Beitragserstattung an Expartner für Kind, das dort lebt aber über mich familienversichert ist

5 Antworten

Ich verstehe nicht ganz, wie eine Rückerstattung von von dir geleisteten Beiträgen auf dem Konto des Vaters landet, woher hat deine Krankenversicherung denn überhaupt die Kontodaten deines Ex? Rufe deinen Sachbearbeiter bei der Versicherung an und kläre erstmal das. Des weiteren musst du -tatsächlich- erhaltenes Geld angeben.

Die Kasse hat einen Verrechnungsscheck versandt an die Adresse des Vaters. Lt. Sachbearbeiter wurde der Scheck eingelöst, jedoch sei nicht nachvollziehbar, von wem.

Du kannst Dich gar nicht dagegen wehren, dass das Kind bei Dir versichert ist. Du bist verpflichtet es zu versichern.

Und warum muss ich Boni versteuern, die ich nicht erhalte, obwohl ich Versicherungsnehmer bin?

@Petersilienwurz

Da würde ich die Krankenkasse befragen. Was Du nicht erhältst, mußt du auch nicht versteuern.

Halo Petersilienwurz,

die Formulierung "Eine Beitragsrückerstattung von der Krankenkasse (hier Bonuszahlung, die angeblich der Vater deines Kindes kassiert hat) muss man in der Einkommensteuererklärung angeben." ist eine "unvollständige Darstellung."

Denn die Krankenkasse meldet jede Art von Beitragsrückerstattung immer direkt elektronisch an das Finanzamt.

D.h. ob du in deiner Einkommensteuererklärung die Beitragsrückerstattung angibst oder nicht ist egal, da das für dich zuständige Finanzamt immer von der Beitragsrückerstattung weis. Andererseits ist es strafbar, wenn du in deiner Einkommensteuererklärung die Beitragsrückerstattung nicht angibst, da du dann vorsätzlich eine falsche, da unvollständige Einkommensteuererklärung abgibst.


Dass du persönlich die Beitragsrückerstattung nicht erhalten hast, also nicht "bereichert" wurdest, ist meiner Meinung nach etwas ganz anderes. Hier könnte es darauf ankommen in wie weit der Vater seines Kindes das Sorgerecht hat, also rechtlich für dein Kind handeln darf. Was deinem Kind zugeflossen ist wird dir wirtschaftlich und steuer-rechtlich zugeschrieben,

Ein Verrechungscheck wird immer auf einem Konto gutgeschrieben. Es sollte sich herausfinden lassen wer der wirtschaftlich Begünstige diese Kontos ist - im Regelfall der Kontoinhaber.

Man könnte auch darüber nachdenken ob die Bonuszahlung auf den Betrag deiner Unterhaltszahlungen für deinen Sohn angerechnet werden kann. Etwa in der Form "Kürzung wegen ungerechtfertigter Bereicherung".

Da für ein Kind gar keine Beitrag erhoben wird, gibt es auch keine Beitragsrückerstattung. Woher soll die denn kommen?

So genannte Bonusprogramme ermöglichen Erstattungen. Leider in diesem Fall nicht an mich als Versicherungsnehmer. Ich muss aber die nicht eingenommenen Boni in der Steuererklärung angeben und versteuern lassen.

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