Bekomme ich keine Lohnfortzahlung bei Krankheit

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Die Formulierung in Deinem Arbeitsvertrag besagt das Folgende, an dem rechtlich absolut nichts auszusetzen ist:

  • Wenn Du wegen Krankheit (oder aus anderem Grund) verhindert bist, hast Du das sofort dem Arbeitgeber mitzuteilen; bei einer Erkrankung musst Du die Erkrankungursache allerdings nicht mitteilen.

  • Wenn Du arbeitsunfähig krankgeschrieben bist, muss die ärztliche Bescheinigung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) spätestens am 3. Tag der Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber vorliegen.

  • Die ärztliche Bescheinigugn muss schon für den 1. Tag der Krankung ausgestellt werden.

Damit ist nichts dazu gesagt worden, dass Du keien Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bekommen würdest; die Lohnfortzahlung ist gesetzlich zwingend vorgeschrieben (Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG).

Der Ausschluss von § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB bedeutet, dass für besondere Anlässe, die eine Verhinderung des Arbeitnehmers mit sich bringen können (z.B. Tode eines nahen Verwandten, Geburt eines Kindes, Hochzeit), kein Sonderurlaub gewährt wird, sondersn dass dafür Urlaubstage genommen werden müssen.

Ergänzung:

DieBestimmung

Im Übrigen wird nur die geleistete Arbeit bezahlt

meint offensichtlich die Nichtbezahlung von kurzzeitigen Verhinderungen entsprechend § 616 BGB, dessen Anwendung ja ausgeschlossen ist.

In dem $ geht es um Sonderurlaub bei zb Umzug, Hochzeit und Co! Den muss der AG nicht zusätzlich geben! Er kann es ausschließen! Der $ hat nichts mit dem krankschreiben zu tun! Das sind zwei verschiedene Themen die drin vertag da abdeckt!

Bitte Heißt das, dass ich keine Lohnfortzahlung bekomme wenn ich mal krank werden sollte? Das heißt es selbstverständlich nicht. Das Entgeltfortzahlungsgesetz läßt sich nicht vertraglich aushebeln.

In Deinem Vertrag steht (kurz und knapp) drin, dass Du Dich unverzüglich beim AG melden musst, wenn Du nicht zur Arbeit kommen kannst. Wenn Du krank bist muss die AU-Bescheinigung bis zum 3. Kalendertag nach Beginn der Krankheit beim AG sein und Du musst sofort zum Arzt gehen, da der AG die Bescheinigung vom ersten Krankheitstag an fordert. Von "keine Lohnfortzahlung" ist hier keine Rede und gesetzlich auch nicht machbar.

Sonderurlaub gibt es in diesem Unternehmen wohl keinen. Der § 616 BGB bezieht sich auf vorübergehende Verhinderung des AN für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund.

Da wäre z.B. ein familiäres Ereignis wie die eigene Hochzeit, Niederkunft der Ehefrau oder der Lebenspartnerin u.ä. Viele Firmen gewähren hier bezahlten Sonderurlaub. Da der § 616 BGB lt. Arbeitsvertrag keine Anwendung findet, werden Dir solche Tage nicht bezahlt.

JA! Genau das steht auch in meinem vertrag und ich habe deshalb damals meine Cousine angerufen (Rechtsanwältin).

Sie erklärte es mir so, ich fass mal kurz: §616 bedeutet,w enn man selbstverschuldet nicht zur Arbeit erscheint, dann kriegt man kein Geld. Z.B. wenn man AU verspätret abgibt oder sich nicht krankmeldet. Wenn man z.B. seinen Führerschein verliert, deshalb Arbeitstellen nichta ufsuchen kann (das passte bei mir absolut, ist halt in meinem ein Vertrag für leute auf Montage.. und ich arbeite mei Baufirma,w o alle andauernd unterwges sind. Nur ich nicht, mein Büro bleibt an Ort und Stelle. Aber pro forma stehts wohl drinne (und hat mir echt erst herzrasen beschert)

Also, ganz kurz: doch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibts, keine Angst. Wäre, wie Cousine mir erklärte, sonst auch unwirksam,da sittenwidrig.

PS. und ich hätt den sonst nämlich echt nicht unterschrieben :-S

Ich verstehe das so, dass Arztbesuche nicht bezahlt werden. Um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kann sich der Arbeitgeber nicht drücken! Du musst aber innerhalb von 3 Tagen eine AU-Bescheinigung vom Arzt vorlegen.

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