Bekommt ein Immobilienmakler sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer Provision?

5 Antworten

Nein, in der Regel sollte es so sein, dass der Käufer für die Provision aufkommen muss. Aber schwarze Schafe gibt es ja leider überall...

Warum?

Ist von Region zu Region durch langen "Brauch" sehr unterschiedlich. In Berlin trägt die Provision in der Regel nur der Käufer, in NRW wird hälftig geteilt.

Bei vielen Objekten, die sich schwer vermarkten lassen, erhalten die Makler sehr kräftige Innenprovisionen (so heißt es, wenn der Verkäufer bezahlt) und zusätzlich noch eine Außenprovision.

Makler stellen in der Regel 5,95 % des Kaufpreises als Provision dem Käufer in Rechnung. Banken stellen allerdings jeder Partei (ich glaube) 3,75 % (es sind jedenfalls seit Januar fast 4%) in Rechnung. Im Endeffekt haben Banken die höhere Provision, für jeden Einzelnen ist es aber günstiger. Ausschlaggebend ist immer das, was im Exposé angegeben ist. Was viele nicht wissen: Man kann nicht nur über den Kaufpreis verhandeln, auch über die Maklerprovision... Einfach mal probieren!

Es tragen Käufer und Verkäufer die Courtage jeweils zur Hälfte. Nur in der Praxis ist es in aller Regel so, dass nur vom Käufer die halbe Courtage verlangt wird. Wenn ein Makler nämlich auch dem Verkäufer dessen Hälfte berechnen würde, würde er kaum an Vermittlungsaufträge kommen.

Kommt auf die Region drauf an. In einigen Gegenden ist es üblich, hälftig zu zahlen.

Makler möchte Provision haben ohne Leistung erbracht zu haben. Geht das?

Der Makler und der Hausbesitzer haben das Haus gleichzeitig im Internet zum Verkauf angeboten (auf unterschiedlichen Portalen). Zwischen den beiden besteht kein Vertrag mit einer Unterschrift drauf. Der Makler sollte es verkaufen, wenn er kann (nur mündlich). Also ein "Einfacher Auftrag". Ich habe am 14.06. den Makler über eine Internetseite kontaktiert und gefragt, dass er sich mit mir in Verbindung setzen soll, wenn der Preis (Kaufpreis + Provision) nicht mehr als 400.000 Euro ist (Nomalerweise 410000 + Provision). Am 15.06. habe ich das gleiche Haus auf einer anderen Internetseite gefunden und diesmal lag das Angebot ohne Provision bei 410.000 Euro.Gleich angerufen und für den 15.06. einen Termin vereinbart . Bevor der Termin stattfand, hat mich der Makler angerufen und gesagt, dass der Preis (also Kaufpreis+Provision) nicht weniger als 410.000 werden kann (also hat er sich vermutlich mit dem Verkäufer abgestimmt gehabt). Dann habe ich mich bedankt. Ich habe ihm gesagt: Max. 400.000. Also konnte das Geschäft zwischen uns nicht stattfinden. Nach der Besichtigung des Hauses ist der Hausbesitzer mit dem Preis runter auf 400.000 Euro gegangen. So habe ich ihm gesagt "Gekauft". Am nächsten Tag hat mich der Makler angerufen und gesagt "her mit meiner Privision", weil er über den Eigentümer erfahren hatte, wer das Haus gekauft hat. Geht das überhaupt? ohne irgendeine Leistung erbracht zu haben? Vielen Dank an alle, die auf diesen Fall reagieren!

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