Bekommen Immobilienmakler sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer Geld?

4 Antworten

Das ist auch möglich. Und wenn in einem Immobilien-Angebot "ohne Courtage" steht, dann bedeutet es, dass sie vom Verkäufer zu tragen ist und in den Verkaufspreis reingerechnet wurde ;-)

Das hängt vom Markt und der Immobilie ab, ob der Makler Provision von Käufer und Verkäufer verlangt. Ein Gesetz dazu gibt es nicht. Es ist auch regioanl unterschiedlich. Im Süden bzw. Südwesten der Republik ist es üblich, von beiden Seiten eine Provision zu nehmen. Aber über das Verteilung und die Höhe lässt sich verhandeln -und wie gesagt, der Markt und die regionalen Gebräuche spielen eine Rolle. Ein Makler berechnet zusammen zwischen 4 % und 6 % aus dem Kaufpreis (zzgl. MwSt.) Viel Erfolg.

Noch ein Tip: Wenn Du verkaufen möchtest, beauftrage lieber nur e i n e n guten Makler mit einem befristeten Alleinauftrag.

Es gibt eine ortsübliche Provisionsverteilung, die regional verschieden ist und bei Notaren und Finanzamt erfragt werden kann. Diese kann auch innerhalb eines Bundeslandes voneinander abweichen. Wird diese eingehalten, was freigestellt ist, wird für die Berechnung der Notarkosten und Grunderwerbsteuer der Kaufpreis zugrundegelegt. Zahlt z. B. der Käufer unübliche 5% zzgl. MwSt. statt der ortsüblichen 3 zzgl. MwSt, erhöht sich die Berechnungsgrundlage über den Kaufpreis hinaus. Ebenso übrigens, wenn die Provisionsvereinbarung als Vertrag zugunsten Dritter in den Kaufvertrag aufgenommen wird.

Ist unterschiedlich, auch je nach Immobilie und Initiative. Manchmal nur vom Käufer, manchmal nur vom Verkäufer, manchmal von beiden.

Wir haben gerade einen Fall da ist es genau so wie ich es schon hier und dort gelesen habe:

Der Makler oder indirekt die Immobilienfirma vereinbarte mit den Käufer und dem Verkäufer, dass beide die 3,57 % vom Verkaufspreis zu bezahlen haben!

Hier zwei Auszüge aus e-mails von Maklern:

Dieses Beispiel schreibt ein Makler dem interessierten Käufer bevor er ihm das Expose mit der Strassenangabe und der Hausnummer zusendet:

PS: Nach § 151 BGB bedeutet Ihre Anfrage, dass Sie bei Abschluss eines Kaufvertrages mit der im Angebot angegebenen Käuferprovision in Höhe von 3,57 % vom notariell beurkundeten Kaufpreis inkl. MwSt. einverstanden sind.

(Bei dieser Firma bezahlt auch der Verkäufer diese 3,57%)


Diese Zeilen schreibt ein Makler an Käufer und Verkäufer:

Da der Kontakt zwischen Ihnen durch uns vermittelt wurde erhalten wir selbstverständlich im Verkaufsfalle 3,57 % Makler- Provision vom Verkäufer und vom Käufer, beurkundet aus dem tatsächlichen Kaufpreis. Davon lebt unser Maklerbüro, meine Familie und ich.

Dies ist so, da der Makler diese Konditionen mit beiden Parteien so vereinbart hat. Und wie ich gelesen habe ist dies gesetzlich erlaubt.

Ich sehe es so, heut zu Tage - da so viel auch über das Internet läuft - ist der Verkäufer froh wenn "ein Maklerbüro" sein Haus in einem weiten Radius "unter die Menschen - Käufer bringt" und der Käufer ist froh, dass er über Internet überhaupt an so viele Häuser die "hier und dort" angeboten werden "ran kommt". Und dafür sollte aus meiner Sicht auch bezahlt werden. Ob die %-te stimmig sind wiess ich nicht. Dafür kenne ich mich im Immobilienbereich zu wenig aus. Wenn ein Käufer und Verkäufer Glück haben finden sie auf irgend einem Weg ohne Maklerbüro zu einander, dann fällt die Vermittler- Verkaufs- Provision weg.

In der Schweiz bezahlt der Verkäufer dem Käufer “einen Betrag” für die Vermittlung und schlussendlich bezahlen wiederum der Käufer und der Verkäufer indirekt den Lohn des Maklers/Vermittlers. Man weiss dann einfach nicht so genau wer nun wie viel genau mit bezahlt hat. Da Hauspreise ja oft nicht fix sondern verhandelbar sind, wer kann da am Ende noch sagen wie viel davon nun die Vermittlungsgebühren sind? und was denn nun der Preis des Hauses ist? Ich glaube ganz am Ende spielt dies vielleicht gar nicht so eine grosse Rolle. Der Verkäufer muss einfach wissen was er für sein Haus (inklusive oder ohne Vermittlungsgebühren) haben möchte (oder bekommen kann) und der Käufer muss wissen was er für ein Haus (inklusive oder oder ohne Vermittlungsgebühren) bezahlen will (oder kann). :-)

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