Bekommt man bei einer Unbezahlten Freistellung Krankengeld?

6 Antworten

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Hallo,

grds. besteht ab Tag nach ärztlicher Feststellung der Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld: § 46 SGB V und § 49 Absatz 1 Nr. 1 SGB V

Durch die Zustimmung zum Vergleich wurde aber auch einem Verzicht auf die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber zugestimmt. Die Krankenkasse wird sich sehr wahrscheinlich darauf berufen, dass der Wegfall der Entgeltfortzahlung durch den Vergleich selbst verschuldet ist.

Ggf. kann die Arbeitsagentur wegen der Zustimmung zur Kündigung ab 16.12. eine Sperrzeit von maximal 12 Wochen verhängen. Maßgebend sind die genauen Umstände. Ab dem Beginn des 2. Monats zahlt die Arbeitsagentur die Beiträge zur Sozialversicherung (wenn man sich rechtzeitig meldet/gemeldet hat): § 5 Absatz1 Nr. 2 SGB V

Vor der Zustimmung zu einem Vergleich immer bei den beteiligten Stellen (Krankenkasse und Arbeitsagentur) die Auswirkungen prüfen lassen.

Gruß

RHW

Nein die Krankenkasse kann auch während der Arbeitslosigkeit das Krankengeld bezahlen.

@RHWWW

Danke für den Stern!

Sie hat scheinbar ihre Arbeitslosigkeit selbst (mit?) verschuldet. Damit erfüllt sie den Tatbestand für eine Sperrfrist von 12 Wochen. Ob sie für diesen Zeitraum Anspruch auf Krankengeld hat, wäre eigentlich unerheblich. Die Sperrfrist setzt erst dann ein, wenn sie eigentlich AlG 1 beziehen würde.

Sie hat vermutlich einen gesetzlichen Anspruch auf Krankengeld.

Während der Arbeitsunfähigkeit hat die Kollegin gegen den Arbeitgeber einen Lohnfortzahlungsanspruch von 6 Wochen. Verzichtet sie auf diesen hat sie auch keinen Anspruch auf Krankengeld für diese Zeit, denn Krankengeld würde sie erst nach Ablauf der 6 Wochen bekommen. Und die Krankenkasse ist nicht dazu da, den "Ausputzer" für ihren Chef, der zahlungsunwillig ist, zu machen. Damit würden alle Beitragszahler belastet und da wäre nicht fair. Sie sollte sich von ihrer Krankenkasse beraten lassen, wahrscheinlich hat sie jetzt vom17.11.-15.12.2013 kein Einkommen. Anspruch auf Arbeitslosengeld hat sie in dieser Zeit auch nicht, da noch beschäftigt bis 15.12.2013. Das Arbeitsamt wird bewerten, ob die Einigung des Gütetermines zu einer Sperre führt oder nicht, dazu sind die Infos zu gering. Ich denke, sie war schlecht beraten, das Angebot anzunehmen.

DH, Sie war nicht nur schlecht beraten, sie wurde auch noch über den Tisch gezogen.

In Ihrem Gütetermin heute bot ihr ehemaliger Arbeigeber folgendes an. Er kündigt sie zum 15.12.13 und er stellt sie dann unbezahlt ab den 17.11.13 bis 15.12.13 frei.

Wenn Sie einen Anwalt hatte, dann war der aber schlecht, selbst ohne Anwalt hätte ich ein besseres Ergebnis erzielt.

Die wurde doch voll über den Tisch gezogen.

Die Frage ist jetzt, bekommt Sie trotzdem Krankengeld von der Krankenkasse oder verfällt dies.

Ich denke, unbezahlt frei bedeutet, sie bekommt keinen Lohn, aber dennoch zahlt der Arbeitgeber Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung.

Die Krankenkasse würde Ihr auch für den genannten Zeitraum Krankengeld zahlen

Wieso zahlen die?

Krankengeld bekommt man erst ab dem 42. Tag.

Hier fehlen wohl einige Details.

Sie hat den Vorschlag angenommen, da sie keine weitere Schritte einleiten wollte

Das war nicht klug..

Und wie sieht es mit dem Arbeitsamt aus? Bekommt Sie da dann mit der Kündigung Arbeitslosengeld?

Und wie sieht es mit dem Arbeitsamt aus? Bekommt Sie da dann mit der Kündigung Arbeitslosengeld?

Ich habe in einem Gütetermin eine Abfindung bekommen und wurde fristgerecht gekündigt( nach vorheriger fristloser Kündigung, die bestimmt eine nicht gerechtfertigte Sperre nach sich gezogen hätte.)

Eine Sperre gab es dann nicht.

Bei einem Aufhebungsvertrag oder einer einvernehmlichen Trennung kann es eine Sperre geben.

MfG

Johnny

In einem Kündigungsschutzprozess muß man einen schlechten Vergleich nicht annehmen.

Die Krankenkasse würde vermutlich bis zum 11.12,2013 Krankengeld bezahlen, es sei denn es gibt versicherungsrechtliche Dinge die dagegen sprechen. Das kann ich aus den bisherigen Fakten nicht erknennen.

Eine Freistellung von der Arbeit würde bedeuten, dass sie weiterbezahlt wird, etwas anderes sollte sie auch nicht vereinbaren.

Ein verlorener Kündigungsschutzprozess würde für den Arbeitgeber bedeuten, dass er zur Weiterbeschäftigung verpflichtet ist, und bezahlt, rückwirkend.

Möglicherweise kommt es dann zur Abfindungszahlung, oder Weiterbeschäftigung, durch Urteil des Arbeitsgerichtes.

Sie hat es falsch gemacht, muß deshalb mit einer 3monatigen Sperrfrist rechnen.

Es ist nicht dummgelaufen, sie hat sich dumm verhalten.

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