Bekannte meldet Strom nach Umzug nicht an - was passiert theoretisch?

5 Antworten

Naja, irgendjemand LIEFERT ja den Strom, den sie nutzt. Und irgendwann wird derjenige das merken und die Zahlung nachfordern. Und womit? Mit Recht! Schließlich hat sie unberechtigterweise den Strom bezogen bzw. ungerechtfertigterweise nicht bezahlt. Und wenn sie die Rechnung (die dann auch sehr, sehr hoch sein kann) nicht bezahlen kann, dann werden sie ihr wohl früher oder später den Strom abstellen. Dann kann sie aber immerhin auf die bisherige Rechnung sparen, wenn sie dann im Dunkeln sitzt.

Im übrigen kann es sein, daß der Stromlieferant das dem Besitzer der Wohnung (also dem Vermieter) in Rechnung stellt, dann fällt sie halt bei der Nebenkostenabrechnung vom Stuhl.

Also im Fall Neubau ist das so, dass wenn Strom gezogen wird ohne vorher eine Anmeldung zu machen gilt der Grundversorger automatisch als Vertragspartner.

Fall Umzug: Der Vormieter zieht aus und du ziehst ein. Der Vormieter meldet sich nicht ab und du meldest dich nicht an. Dann wird wahrscheinlich der Vormieter irgendwann anrufen und fragen warum immer noch Geld abgebucht wird oder warum er eine Rechnung bekommt. Also spätestens da fliegt es auf. Lässt sich nicht ermitteln wie hoch die Zählerstände waren wird geschätzt. Wenn der Vormieter sich zwar abmeldet, aber du nicht an läuft die Energie unter dem Eigentümer, der sich aber auch melden wird wenn er zu zahlen hat.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Da die Bekannte den Vertrag gekündigt hat und der lokale Versorger eine gesetzliche Versorgungspflicht hat müßte sie meiner Meinung nach damit rechnen, irgendwann Post vom lokalen Versorger zu bekommen. Vielleicht auch erst wenn jemand vorbei kommt um den Zählerstand abzulesen. Da der Standardtarif des lokalen Versorgers meist alles andere als gut ist sollte man es also wohl eher nicht drauf anlegen. Wäre irgendwie reine Geldverschwendung. ;)

Sie muß sich auch nicht irgendwo anmelden. Es gibt einen sog. "Lichtschaltervertrag". Sobald sie in der Wohnung Strom verbraucht, liefert der örtliche Stromversorger. Und berechnet das natürlich auch irgendwann.

Bingo!

Hallo, so theorethisch ist die Frage gar nicht, wie ich gerade erfahren durfte. Ich bin im Dezember 2007 in meine neue Wohnung eingezogen. Bei der Übergabe wurde mein Vormieter von der Vermieterin und mir aufgefordert, seinen Stromvertrag für diese Wohnung zu kündigen. Als ich kurz darauf versucht habe, den Anbieter zu wechseln, wurde mir mitgeteilt, dass das nicht möglich sei, da mein Stromzähler noch mit dem Vertrag meines Vormieters "besetzt" sei. Ich habe meinen Vormieter mehrfach telefonisch und schriftlich gebeten, seinen Vertrag zu kündigen. Da ich keine Antwort bekam und auch vom Stromversorger keine Post bekam, bin ich zunächst davon ausgegangen, dass mein Vormieter meine Stromrechnung bezahlt -warum auch immer. Nun habe ich vom Grundversorger -also nicht der Stromanbieter mit dem ich gerne einen Vertrag abgeschlossen hätte- eine horrende Rechnung erhalten. Und ich habe auf einmal eine Vertragskontonummer beim Grundversorger. Mein Grundversorger -Vattenfall- hat mich also rückwirkend ab Datum meines Einzugs bis zu dem Tag an dem mein Vormieter es geschafft hat, zu kündigen, mit Strom versorgt obwohl ich nachweislich alles in meiner Macht stehende getan habe, um eben nicht von Vattenfall beliefert zu werden. Müsste nicht mein Vormieter -da er ja bis zu seiner Kündigung Vertragspartner war- auch den Vertrag erfüllen, sprich zahlen? Was sagen hier die Gesetze? Gibt es Präzedenzfälle? Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, Strom den ich verbraucht habe, auch zu bezahlen. Aber nicht zu dem Preis.

Zuerst muß der Vertragspartner weiterzahlen. Der kann sich das Geld vom Verbraucher zurückholen. (Ich mußte 2 Jahre bezahlen, und beim Verbraucher war nichts zu holen. Er hat auf meine Kosten 2 Jahre mit Strom geheizt)

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