherungen oder sonstige Sicherheiten wie Hypotheken in noch anderes Immobilieneigentum o.dergl. Beratungsprotokolle sind seit 5 Jahren damit an der Tagesordnung, allein um dem Kreditinstitut die Haftungsfreistellung hinsichtlich ggf. ihm vorzuhaltender Beratungsfehler zu gewähren. Selbstverständlich gehören dann auch im Zeitpunkt der Neu-Verhandlung dieser Anschluß-Finanzierung zur Darlehensrestschuld wiederum Fragen der Bonität in den Vordergrund und ist es damit auch wichtig, die Einkommenssituation zu berücksichtigen. Ändert sich diese (z.B. wie hier durch bekannte Befristung des bestehenden Arbeitsverhältnisses) vorherzusehen während der neuen Laufzeit, so ist des hinreichend zu berücksichtigen, nämlich z.B. ggf. durch Ausfall-Bürgschaften oder entsprechendes. Denn der Finanzierung-Berater in der Bank-Kreditabteilung hat schon so zu erledigen, daß der Kredit nicht - sozusagen sehenden Auges - notleidend wird. Im konkreten Fall würde ich vorschlagen, mit der Bank (und zwar mit der Leitung der Kreditabteilung) das Gespräch suchen, um mögliche Konflikte, die sich aus der Situation heraus entwickelt haben könnten, im Kulanzwege - also gegenseitig ausgewogen - auszuräumen. In der Regel bringt es mehr, der Bank die Versäumnisse (im Beisein einer Person des persönlichen Vertrauens, versteht sich!) einfach nur anzudeuten, um ihr einen würdeerhaltenden Ausweg zu belassen für ihren Vorschlag, "wie die Kuh hier vom Eis zu bringen ist". Die Ankündigung des Rechtsweges verhärtet bereits im Ansatz und kostet beide Seiten dann an allem mehr: Nerven, Zeit, Geld... Viel Erfolg!

Also mal abgesehen davon ob nun Versicherungen herausgenommen wären oder nicht. Ist es so, dass man klar und deutlich den Berater um ein Gesprächsprotokoll bittet. Ich habe Mandanten die sich vor 10 Jahren solch Gesprächsprotokolle geben lassen haben. Bei einem Fall geht es derzeit vor Gericht und es sieht in diesem Fall nicht gut aus für den Berater. Denn er hat eine Anlage empfohlen die nicht der Risikobereitschaft der Mandatin entspricht. Somit also flasch beraten. Denn das Protokoll sagt eindeutig aus nur sichere Anlagen sind gewünscht.

Achtung darauf achten, dass es auch vom Berater unterschrieben ist und das auch das drin steht was tatsächlich besprochen wurde.Ansonsten abändern lassen bis es passt.

Die Restkreditversicherung hängt unmittelbar mit dem beantragten Kredit zusammen uns ist bei manchen Banken Voraussetzung für den Kredit. Deshalb gibt es auch keine Beratungsprotokollpflicht für eine Restschuldversicherung vom Gesetz her. Die Restschuldversicherung gilt auch für beristete Arbeitsverträge, denn Du könntest in dieser Zeit für längere Zeit krank werden und die Raten nicht zahlen.

Hast du irgendeine Quelle mit der ich belegen kann das die Versicherung auch für befristete Verträge haften muß?

laut EU-Vermittlerrichtlinie muss der Vermittler einer Versicherung, egal um welche Versicherung es sich handelt, ein Beratungsprotokoll schreiben, das der Kunde auch zur Unterschrift bekommt

Nicht egal um welche Versicherung es sich handelt. Einige wurden auch ausgeschlossen...

Was möchtest Du wissen?